Wie wird mir dann, o dann mir sein,
Wenn ich, mich ganz des Herrn zu freu’n,
In Ihm entschlafen werde!
Von keiner Sünde mehr entweiht,
Entfesselt von der Sterblichkeit,
Nicht mehr der Mensch von Erde!
Freu‘ dich, Seele!
Stärke, tröste
Dich, Erlöste,
Mit dem Leben,
Das dir dann dein Gott wird geben.
2. Ich freue mich und bebe doch!
So drückt mich meines Elends Joch,
Der Fluch der Sünde nieder.
Der Herr erleichtert mir mein Joch;
Es stärkt durch Ihn mein Herz sich doch,
Glaubt und erhebt sich wieder.
Jesus! Christus!
Lass mich streben
Dir zu leben,
Dir zu sterben,
Deines Vaters Reich zu erben!
3. Besiege denn des Todes Grau’n,
Mein Geist; er ist der Weg zum Schau’n,
Der Weg im finstern Tale.
Er sei dir nicht mehr fürchterlich;
In’s Allerheiligste führt dich
Der Weg im finstern Tale.
Gottes Ruh‘ ist
Unvergänglich,
Überschwenglich;
Die Erlös’ten
Wird sie unaussprechlich trösten.
4. Herr, Herr! ich weiß die Stunde nicht,
Die mich, wenn nun mein Auge bricht,
Zu Deinen Toten sammelt.
Vielleicht umgibt mich ihre Nacht,
Eh‘ ich dies Flehen noch vollbracht,
Mein Lob Dir ausgestammelt.
Vater! Vater!
Ich befehle
Meine Seele
Deinen Händen;
Lass mich meinen Lauf gut enden!
5. Vielleicht sind meiner Tage viel;
Ich bin vielleicht noch fern vom Ziel,
An dem die Krone schimmert.
Bin ich von meinem Ziel noch weit;
Die Hütte meiner Sterblichkeit,
Wird sie erst spät zertrümmert:
Lass mir, Vater,
Guter Taten
Edle Saaten
Wohl gedeihen,
Ewig ihrer Frucht mich freuen!
6. Wie wird mir dann, Erlöser, sein,
Wann ich mich Deiner ganz erfreu’n,
Dich dort anbeten werde?
Dann bin ich frei von Sünd‘ und Leid,
Ein Mitgenoss‘ der Herrlichkeit,
Nicht mehr der Mensch von Erde!
Preis Dir, dass mir
Durch Dein Leiden
Jene Freuden
Offen stehen!
Ewig will ich Dich erhöhen!