unbekannt – All ehr und lob sol Gottes sein

Gloria in excelsis deo

All ehr und lob sol Gottes sein,
er ist und heist der höchst allein.
Sein zorn auf erden hab ein end,
sein frid und gnad sich zu uns wend.
Den menschen das gefalle wol,
dafür man hertzlich dancken sol.
Ah lieber Gott, dich loben wir
und preisen dich mit gantzer gir,
Auch kniend wir anbeten dich,
dein ehr wir rhümen stetiglich.
Wir dancken dir zu aller zeit
umb deine grosse herrligkeit.
HERR Gott, im himel künig du bist,
ein Vater, der allmechtig ist.
Du Gottes Son vom Vater bist,
einig geborn, HERR Jhesu Christ.
HERR Got, du zartes Gottes lamb,
ein Son aus Gott des Vaters stam,
Der du der welt sund tregst allein,
wolst uns gnedig barmhertzig sein!
Der du der welt sund tregst allein,
las dir unser bitt gefellig sein!
Der du gleich sitzst dem Vater dein,
wolst uns gnedig barmhertzig sein!
Du bist und bleibst heilig allein,
uber alles der HERR allein.
Der aller höchst allein du bist,
du lieber Heiland Jhesu Christ,
Sampt dem Vater und heilgem Geist,
in Göttlicher Maiestet gleich.
Amen, das ist gewislich war,
das bekent aller Engel schar
Und alle welt so weit und breit,
von anfang bis in ewigkeit. AMEN.

Calvin, Jean – Ich grüße dich, der du mein Heiland bist.

Ich grüße dich, der du mein Heiland bist,
Mein wahrer Bräutigam und einz’ger Christ.
Der für mich auf sich nahm
So viele Müh‘ und Gram,
So viele Angst und Pein:
O nimm aus meinem Herzen
All‘ eitle Schmerzen,
All‘ Sorg‘ und Bangesein.
Du bist der König an Erbarmen reich,
Der überall hat sein gewaltig Reich.
So hab‘ bei uns es auch,
Und übe Königsbrauch
Recht voll und ganz.
Erleuchte unsern Sinn,
Regier‘ uns, führ‘ uns hin
Bis in des Himmels Glanz.
Du bist das Leben, draus uns Leben fließt,
Das alle Kraft, all‘ Sein in sich beschließt.
So gib uns Trost und Halt
Gegen des Tods Gewalt,
Dass ohne Bangigkeit
Wir ihn erscheinen sehn,
Und durch sein Dunkel gehn,
Wann kommt die Zeit.
Du bist die Liebe, gründlich tief und wahr,
Die Sanftmut, die nie herb und bitter war,
O lehr‘ uns preisen,
Lieben und erweisen
Deine süße Güte.
Nimm zu dir ein,
Lass eines mit dir sein
Das Herz und das Gemüte.
Du bist des Friedens und der Hoffnung Bund;
In dir allein steht unsres Glaubens Grund.
So heg‘ und nähre
Und stärk‘ und mehre
Auch unser Hoffen,
Dass es viel tiefer geh‘
Als alles Leid und Weh‘,
Das uns betroffen.
Zu dir fleh’n wir, der Eva arme Kinder,
Verbannt, im Elend und der Not der Sünder.
Zu dir seufzen wir,
Vor dich bringen wir,
Womit wir beschwert sind.
Wir suchen Vergeben,
Wir bitten um Leben,
Obwohl wir’s nicht wert sind.
O treuer Mittler, der du uns vertrittst
Beim Vater, als Versöhner für uns bittst;
Wend‘ deines Auges Strahl
Zu uns ins dunkle Tal;
Zeig‘ uns in seinen Höhen
Den Vater und sein Reich,
Und lass mit dir zugleich
Uns sicher dahin gehen.
O Gnadenherr, Erbarmer, Sündenlamm,
Der gläub’gen Seelen holder Bräutigam,
Herr Jesus, unsre Hut,
Des Antichristes Wut
Stell dich entgegen.
Gib uns den Geist,
Der in dein Wort uns weist,
Der Wahrheit Segen.

Jans uyt den Briel, Anneken – EEn groote vruecht ist int gemeyn

Een Liedeken van Anneken van Rotterdam, Na de wijse:
Vanden 48. Psalm. Ofte, Geen meerder vruecht ter werelt en is.

EEn groote vruecht ist int gemeyn
Dat douders hare kinder cleyn
In Gods vreese opuoeden
Met onderwijsing in den Heer
Neerstich voorhoudende Gods leer
Sparen daer toe geen roeden.

Hoort hoe Anneken oorlof nam
Aen haren soon te Rotterdam
Als haer de doot aenstonde:
Esaia ontfangt v testament
Wilt hooren na de reden ient
Die gaen wt mijnen monde.

Siet der Propheten wech ick gae
Apostlen Martelaren nae
Drinck mee den Kelck ter stede
Dien sy gedroncken hebben voor
Christus self trat desen wech door
Dranck oock den Kelck mede.

Desen wech zijn door gepasseert
Die Coninclijcke Priesters weert
Die vanden Oosten quamen
En zijn de tijt der eewicheyt
Ingegaen door den wech bereyt
Droncken den kelck altsamen.

Sy gingen oock door desen pat
Die dooden die daer leggen plat
Onder de Altaers behoede
Die roepen en seggen: O Heer
Du warachtighe Godt, wanneer
Wreect ghy ws Dienaers bloede.

Hier door gaende met vroom gemoet
De vierentwintich Ouders goet
Staen voor den Stoel des Heeren
Sy werpen af haer Croonen fraey
Voort Lam, en hare Herpen draey
Vallen neer Godt ter eeren.

Door dien wech gingen si gemeyn
Al diet teycken Thau hadden pleyn
In haer voorhooft ontfangen
Vercoren zijnde wt alle saet
Der menschen, en so waer tLam gaet
Volgen sy zijne gangen.

Siet dese moesten in dit dal
Drincken den bitteren Kelck al
En so watter noch faelde
Aent getal Syons des Lams Bruyt
Dat wort Jerusalem beduyt
Die van den Hemel daelde.

Waer dat ghy van een hoopken hoort
Arm ende slecht, gestoten voort
Van die werelt verschouen
Daer wilt v altijt voegen by
En waer ghy hoort dat Cruyce sy
Daer is Christus van bouen.

Vreest geen menschen, v leuen strijct
Eer dat ghy vander waerheyt wijct.
V lijf gemaect van eerde
Al ist dat ghy verlieset dat
V heeft bereyt een beter vat
God des Hemels van weerde.

Heylicht v den Heere mijn soon
En heylicht uwe wandel schoon
Met den Heere te vresen
Eert uwen Godt aen allen cant
In al de wercken uwer hant
Sijn Naem laet zijn gepresen.

Deylt me v broot die honger heeft
Met wtgestorter herten geeft
Cleet naecten sonder toeuen
Tot eeniger tijt vertrect niet
Datter tweeuout by v sy yet
Altijt zijn diet behoeuen.

Al dat v die Heere toeleet
Bouen nootdruft vant aensichts sweet
Laet Gods volc daer af leuen
En verbeyt niet tot morgen toe
V werc sal God vermeeren soe
Den segen sal hy v geuen.

Alsmen duysent vijfhondert iaer
Negenendertich schreef daer naer
Liet Anneken haer Leuen
Sy is geweest een schoon voorbeelt
Dat welc aen veel Christenen feelt
Die haer tot God begeuen.

Het Offer des Heeren

Jans uyt den Briel, Anneken – Ick hoorde die Basuyne blasen

och een ander Liedt gemaeckt by Anneken N. Op de Wyse/ Na Oostlandt wil ick varen/ &c.

Ick hoorde die Basuyne blasen/
Seer verde hoortmen haer gheschal/
In Jerusalem/ in Edom/ in Basen:
Die Boden roepen over al/
Haer gheluyt is (na mijn versinnen)
Maeckt u op totter Bruyloft bereydt/
Alle die den Coninck beminnen/
Die Poort is open/ gaet daer binnen/
Verciert u/ treckt aen dat Bruylofts Kleydt.

O Zion reyn wtghelesen/
Hebdy haer stemme niet ghehoort/
En wilt nu niet wederhoorich wesen/
Maer wilt ontfanghen des Heeren Woort/
Ghy hebt ghenade verkreghen/
Neempt het waer/ t’wert u gheseyt:
Dus maeckt u op den weghen/
Eer ghy met Babel wert verslegen/
Haest u/ haest u/ ras/ sonder verbeyt.

Dat Teycken Tau wert nu ghegheven/
So Ezechiel int neghende staet:
Die knechten Godts werden nu beschreven/
Al die volbrenghen des Heeren raet:
O Zion besluyt u Verclaerden/
U ghetal is schier vervult/
Die haer leven niet en spaerden/
Unde ghecost sijn vander Aerden/
Dat Lam betaelt voor haer den schult.

O ghy Toorn Eder vercooren/
U ghulden Roose die compt met macht/
Wilt nu u Hooft opbooren/
Siet dat ghy sijn toecompst verwacht:
Waerom wildy ander Vreemden aenhanghen/
Of ghy desen Coninck niet kryghen solt/
Dat wee heeft u bevanghen/
Und u is also banghen/
Als een Vrouwe in baren menichfolt.

Den Draeck is ghecomen opter Aerden/
En is bevanghen met grooter nijt:
Die Vrouw die’t Manneken baerden/
Is hem benomen/ des verheft hy eenen strijt/
Om teghen haer Saet te vechten:
Maer sijt goets moets/en twijfelt niet/
Die Oude bedaechde compt te rechten/
Om t’oordel te houden van syne Knechten/
Hy sal-se verlossen van al haer verdriet.

Staet op O Zion wapent u Leden/
En maeckt u totten strijdt bereyt:
Want ghy moet eenen wech betreden/
Is maer eens Menschen voetstap breyt/
Haer inganck lecht int vernederen/
Daer ghy u Erfdeel sult ontfaen:
Versaecht u niet O ghy Teederen/
Voor den Aernt met sijn Vederen/
Hy sal u met synen Clauwen slaen.

O ghy Wachters tot Sion/ siet int verren/
My dunckt ick sie dat Swaert bereyt/
Doet u Basuynen noch een scherren/
Ofter noch yemant tot Sion in rusten leyt/
Op dat-se moghen ontwaecken/
Unde vanden slaep opstaen/
Dat-se haer onschult niet en maecken/
Als die Heere sal comen ter wraecken/
Die de wederspannighen sal verslaen.

O ghy boosen aart ghy wilt niet hooren/
U eynde sal seer Jammerlijck sijn:
Die Wachters seggen’t u te vooren/
Maer ghy maeckt u onschult alle wel fijn:
Den vreede stoot ghy buyten/
U bloet sy op u Hooft/
Die Poortier begint te sluyten/
Ghy sult daer blyven buyten/
Om dat ghy die Waerheydt niet ghelooft.

O moordadich Saet/ wat gaet ghy maecken/
Gheslacht van Cain ghy brengt ter doot/
En vermoort den Onschuldighen sonder saecken/
Het wert u noch vergolden in uwen schoot:
Die Doot compt tot u te te paerden/
Wy hebben u eynde ghesien/
Dat Swaert compt over der Aerden/
Dat ghy gheslaghen ende ghedoot sult werden/
Die Helle en suldy niet ontvlien.

Den tijt is hier om te mayen/
Want die boosheydt heeft die overhandt/
Daer en is schier gheen plaets om te sayen/
Het Oncruyt vervult dat dat gantsche Lant:
Die Somer is by na voorleden/
Men hoort der Trompetten ghepijp:
Die Verachters verachten den vreden/
T’is tijt die Persse te treden/
Slaet aen u Zeyssen den Oogst is rijp.

Die Heer sal alle Vogelen een maeltijt bereyden/
Te Bosra in Edom/ so Ick las/
Van’t Vleysch der Coningen en Princen beyden/
Compt ghy Ghevoghelt‘ versaemt u ras:
Wilt u van des Landts-Heeren vleysch voeden/
So sy deden/ wert hen ghedaen/
Maer ghy oprechte Christen sijt vroom van moede/
Wacht ghy u voeten te storten bloede/
Want dit loon sullen onse Roovers ontfaen.

Verblijt u met vreuchden unde Joechen/
Speelt op u Herpen een nieuwe Liet/
Wilt u in onsen Godt verhoechen/
Ghy alle die dese wraecke voorsiet:
Die Heer compt om te betalen/
Ende te wreecken ons aller bloet:
Sijn gramschap begint te dalen/
Wy verwachten die leste Schalen/
O Bruyt gaet u Heer en Coninck te gemoet/

Staet op Jerusalem wilt u bereyden/
Ontfanckt u kinderen all‘ ghelijck/
Wilt nu u Tenten wijt uytbreyden/
Aenschouwt u Croon/ ontfangt u Rijck/
Uwen Coninck compt om te bevryden:
Sijn loon brengt hy voor hem pleyn/
Hy sal hem in u verblyden/
Wy sullen sijn glorie sien in dien tyden/
Verblijdt u O Sion met Jerusalem reyn.

Het Offer des Heeren

Calvin, Jean – Furchtbar rauschest du hin.

Furchtbar rauschest du hin, o Zeit, mit gewaltigen Flügeln,
Trägst im Sturm davon Stützen und Schätze wie Laub.
Nimm sie dahin — Ein Kleinod wirst nimmer du rauben:
Hoffnung, das goldene Vließ gläubiger Kenntnis des Herrn.
Köstlicher Mantel, mit dem Elia die Wasser zerteilte,
Jeglichem fällt er anheim, der wie Elisa sein harrt.
Siehe, wir lachen mit ihm des zischenden Hohnes und Hasses,
Welchen die Schlange der Welt uns in das Angesicht speit,
Siehe, wir schreiten mit ihm zum Holzstoß mutig und heiter,
Welchen das wütende Rom unserer Sache gebaut.
Siehe, wir segnen mit ihm die Ströme des heiligen Blutes,
Welche der Mordlust Schwert ohne Erbarmen vergießt.
Über dem Zischen der Welt klingt hell die Stimme des Hirten,
Welche die Herde im Wort strafet und stillet und stärkt.
Über dem Holzstoß weht gar herrlich die Fahne des Herzogs,
Der sich vom Holze des Fluchs schwang auf den himmlischen Thron.
Über dem strömenden Blut entsprießt in saftigen Halmen
Eine für Wahrheit und Recht blühende, reifende Saat.
Ja, dies stehet uns fest, so tief wir selber in Ohnmacht
Jetzo liegen und Schmach unter der Gottlosen Druck:
Christus ist hie! Und schlägt im göttlichen Rate die Stunde,
Bricht er mit Macht hervor, nimmt er die Schaufel zur Hand,
Fegt seine Tenne er rein und sammelt in Scheunen den Weizen.
Aber in ewiger Glut wird er verbrennen die Spreu!
Dräue uns immer, o Zeit, und spottet uns, Stolze der Erde,
Hoch aus den Höhen erfüllt unsere Seelen der Sang:
Preiset mit Jauchzen die Rechte des Herrn in der Gläubigen Hütten,
Ewiglich ist sie erhöht, ewig behält sie den Sieg!