Cyriakus Günther – Bringt her dem Herren Lob und Ehr

1) Bringt her dem Herren Lob und Ehr
Aus freudigem Gemüte.
Ein jeder Gottes Ruhm vermehr
Und preise seine Güte.
Ach lobet, lobet alle Gott,
Der uns befreiet aus der Not,
Und danket seinem Namen.

2) Lobt Gott, und rühmet allezeit
Die großen Wunderwerke,
Die Majestät und Herrlichkeit,
Die Weisheit, Kraft und Stärke,
Die er beweist in aller Welt
Und dadurch alle Ding erhält,
Drum danket seinen Namen.

3) Lobt Gott, der uns erschaffen hat,
Leib, Seele, Geist und Leben
Aus lauter väterlicher Gnad
Uns allen hat gegeben,
Der uns durch seine Engel schützt
Und täglich gibet, was uns nützt,
Drum danket seinen Namen.

4) Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn,
Der für uns ist gestorben
Und uns die selge Lebenskron
Durch seinen Tod erworben,
Der worden ist der Höllen Gift
Und Frieden hat mit Gott gestift,
Drum danket seinem Namen.

5) Lobt Gott, der in uns durch den Geist
Den Glauben angezündet
Und alles Gute noch verheißt
Und stärket, kräftget, gründet,
Der uns erleuchtet durch sein Wort,
Regiert und treibet fort und fort,
Drum danket seinem Namen.

6) Lobt Gott, der auch das gute Werk,
So in uns angefangen,
Vollführen wird und geben Stärk,
Das Kleinod zu erlangen,
Das er hat allen dargestellt
Und seinen Gläubgen vorbehält,
Drum danket seinem Namen.

7) Lobt Gott, ihr starken Seraphim,
Ihr Fürstentum und Thronen.
Es loben Gott mit heller Stimm,
Die hier auf Erden wohnen.
Lobt Gott, und preist ihn früh und spat.
Ja alles, was nur Odem hat,
Das danke seinem Namen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Cyriakus Günther – Biographie

Cyriakus Günther wurde 1649 zu Goldbach bei Gotha geboren. Über seine äußern Lebensverhältnisse ist uns weiter nichts bekannt, als dass er später Gymnasiallehrer zu Gotha war und daselbst im Jahre 1704 starb.

Seine Lieder, deren er einige dreißig hinterlassen hat, und die auch in der Form und Ausdrucksweise abgerundet und innig zu nennen sind, zeugen von reicher Schriftkenntnis und gottseligem Wandel, wie er denn sein Leben lang mit unablässigem Fleiß und Eifer die Heilige Schrift studiert und Gottes Wort zu seines Fußes Leuchte und zum Licht auf seinem Wege erwählt hatte. Sein Wahlspruch war: „Selig ist, der Gottes Wort Tag und Nacht mit Fleiß studieret und nach solchem fort und fort ein gottselig Leben führet.“