Brockhaus, Carl – Wer findet Worte, dir zu danken

Wer findet Worte, dir zu danken?
O Vater, deine Lieb ist groß,
ist unaussprechlich, ohne Schranken:
Du gabst den Sohn aus deinem Schoß.
Du gabst ihn hin, den eingebornen,
du sandtest ihn zu uns herab,
für deine Feinde, die Verlornen,
gabst du ihn hin in Tod und Grab.

O wohl uns, daß du voll Erbarmen,
daß du, o Gott, die Liebe bist,
daß wir in treuen Vaterarmen
so sicher ruhn durch Jesum Christ!
In ihm gabst du uns Heil und Leben,
ja, alles – o wer liebt so sehr!
Ein Gott, der seinen Sohn gegeben,
ein solcher Gott versagt nichts mehr.

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Brockhaus, Carl – Sel’ge Hoffnung! Du kommst wieder

Sel’ge Hoffnung! Du kommst wieder,
läßt die Glieder nicht zurück.
Bald verkünden neue Lieder
droben unser ew’ges Glück.
Dann ist jeder Wunsch erfüllt,
unser Sehnen ganz gestillt.

Ruhen werden dann die Glieder
ewig dort, vereint mit Dir.
Keine Trübsal kehret wieder,
keine Träne fließt wie hier.
Ewig fern ist alles Leid,
jedes Herz füllt Seligkeit.

Und anbetend wird dann singen
Deine teu’r erkaufte Schar,
Dir, dem Lamme, Ehre bringen,
Gott erheben immerdar.
Welch ein Glück, bei Dir zu sein!
Komm, o Jesu, führ uns ein!

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Brockhaus, Carl – O Liebe ohnegleichen

1. O Liebe ohnegleichen!
Kein Sinn kann je erreichen,
wie Du, o Herr, uns liebst.
Vergaßest Deine Schmerzen,
trugst die nur auf dem Herzen,
die Du so unaussprechlich liebst.

2. Dein Werk ist jetzt vollendet,
der Fluch ist abgewendet,
und Gnade uns gebracht.
Der Schuldbrief ist zerrissen,
befreit ist das Gewissen,
die Sünde ist zunicht‘ gemacht.

3. Jetzt pflegest Du die Deinen,
dass trostlos sie nicht weinen,
noch hier verlassen stehn.
Im Geist Du sie begleitest,
mit starker Hand sie leitest,
die hier durch Kampf und Leiden gehn.

4. Und Hoffnung, tief im Herzen,
macht stille sie in Schmerzen;
ihr Teil bist, Jesu, Du.
Bald enden alle Leiden,
und nie mehr wirst Du scheiden,
wenn sie gebracht zu Deiner Ruh‘.

5. O Liebe ohnegleichen!
Kein Sinn kann je erreichen
die Fülle, die Du gibst.
Selbst Engel werden stehen
und voll Anbetung sehen,
wie Du, o Herr, die Deinen liebst.

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Brockhaus, Carl – O Jesu, Name ohnegleichen

O Jesu, Name ohnegleichen,
voll Gnade, Trost und Lieblichkeit!
Anbetend sich die Engel neigen,
bewundern Deine Herrlichkeit.
Der Gottheit Fülle wohnt in Dir,
in Dir sind auch vollendet wir.

Du bist uns alles: unsre Stärke,
Erlösung, Weisheit, Licht und Kraft.
Du bist die Quelle aller Werke,
die Deine Gnade in uns schafft.
Ja, was wir haben, was wir sind,
in Dir nur seinen Ursprung find’t.

Und Deine Liebe unvergleichlich
erfüllet allen Mangel hier.
Sie strömt in Kampf und Not so reichlich,
so mild auf uns herab von Dir.
Und weigerst Du uns je ein Teil,
so ist es nur zu unserm Heil.

Drum mag hienieden alles weichen:
in dieser Welt gibt nichts uns Ruh’.
Was wär’ auch Dir wohl zu vergleichen?
Des Segens Fülle bist nur Du!
O Reichtum, wir besitzen Dich,
Du bleibest unser ewiglich!

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Brockhaus, Carl – Jesus lebt! Er hat gesiegt

1. Jesus lebt! Er hat gesiegt.
Wer kann seinen Ruhm verkünden!
Meine Sünd’ im Grabe liegt,
keine Schuld ist mehr zu finden.
Ja, er lebt, ich sterbe nicht,
denn sein Tod war mein Gericht.

2. Jesus lebt! Er lebt für mich,
nie kann ich verlassen stehen.
Er, der mich erwarb für sich,
lässt nur Lieb’ und Gnad’ mich sehn.
Ob der Feind sein Haupt erhebt,
dieses bleibt: Mein Jesus lebt.

3. Ja, du lebst, du bist gekrönt,
hast den Himmel eingenommen;
und nach dir mein Herz sich sehnt,
bis ich werde zu dir kommen,
bis ich schau dein Angesicht,
o welch sel’ge Zuversicht!

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Brockhaus, Carl – Herr, Dir sei Preis!

Herr, Dir sei Preis! Du bist herabgekommen,
du suchtest mich, hast mich dem Tod entnommen.
Nur Leben seh ich, seh ich, Jesu, dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

Herr, dir sei Preis! Du hast dich hingegeben,
Verlornen weihtest du dein teures Leben.
Nur Liebe seh ich, seh ich, Jesu dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

Herr, dir sei Preis! Du hast dein Blut vergossen,
für meine Sünden ists am Kreuz geflossen.
Versöhnung seh ich, seh ich, Jesu dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

Herr, dir sei Preis! Dein Werk ist ganz vollendet,
Gerechtigkeit hat mein Gericht beendet.
Nur Gnade seh ich, seh ich, Jesu dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

Herr, dir sei Preis! Wall ich auch noch hienieden,
ich wall mit dir, genieße deinen Frieden.
Erquickung seh ich, seh ich, Jesu dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

Herr, dir sei Preis! Du bist vorausgegangen,
ich schau dir nach mit sehnlichem Verlangen.
Nur Hoffnung seh ich, seh ich, Jesu dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

Herr, dir sei Preis! Bald stillest du mein Sehnen,
wirst mich mit allen Heilgen zu dir nehmen.
O selge Freude! Seh ich, Jesu dich.
Ich preise dich! Ich preise dich!

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Brockhaus, Carl – Gott, Dich würdig zu verehren

1. Gott, dich würdig zu verehren,
reicht die Ewigkeit nicht hin.
Mög schon hier dein Lob sich mehren,
ganz erfüllen Herz und Sinn!

2. Deine Gnade an uns dachte,
eh der Welten Grund gelegt.
Deine Liebe uns bewachte,
seit uns diese Erde trägt.

3. Doch am hellsten strahlt die Sonne
deiner Gnad und Lieb, o Gott,
als du Jesus, deine Wonne,
gabst für Sünder in den Tod.

4. Kannst du Höhres je uns geben,
kann noch Liebe größer sein?
Und wir sollten unser Leben
dir, o Gott, nicht völlig weihn?

5. Die wir Ruhm und Ehre bringen,
Dank, Anbetung allezeit.
Ewig werden wir besingen,
Gott, dein Lob in Herrlichkeit.

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Brockhaus, Carl – Freund der Deinen

Freund der Deinen!
Bald dann weinen
Gottes Pilger nicht mehr hier.
Du kommst wieder,
steigst hernieder,
nimmst hinweg all Deine Glieder,
führest sie hinauf zu Dir!

Welche Freude
hier im Leide
gibt uns diese Hoffnung schon!
Doch erhoben,
werden droben
wir Dich ewig lieben, loben,
jauchzen stets vor Deinem Thron.

Diese Erde
voll Beschwerde,
hat nichts mehr für unser Herz.
Uns erquicket
und beglücket,
was der Glaube dort erblicket,
wo beendet jeder Schmerz.

Allen Proben
bald enthoben,
werden dort wir schauen Dich.
Und am Throne
wird die Krone
den Bewährten dann zum Lohne,
und sie ruhen ewiglich.

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Brockhaus, Carl – Du, Herr, verläßt mich nicht

Du, Herr, verläßt mich nicht.
Auf Dich mein Herz allein vertraut,
mein Auge glaubend auf Dich schaut.
Du bist mein Heil, mein Licht,
mein Fels mein sichrer Hort.
Bin ich versucht, gibt’s Not und Leid,
Du bleibst mein Trost, mein Arm im Streit,
mein Licht am dunklen Ort.

Ich weiß, daß Du mich liebst.
Bist mir in jeder Lage nah‘,
wohin ich gehe – Du bist da,
ja, Du mir alles gibst.
Ich überlaß mich Dir;
denn Du, Herr, kennst mich ganz und gar
und führst mich sicher, wunderbar,
und bist selbst alles mir.

In dieser Wüste hier
find’t nirgend meine Seele Ruh‘,
Denn meine Ruh‘ bist, Jesu, Du.
Wohl mir, ich geh‘ zu Dir!
Bald wird ich bei Dir sein
bald mit den Deinen ewiglich
anbeten, loben, preisen Dich,
mich Deiner stets erfreuen.

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