Gerhard Tersteegen – Siegesfürste, Ehrenkönig

alternative Version zu Gerhard Tersteegen – Siegesfürst und Ehrenkönig,

Siegesfürste, Ehrenkönig,
Höchst verklärte Majestät!
Alle Himmel sind zu wenig,
Du bist drüber hoch erhöht.
Sollt‘ ich nicht zu Fuße fallen
Und mein Herz vor Freude wallen,
Wenn mein Glaubensaug‘ betracht’t
Deine Glorie, deine Macht.

Seh‘ ich dich gen Himmel fahren,
Seh‘ ich dich zur Rechten da;
Seh‘ ich, wie der Engel Scharen
Alle rufen: Gloria!
Sollt ich nicht zu Fuße fallen
Und mein Herz vor Freude wallen,
Da der Himmel Jubel führt,
Weil mein König triumphiert?

Weit und breit, du Himmelssonne,
Deine Klarheit sich ergeußt,
Und mit neuem Glanz und Wonne
Alle Himmelsgeister speis’t;
Herrlich wirst du eingenommen,
Freudig heißt man dich willkommen.
Schau, ich armes Kindlein hier,
Schrei auch Hosianna dir.

Sollt‘ ich deinen Kelch nicht trinken,
Da ich deine Glorie seh?
Sollt‘ mein Mut noch wollen sinken,
Da ich deine Macht versteh?
Meinem König will ich trauen,
Nicht vor Welt und Teufel grauen;
Nur in Jesu Namen mich
Beugen, hier und ewiglich.

Geist und Kraft nun überfließen,
Drum wirk‘ in mir kräftiglich,
Bis zum Schemel deiner Füßen
Alle Feinde legen sich;
Aus Zion den Zepter sende,
Weit und breit bis zum Weltende;
Mache dir auf Erden Bahn,
Alle Herzen untertan.

Du kannst Alles aller Orten
Nun erfüllen, nahe sein,
Meines Geistes ew’ge Pforten
Stell‘ ich offen, komm‘ herein!
Komm, du König aller Ehren,
Du musst auch bei mir einkehren;
Ewig in mir leb‘ und wohn‘,
Als in deinem Himmelsthron.

Deine Auffahrt bringt mir eben
Gott und Himmel ewig nah;
Lehr‘ mich nur im Geiste leben,
Als vor deinen Augen da.
Fremd der Welt, der Zeit, den Sinnen,
Bei dir abgeschieden drinnen,
In den Himmel schon versetzt,
Da mich Jesus nur ergötzt.

unbekannt – Zum Himmel bist du eingegangen

Zum Himmel bist du eingegangen,
mit Preis gekrönt, Herr Jesu Christ;
wie sollte mich nun nicht verlangen,
auch dort zu sein, wo du nun bist?
Ich bin ja nur ein Pilgrim hier;
nimm in die Heimat mich zu dir.

2. Vom Tode standst du auf zum Leben
und gingst verklärt zum Himmel ein;
so muss sich auch mein Geist erheben,
soll ich nicht tot in Sünden sein.
Ein neues Leben wirk in mir,
so komm ich einst gewiß zu dir.

3. Am Ölberg fingen deine Leiden
mit bittern Todesängsten an;
am Ölberg gingst in hohen Freuden
du siegreich deine Himmelsbahn.
So folgt auf Leiden Herrlichkeit;
zu beiden mache mich bereit.

4. Du hobest segnend deine Hände
beim Scheiden von den Deinen auf;
o hilf, daß einst auch ich vollende,
von dir gesegnet, meinen Lauf.
Wenn ich von dir gesegnet bin,
dann fahr in Frieden ich dahin.

5. Ich sehe dir mit Glaubensblicken
in deinen Freudenhimmel nach;
mein Herz soll sich an dir erquicken,
der mir die Bahn zum Himmel brach.
Sieht dich auch hier mein Auge nicht,
doch bleibst du meine Zuversicht.

6. Du bist von uns zwar aufgefahren,
Doch ist dein Wort noch immer hier,
Lass dieses Kleinod mich bewahren;
Im Worte redest du zu mir,
Dies leitet meines Lebens Lauf
Und schließt mir deinen Himmel auf.

7. Einst wirst du herrlich wiederkommen,
gleichwie du aufgefahren bist;
dann werd ich völlig aufgenommen,
wo mir bereit mein Erbteil ist.
So leb ich nun im Glauben hier,
im Schauen aber dort mit dir.

Gerhard Tersteegen – Siegesfürst und Ehrenkönig,

1. Siegesfürst und Ehrenkönig,
hochverklärte Majestät,
alle Himmel sind zu wenig,
Du bist drüber weit erhöht;
sollt ich nicht zu Fuß Dir fallen,
und mein Herz vor Freude wallen,
wenn mein Glaubensaug entzückt
deine Herrlichkeit erblickt?

2. Seh ich Dich gen Himmel fahren,
seh ich Dich zur Rechten da,
seh ich, wie der Engel Scharen
alle rufen Gloria;
sollt ich nicht zu Fuß Da fallen
nicht mein Herz vor Freude wallen,
da der Himmel jubiliert,
weil mein König triumphiert?

3. Weit und breit, Du Himmelssonne,
deine Klarheit sich enthüllt
und mit neuem Glanz und Wonne
alle Himmelsgeister füllt.
Prächtig wirst Du aufgenommen,
freudig heißt man Dich willkommen;
schau, dein armes Kind auch hier
rufet Hosianna Dir.

4. Sollt ich Deinen Kelch nicht trinken,
da ich deine Klarheit seh?
Sollt mein Mut noch wollen sinken,
da ich deine Macht versteh?
Meinem König will ich trauen,
ohne Furcht und ohne Grauen,
nur in Jesu Namen mich
beugen hier und ewiglich.

5. Geist und Kraft nun überfließen,
lass sie fließen auch auf mich,
bis zum Schemel deinen Füßen
alle Feinde legen sich.
Herr, zu deinem Zepter wende
alles bis zum Weltende;
mache Dir auf Erden Bahn,
alle Herzen untertan.

6. Nun erfüllst du aller Orten
alles durch dein Nahesein:
meines Geistes enge Pforten
stehn dir offen, komm herein!
Komm, Du König aller Ehren,
Du musst auch bei mir einkehren:
ewig in mir leb und wohn
als in deinem Himmelsthron!

7. Scheidend bringst du mir dein Leben,
Gott und Himmel innig nah.
Lass mich stets den Geist erheben
gleich als stündst du sichtbar da,
fremd der Welt, von Zeit und Sinnen,
bei Dir abgeschieden drinnen,
in den Himmel schon versetzt,
da mich Jesus nur ergötzt.

(Autor: Gerhard Tersteegen (1697 – 1769))

Ludämilie Elisabeth Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt. – Auf Christi Himmelfahrt allein!

Auf Christi Himmelfahrt allein
Ich meine Nachfahrt gründe
und allen Zweifel, Angst und Pein
Hiermit stets überwinde;
Denn weil das Haupt im Himmel ist,
Wird seine Glieder Jesus Christ
zur rechten Zeit nachholen.

Weil er gezogen himmelan
Und große Gab empfangen,
Mein Herz auch nur im Himmel kann,
Sonst nirgends, Ruh erlangen;
Denn wo mein Schatz gekommen hin,
Da ist auch stets mein Herz und Sinn:
Nach ihm mich sehr verlanget.

Ach Herr, lass diese Gnade mich
Von deiner Auffahrt spüren,
Dass mit dem wahren Glauben ich
Mag meine Nachfahrt zieren,
Und dann einmal, wenns dir gefällt,
Mit Freuden scheiden aus der Welt.
Herr, höre dies mein Flehen!

Wir irr‘n sonst leicht und sind verscheucht
Vom rechten Lebenswege.
Zeuch uns nach dir,
So folgen wir
Dir nach in deinen Himmel,
Dass uns nicht mehr
Allhier beschwer

Das böse Weltgetümmel.
Beuch uns nach dir
Nur für und für,
und gib, dass wir nachfahren
Dir in dein Reich,
und mach uns gleich
Den auserwählten Scharen.

Gottfried Händel – Christo nach!

Du fährst gen Himmel, Jesu Christ,
Die Stätt mir zu bereiten,
Auf dass ich bleibe, wo du bist,
Zu ewiglichen Zeiten.
Du fährst, mein Heiland, in die Höh,
Auf dass ich in die Höh auch geh,
Dies kann mich recht ergötzen.
Du fährst, mein Jesu, Wolken an,
und dringst durch alle Himmel,
Damit ich dir nachfahren kann
Aus diesem Weltgetümmel.

Du bist, mein Jesu, aus dem Leid
Gegangen in die höchste Freud,
Dass stete Freud mich labe.
Wo Jesus ist, da komm ich hin,
Bei Jesu will ich bleiben,
Drum steht zu Jesu stets mein Sinn,
Nichts soll mich von ihm treiben.
Ob ich schon duld hie manche Not,
So werd ich doch nach meinem Tod
Bei Jesu recht erquicket.

Verzage nicht, du meine Seel,
Lass nur den Kummer fahren,
und dich nicht allzu schmerzlich quäl,
Ich werd nach kurzen Jahren
Gelangen aus dem Jammertal
Hin in den schönen Himmelssaal,
Da Jesus mich wird trösten.

Salomon Liscovius – Auf Christi Himmelfahrt

Weise: Christus ist erstanden.

1. Christus hat mit Freuden
Auf seinen Tod und Leiden
Als Überwinder obgesiegt,
Dass Tod und Teufel ganz geschmiegt
Niederliegt.

2. Zum Beweis des Sieges
Und beigelegten Krieges
Fährt der gerechte Siegesheld
Hinauf in Gottes Himmelszelt,
Aus der Welt.

3. Uns lässt er zurücke
Der Seelen Friedensglücke,
Und ist, uns auch zu seiner Zeit
Zu führen in die Seligkeit,
Ganz bereit.

4. Gott sei Lob gesungen,
Von allen Christenzungen,
Dass uns durch Jesu Himmelfahrt
Der Himmelsweg wird vorgespart
Und bewahrt.

Liscovius, Samuel – Himmelfahrt Christi

Weise: Du Friedefürst, Herr Jesu Christ.

1. Lasst uns von Herzen fröhlich sein,
Denn Jesus hat den Sieg
Durch seines Leidens schwere Pein
Und durch den harten Krieg
Zuwege bracht
Mit seiner Macht
Und seinen Tod bezwungen.

2. Nun lebet dieser Friedensheld
Auf seinen Schmerzenstod,
Und hat den Teufel und die Welt
Zusamt der Sündennot
Recht ritterlich
Ganz unter sich
Geleget und getreten.

3. Nun liegt durch diese Siegesschlacht
Der Feinde Trotz und Neid,
Und Jesus hat sich aufgemacht
Zu Gottes Herrlichkeit. 3
Er ist erhöht
Mit Majestät
Zu seines Vaters Rechten.

4. Hiermit ist uns die rechte Bahn
In Gottes Himmelreich
Durch Jesum Christum aufgetan,
Dass wir mit ihm zugleich
Aus aller Not
Durch sanften Tod
Gen Himmel sollen fahren.

5. Er unser Haupt, geht uns voran,
Wir sollen aus der Schmach,
Mit weißen Kleidern angetan,
Ihm fröhlich folgen nach.
Denn dieser Schatz
Macht Raum und Platz
Für uns in seinem Reiche.

7. O Jesu, zeuch uns für und für
Durch deine Gotteshand
In heißer Liebesglut zu dir,
Dass unser Vaterland
Wir nun hinfort
Im Himmel dort
Zu deiner Rechten suchen.

7. Und führ uns endlich aus der Welt
In deines Vaters Reich,
Dass wir den Engeln zugesellt,
Den Auserwählten gleich,
Die Seligkeit
Nach dieser Zeit
Vollkommentlich besitzen.

Freylinghausen, Johann Anastasius – Gelobet sei Jehovah der Heerscharen (Himmelfahrt).

Weise: Zerfließ, mein Geist, in Jesu Blut und Wunden.

1. Gelobet sei Jehovah der Heerscharen,
Der heute sein Triumphfest hält;
Man siehet ihn mit großer Macht auffahren
Und Abschied nehmen aus der Welt.
Er fährt dahin, wo er sonst war,
Eh man noch zählte Tag und Jahr,
Zum Vater, der ihn auf die Erden
Gesandt, ein Opferlamm zu werden.

2. Du kamst zu uns und wurdest unsers Gleichen,
Ein Mensch in armer Knechtsgestalt;
Man sahe dich am Kreuzesholz erbleichen
Und unterliegen der Gewalt,
Die sich an dir aus höherm Rat
So grausam hart vergriffen hat;
Du schienest ganz verspielt zu haben,
Als man darauf dich sah begraben.

3. Da liegt er nun, sprach deiner Feinde Rotte,
Nun soll er nimmer auferstehn;
Wir haben ihn gemacht zu Schand und Spotte,
Sein Werk wird nun ganz untergehn.
Ei, siehe aber, was geschicht?
So bald der dritte Tag anbricht,
Erwachest du, o meine Sonne,
Dem Feind zum Hohn, dem Freund zur Wonne.

4. Du brichst hervor und zeigest dich den Deinen,
Dein Antlitz ihren Geist erquickt;
Du ließest ihnen Friedensblicke scheinen,
Sie sind darüber als entzückt.
Ja, was noch mehr, du lässt sie sehn,
Da sie dir an der Seite stehn,
Wie du dich in die Höhe schwingest
Und durch der Himmel Himmel dringest.

5. So muss es gehn, so hat es vor bezeuget
Die heilige Prophetenschar;
Des Vaters Wort in Ewigkeit nicht treuget1betrügt,
So sollte werden offenbar,
Dass du der Feinde Macht besiegt,
Dass alles dir zu Füßen liegt,
Womit du, Gottes Zorn zu dämpfen,
Bis auf den Tod hast wollen kämpfen.

6. Man sieht den Feind von seiner Macht entblößet,
Sein Raub ist ihm genommen ab;
Womit er sich sonst wider uns getröstet,
Ist nun verscharret in dein Grab.
Du führst ihn in Triumph mit dir,
Er darf sich nun nicht regen schier,
Er ist durch deinen Tod bezwungen,
wohl dem Held, dems so gelungen!

7. Nunmehro hat, o Gott, dein Gott gekrönet
Dein Haupt mit Ehre, Preis und Ruhm;
Es steht beschämt, was dich vorhin verhöhnet,
Als du kamst in dein Eigentum.
Ja, du bist selbst zum Haupt erhöht,
Dein Name über alles geht,
Was in dem Himmel und auf Erden
Nur herrlich mag genennet werden.

8. Du bist erhaben über alle Thronen
Der Cherubim und Seraphim; –
Sie werfen sammt den Alten ihre Kronen
Zu deinen heilgen Füßen hin.
Dein Regiment erstreckt sich weit;
So weit der Lauf der Sonnen reicht,
Hast du, o Herrscher, die dich kennen
Und ihren Herrn und König nennen.

9. Es ist dir nun des Geistes Füll geschenket,
Du bist gesalbt mit Freudenöl;
Der lautre Strom der Wollust dich nun tränket
Und labet dich nach Leib und Seel.
Doch gönnt auch uns dein Überfluss,
Was uns zur Heilgung dienen muss;
Du lässt nicht unbesucht die Glieder,
Was dir gegeben, gibst du wieder.

10. Hast du uns gleich dein Angesicht entzogen,
Sehn wir gleich nicht dich, unser Licht,
So bleibst du doch aufs beste uns gewogen,
Vergissest unser nimmer nicht.
Du trägest uns auf deiner Brust
Und Schultern, es ist deine Lust,
Uns zu vertreten alle Stunden
Durch deinen Tod und Liebeswunden.

11. Drum ist es gut, dass du bist hingegangen,
Dein Hingang schaffet große Frucht;
Wer an dir bleibt durchs Glaubensband behangen,
Der findet bei dir, was er sucht.
Der Eingang ist ihm nicht verwehrt
Ins Heiligtum, wo man dich ehrt;
Ist doch der Vorhang längst zerrissen,
Wer will, kann deiner wohl genießen.

12. Die Hoffnung bleibt ohndem im Geist fest stehen,
Dass wir nach wohlvollbrachtem Lauf
Auch deine Majestät mit Augen sehen
Und zu dir sollen fahren auf.
Die Stätte ist uns schon bereit,
Darin uns jene Herrlichkeit
Soll wie ein voller Strom bedecken
Und über alles sich erstrecken.

13. Drum sei gelobt, Jehovah der Heerscharen,
Dass du so siegreich triumphiert.
Zeuch uns dir nach zu hundert tausend Paaren,
Damit wir tun, was uns gebührt.
Ach, reiß uns los von Zeit und Welt
Und was uns noch gefangen hält,
Damit wir, wenn wir von der Erden
Uns scheiden, Himmelsbürger werden.

Benjamin Schmolck – Der Wandel im Himmel.

Mel. Wohlan, es geht nunmehr zu Ende.

1. Gottlob, der Weg ist mir gebahnet,
O triumphierender Herr Christ,
Dass sich mein Geist beweglich sehnet,
Zu sein, wo mein Erlöser ist.
Ich seufze täglich mit Begier:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

2. Der Ölberg zeigt mir deine Füße,
Wie sie zur Himmelfahrt bereit;
Da gibest du die Abschiedsküsse
Den Jüngern zu der letzten Zeit.
Ach wende dich doch auch zu mir:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

3. Du gibst den Jüngern harte Worte
Bei ihres Herzens Härtigkeit.
Der Glaube führt nur nach dem Orte,
Den uns dein Sieg hat eingeweiht
Drum sei der Zweifel weit von mir:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

4. Du musstest erstlich auferstehen,
Alsdann folgt deine Himmelfahrt.
Lass mich vor aus dem Grabe gehen,
Darin die Sünde mich verwahrt;
Alsdann treff ich die Himmelstür:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

5. Du lässt dein Wort bei uns zurücke,
Das soll hinfort gepredigt sein.
Das sind die rechten Liebesstricke,
Die ziehen uns zum Himmel ein.
Im Wort ist schon der Himmel hier:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

6. In dieser Welt sind lauter Schlangen,
Man schenkt mir Gift für Labsal ein;
Drum lass mich bald dahin gelangen,
Wo es wird, ewig besser sein.
Ach reiche deine Hände mir:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

7. Die Wolken wird dein Himmelswagen,
Mein Tod wird eine Wolke sein,
Die mich in deinen Schoß wird tragen,
Wo lauter Licht und Sonnenschein.
Komm unversehens auch zu mir:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

8. Ich sehe dir mit Glaubensblicken
In deinen Freudenhimmel nach.
Du wirst mir auch schon Männer schicken,
Wie deinen Jüngern dort geschach,
Dass mich ihr Wort zum Himmel führ.
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!

9. Ich frage nicht nach jener Höhe,
Wo deine Stapfen sollten sein;
Wenn ich nur fest im Glauben stehe,
Geh ich gewiss zum Himmel ein.
Denn dein Triumph ist mein Panier.
Zeuch mich nach dir, euch mich nach dir!

10. Du wirst doch einmal wieder kommen,
Gleich wie du hingefahren bist.
Alsdann so werd ich aufgenommen
Da, wo mein Bürgerrecht schon ist:
Indessen bleibt mein Wunsch allhier:
Zeuch mich nach dir, zeuch mich nach dir!