Hiller, Philipp Friedrich – Endlich bricht ein Tag noch ein

Mel.: Himmel, Erde, Luft und Meer.

1.
Endlich bricht ein Tag noch ein, Der ein Tag des Zorns wird sein.
Jetzt ist Gnade, dort nicht mehr; Denn der Zorn entbrennt zu sehr.

2.
Wem Gott hier noch Buße schenkt, Daß er nur daran gedenkt,
O wie zittert ihm davon Die getroff’ne Seele schon!

3.
Aber wie wird’s dort ergeh’n, Wo Gott nicht erlaubt zu fleh’n,
Und ganz unbarmherzig stürzt Den, der sich am Heil verkürzt;

4.
Wo der Zorn auf Zorn gehäuft, Nun den Bösen schnell ergreift,
Und von Gottes Richterstuhl Brennt bis in den Schwefelpfuhl

5.
O wie schrecklich fället der, Der Dir, Du Lebendiger,
In erzürnte Hände fällt, Und nun keine Gnad’ erhält!

7.
Gott der Gnaden, Dir sei Ruhm Hier und dort im Heiligthum,
Daß Du Jesum uns gesandt, Der den Zorn hat abgewandt!

7.
Nunmehr geh’n wir zu dem Sohn, Als zu unserm Gnadenthron,
Und der Glaube an Sein Blut Macht erschrocknen Herzen Muth.

8.
Jesu, Du bist’s, der mich tröst’t, Der mich selbst vom Zorn erlöst;
Läßt Sein Tag des Zorns sich seh’n, Laß mich noch in Gnaden steh’n!

Krummacher, Friedrich Adolf der Ältere – Eine Herde und ein Hirt

Eine Herde und ein Hirt,
Wie wird dann dir sein, o Erde,
Wenn sein Tag erscheinen wird,
Freue dich, du kleine Herde,
Mach dich auf und werde licht!
Jesus hält, was er verspricht.

Hüter, ist der Tag noch fern,
Schon ergrünt es auf den Weiden,
Und die Herrlichkeit des Herrn,
Nahet dämmernd sich den Heiden;
Blinde Pilger flehn um Licht.
Jesus hält, was er verspricht

Komm, o komm, getreuer Hirt,
Daß die Nacht zum Tage werde.
Ach, wie manches Schäflein irrt
Fern von dir und deiner Herde.
Kleine Herde, zage nicht!
Jesus hält, was er verspricht.

Sieh, das Heer der Nebel flieht
Vor des Morgenrotes Helle,
Und der Sohn der Wüste kniet
Dürstend an der Lebensquelle;
Ihn umleuchtet Morgenlicht.
Jesus hält, was er verspricht.

Gräber harren aufgetan;
Rauscht, verdorrete Gebeine,
Macht dem Bundesengel Bahn,
Großer Tag des Herrn, erscheine!
Jesus ruft: Es werde Licht!
Jesus hält, was er verspricht.

O des Tags der Herrlichkeit!
Jesus Christus, du die Sonne,
Und auf Erden weit und breit
Lich und Wahrheit, Fried und Wonne!
Mach dich auf, es werde Licht!
Jesus hält, was er verspricht!

Kinner von Scherffenstein, Martin – Es kommt nu leider her die Zeit

Es kommt nu leider her die Zeit
Da uns soll bange werden;
Denn gross und unaussprechlich Leid
Verkündigt Himml und Erden.
Wir sind der armen Wittwen gleich
Die herzlich ihres Sohnes Leich
Und ihr Elend beweinet:
Herr Jesu, unser Trost und Licht,
Komm, sprich uns auch zu Weine nicht!
Dein Wort uns alle meinet.

Wir fallen häufig ein und ab
Wie Blätter von den Bäumen;
Man traegt manch liebes Kind zu Grab,
Darob die Eltern weinen;
Und obs wol fällt in deine Hand
Und kömmt ins rechte Vaterland
Das du uns hast geschenket.
Doch allweg uns dein Trost gebricht:
Drum komm, sprich zu uns Weine nicht!
Denn unser Herz sich kränket.

Was aber mehr für Angst und Noth
Die Welt wird überfallen
Zeigt durch sein Wort und Wunder Gott
Gar schrecklich für uns allen.
Die Sünd nimmt mächtig Überhand:
Drum brennt sein Zorn übr alle Land
Und wird das Garaus spielen.
Ach Herr, geh nicht in dein Gericht:
Dein freundlich Trostwort Weine nicht!
Lass uns im Herzen fühlen.

Wir habns ja wol verdienet, Herr,
Dass uns dein Zorn verzehre;
Kein Strafe ist so hoch und schwer,
Der wir nicht würdig waeren:
Es reut uns aber unser Sünd,
Und bitten dich von Herzen Grund
„O Herr, komm nur mit Gnaden!“
Und ob die Welt dich nicht ansicht,
Doch sieh du uns und Weine nicht
Wie übr der Juden Schaden.

Ach komm mit deinem Tag behend
Und stell uns zu mit Freuden
Was Liebes wir vorher gesendt,
Und lass uns nicht mehr scheiden.
Wenn mein Stündlein herzu sich naht
Begegne du auch meinem Tod,
Lass mich nicht drinn verderben;
Mein traurig Herz mit Trost aufricht,
Bild mir dein Wort ein Weine nicht!
So will ich froehlich sterben.

Wackernagel – Deutsches Lesebuch

Ringwaldt, Bartholomäus – Vom Jüngsten Gericht

In seinem eignen Ton, von Bartholomäus Ringwald gebessert.

1. Es ist gewisslich an der Zeit,
Dass Gottes Sohn wird kommen
In seiner großen Herrlichkeit,
Zu richten Bös und Frommen.
Dann wird das Lachen werden teur,
Wenn alles wird vergehn im Feur,
Wie Petrus davon schreibet.

2. Posaunen wird man hören gehn
An aller Werlet1Welt Ende,
Darauf bald werden auferstehn
All Toten gar behende;
Die aber noch das Leben han,
Die wird der HErr von Stunden an
Verwandeln und verneuen.

3. Danach wird, man ablesen bald
Ein Buch, darin geschrieben,
Was alle Menschen, jung und alt,
Auf Erden han getrieben;
Da denn gewiss ein jedermann
Wird hören, was er hat getan
In seinem ganzen Leben.

4. O weh demselben, welcher hat
Des HErren Wort verachtet
Und nur auf Erden früh und spat
Nach großem Gut getrachtet;
Er wird fürwahr gar kalt bestehn
Und mit dem Satan müssen gehn
Von Christo in die Hölle.

5. O Jesu, hilf zur selben Zeit
Von wegen deiner Wunden,
Dass ich im Buch der Seligkeit
Werd angezeichnet funden;
Daran ich denn auch zweifle nicht,
Denn du hast ja den Feind gericht
Und meine Schuld bezahlet.

6. Derhalben mein Fürsprecher sei,
Wenn du nun wirst erscheinen,
Und lies mich aus dem Buche frei,
Darinnen stehn die Deinen,
Auf dass ich samt den Brüdern mein
Mit dir geh in den Himmel ein,
Den du uns hast erworben.

7. O Jesu Christ, du machst es lang
Mit deinem jüngsten Tage;
Den Menschen wird auf Erden bang
Von wegen vieler Plage.
Komm doch, o komm, du Richter groß,
Und mach uns in der Gnaden los
Von allem Übel. Amen.

Harms, Claus – Übersetzung des „De die Iudicii“

Übertragung von Celanos „De die iudicii“

1. Zorntag, grösster aller Tage,
Aller Bibeln ernste Sage,
Mit dem Feuer, mit der Waage:

2. Welches Heulen, welches Weinen,
Wenn Du einmal wirst erscheinen
Plötzlich, da wir es nicht meinen!

3. Eine Stimm’ wird sich erheben;
Die dann todt sind, die dann leben,
Sollen Red’ und Antwort geben.

4. Beide fahren sie zusammen,
Sehen sich bei Feuerflammen:
Wird er euch und uns verdammen?

5. Müssen stehn vor einem Buch:
Ach, sind wir auch in der Suche?
Oder angemerkt zum Fluche?

6. Jetzo wird der Richter sprechen,
Alle Siegel wird er brechen,
Die geheimsten Thaten rächen!

7. Ach, wie fürcht’ ich seine Ruthe!
Zeugt nicht Einer mir zu Gute?
Reinen selbst ist bang zu Muthe.

8. O du König solcher Schrecken!
Gnade kann allein mich decken.
Ich will dein Erbarmen wecken!

9. Hattest mich doch einst erkoren,
Bist doch ja für mich geboren.
Und ich wäre jetzt verloren?

10. Hast dich müd’ um mich gegangen,
Bist für mich am Kreuz gehangen,
Und das sollte nichts verfangen?

11. Wärest du denn bloss ein Rächer?
Gar kein, gar kein Gnadensprecher
Ueber reuige Verbrecher?

12. Noch ist nicht mein Spruch gefället;
Eh’ derselbe mich zerschellet,
Hör’ die Bitt’ an dich gestellet!

13. Hast Maria angeblicket,
Hast den Schächer selbst entzücket
Ich soll bleiben unerquicket?

14. O du Guter, Milder, Treuer,
Rette vor dem ew’gen Feuer,
Den du hast erlöst so theuer!

15. Zwar nicht auf mein Bitten steh’ ich,
Nein, zu deiner Gnade fleh’ ich,
Halte sie mich, sonst vergeh’ ich.

16. Du wirst scheiden, bannen, aechten,
Reisse mich noch aus dem Schlechten,
Rechts von dir zu den Gerechten!

17. Wenn die Bösen überwiesen,
Und den Flammen zugewiesen,
Sei ich in die Freud’ gewiesen!

18. Ach, ich schau die Höllenbrände,
Rufe, ringe meine Hände:
Mach es wohl mit mir am Ende!

Liscoo – Dies Irae

Celano, Thomas von – De die Iudicii

Dies irae, dies illa
Solvet seclum in favilla
Teste David cum Sibylla.

Quantus tremor est futurus
Quando index est venturus
Cuncta stricte discussurus!

Tuba mirum spargens sonum
Per sepulcra regionum
Coget omnes ante thronum.

Mors stupebit et natura
Cum resurget creatura
Iudicanti responsura.

Liber scriptus proferetur
In quo totum continetur
Unde mundus iudicetur.

Judex ergo cum sedebit
Quidquid latet, apparebit
Nil inultum remanebit.

Quid sum miser tunc dicturus?
Quem patronum rogaturus
Dum vix iustus sit securus?

Rex tremendae maiestatis
Qui salvandos salvas gratis
Salve me, fons pietatis.

Recordare, Iesu pie
Quod sum causa tuae viae
Ne me perdas illa die.

Quaerens me sedisti lassus
Redemisti erucem passus
Tantus labor not sit cassus.

Iustae iudex ultionis
Donum fac remissionis
Ante diem rationis.

Ingemisco tanquam reus
Culpa rubet vultus meus
Supplicanti parce, Deus!

Que Mariam absolvisti
Et latronem exaudisti
Mihi quoque spem dedisti.

Preces meae non sunt dignae
Sed tu bonus fac benigne
Ne perenni cremer igne!

Inter oves locum praesta
Et ab hoedis me sequestra
Statuens in parte dextra!

Confutatis maledictis
Flammis acribus addictis
Voca me cum benedictis!

Oro supplex et acclini
Cur contritum quasi cinis
Gere curam mei finis.

Lacrymose dies illa,
Qua resurget ex favilla
Judcandus homo reus:

Huis ergo parce, Deus!
Pie Jesu, Domine,
Dona eis requiem!

Amen.

Quelle: Zeitschrift für die historische Theologie Zwölfter Band/ Neue Folge. Sechster Band. Leipzig 1843 Verlag von L. H. Bösenberg.

corrigiert und erweitert 10.11.2019

Behm, Martin – Am andern Sonntage des Advents aus dem Evangelio Luc. 21.

Von der Zukunft Christi zum jüngsten Gericht.

Jesu, mein Herz ich zu dir richt,
Weil du zeugst offenbar,
Daß du wollst kommen zum Gericht
Mit großer Engel Schar.
Die Zeichen schon vorhanden sind
An Sonnen, Mond und Stern;
Man spürts am Wasser, Erd und Wind,
Daß dein Tag nicht sein fern.

Ach Herr, schau an die große Noth,
Wie falsche Lehr reißt ein;
Dein Wort ist böser Leute Spott,
Das bringt den Frommen Pein.
Krieg, Theurung, Pest sich mächtig regt,
Die Frommen sind geplagt,
Des Himmels Kräfte sind bewegt, –
Drob manch Herz heftig zagt.

Die ganze Welt jetzt kracht und bricht,
Den Menschen ist sehr bang;
Daß Jedermann mit Kummer spricht:
So kanns bestehn nicht lang.
Drum brich hervor, du himmlisch Sonn,
Die Wolken stracks durchdring,
Und uns herab vons Himmels Thron
Den neuen Sommer bring.

Sieh an die Noth und komm behend,
Uns wie der Blitz erschein;
Ja komm, Herr Jesu, mach ein End,
Weil wir so elend sein.
Erlös uns durch dein Gütigkeit
Aus diesem Jammerthal,
Und zeig uns deine Herrlichkeit
Droben ins Himmels Saal.

Hilf uns, daß wir stets wacker sein,
Die Häupter heben auf,
Und uns von Sünden halten rein
Im ganzen Lebenslauf.
Das Herz bei uns in der Gefahr
Zur Andacht treib und reiz,
Vor Völlerei uns all bewahr,
Dazu vor Sorg und Geiz.

Wenn Erd und Himmel wird vergehn
Im Feuer durch dein Wort:
So hilf, daß wir vor dir bestehn,
Zeig uns des Himmels Pfort.
O Herr, im letzten Augenblick
Behüt vor Herzenleid,
In Wolken uns in Himmel rück,
Gieb uns die ewge Freud.

Amen.

Nöldeke – Martin Behemb’s geistliche Lieder

Alber, Erasmus – Von der Welt Bosheit, so zur Buße vermahnet

Ach Gott, thu dich erbarmen
durch Christum, deinen Sohn,
Uebr Reich und über Armen,
Hilf, daß sie Buße thun,
Und sich ein jeder erkennen thut.
Ich fürcht Gott hat gebunden ein Ruth,
Er will uns damit strafen,
Den Hirten mit den Schafen.
Es wird ihm keinr entlaufen.

Gott hat uns lang gerufen
Durch seine treue Knecht,
Unsr Ohren sind aber nicht offen,
Darum geschieht uns recht.
Sein Straf han wir jetzt in dem Land.
Ich fürcht, ihr sind mehr vor der Hand;
Gott wöll sie von uns wenden
Und seine Gnad uns senden;
Es steht in seinen Händen.

Es geschehn groß Wunderzeichen,
Noch schlan wir Alls in Wind,
Die uns sollten erweichen.
So gar sind wir verblindt.
Daß wir erkennen die Wahrheit nicht,
Wie uns jetzt Gottes Wort bericht,
Daß wir uns daran kehrten
Und seiner Gnaden begehrten,
Nicht so gar dawider sperrten.

Aerger ists nie gewesen
Von Anbeginn der Welt.
Ein jeder mags wohl lesen,
Was Christus hat gemeldt.
Kein Lieb noch Glaub auf Erden ist,
Ein jeder braucht sein Tück und List.
Der Reich den Armen zwinget
Und ihm sein Schweiß abdringet,
Daß nur sein Groschen klinget.

Wer kann’s Alles ermessen,
Was treibt die welt mit Macht,
Mit ihrem Saufen und Fressen,
Hochmuth und großen Pracht?
Gott wirds die Länge leiden nicht,
Schau, daß dich nicht erhasch sein Gricht,
So bist ewig verloren,
Dem Teufel auserkoren,
Wär besser nie geboren.

Gott eilt gewiß zum Ende,
Das zeugt all Creatur,
Er wird kommen behende,
Deß han wir schön Figur.
Das glaubet der Gottlose nicht,
Der wohl in seinem Herzen spricht:
Es kann noch lang Zeit währen,
Wir wollen schlemmen und zehren.
Der Teufel thut sie’s lehren.

Die Welt läßt nun nicht abe,
Das wild vielköpfig Thier,
Man werf sie denn ins Grabe;
Es wird geschehen schier.
Der Teufel hats dahin gebracht,
Daß man Gott und sein Wort veracht,
Fragt nicht nach seim Gebote,
Treibet daraus den Spotte,
Sagt wohl, es sein kein Gotte.

Die Axt ist schon geleget
Dem Baum an seine Wurz,
Als uns Johannes zeiget,
Ins Feuer muß er kurz.
Wohl dem, der es zu Herzen nimmt,
Und wacht, wann sein Erlöser kömmt,
Liebt alle Zeit das Gute,
Der wird sein wohl behute
Ja für der Höllen Glute.

Christus sein Prophezeye
Ist nun erfüllet zwar,
Ein jeder merk dabeie
Und nehm sein eben wahr,
Daß er sein Leben anders schick
Und Christum in sein Herz verstrick.
Niemand weiß, welche Stunde,
Spricht Gott aus seinem Munde,
Die Welt wird gehn zu Grunde.

Solchs Alles ist verborgen
In der Gottlosen Sinn.
Das sieht man alle Morgen,
Wie lauft die Welt dahin,
Daß sie nur kriegt das zeitlich Gut,
Das ewig sie vergessen thut;
Daran will Niemand denken,
Thut Leib und Seel versenken;
Manch Christen thut es kränken.

Gott hat in seiner Hute
All, die er hat erweckt,
Erkauf durch Christi Blute
Am Kreuz hoch ausgestreckt,
Da er uns all erlöset hat
Vom Teufel, Sünd und ewigm Tod,
Ist selbst für uns gestorben,
Des Vatern Huld erworben,
Sonst wären wir all verdorben.

12. Das Lied sei jetzt gesungen
Zu Trost der Christenheit,
Den Alten und den Jungen;
Und dem sein Sünd ist leid,
Der bitt Gott allzeit um Genad,
Daß er nimmer in Sünden bad.
Das helf er uns allsammen
Zu Lobe seinem Namen
Durch Jesum Christum, Amen.

Stromberger – Erasmus Alberus geistliche Lieder

In anderen Quellen wird das Buch einem unbekannten Autoren zugeschrieben.

Alber, Erasmus – Ihr lieben Christen, freut euch nun

1. Ihr lieben Christen, freut euch nun,
bald wird erscheinen Gottes Sohn,
der unser Bruder worden ist,
das ist der lieb Herr Jesus Christ.

2. Der Jüngste Tag ist nun nicht fern.
Komm, Jesu Christe, lieber Herr!
Kein Tag vergeht, wir warten dein
und wollten gern bald bei dir sein.

3. Du treuer Heiland Jesu Christ,
dieweil die Zeit erfüllet ist,
die uns verkündet Daniel,
so komm, lieber Immanuel.

4. Der Teufel brächt uns gern zu Fall
und wollt uns gern verschlingen all;
er tracht‘ nach Leib, Seel, Gut und Ehr.
Herr Christ, dem alten Drachen wehr.

5. Ach lieber Herr, eil zum Gericht!
Laß sehn dein herrlich Angesicht,
das Wesen der Dreifaltigkeit.
Das helf uns Gott in Ewigkeit.