Browsed by
Schlagwort: Danklied

Franck, Johann – Danklied

Franck, Johann – Danklied

Alle Welt, was lebt und webet,
und in Feld und Häusern ist,
was nur Stimm‘ und Zung‘ erhebet,
jauchze Gott zu jeder Frist,
diene ihm; wer dienen kann,
komm‘ mit Lust und Freud‘ heran.

Sprecht: der Herr ist unser Meister;
er hat uns aus nichts gemacht,
er hat unsern Leib und Geister
an das Licht hervorgebracht.
Wir sind seiner Allmacht Ruhm,
seine Schaaf‘ und Eigenthum.

Gehet ein zu seinen Pforten,
geht durch seines Vorhofs Gang;
lobet ihn mit schönen Worten,
saget ihm Lob, Preis und Dank;
denn der Herr ist jederzeit
voller Gnad‘ und Gütigkeit.

Gott des Himmels und der Erde,
Vater, Sohn und heil’ger Geist,
daß dein Ruhm bei uns groß werde,
Beistand selbst und Hülf‘ uns leist‘.
Gieb uns Kräfte und Begier,
dich zu preisen für und für.

Geistlicher Liederschatz
Sammlung der
vorzüglichsten geistlichen Lieder für
Kirche, Schule und Haus
Berlin, bei Samuel Elsner
Gedruckt bei Trowitzsch und Sohn
1832

unbekannt – Nach dem Tisch zu singen.

unbekannt – Nach dem Tisch zu singen.

SIngen wir auß hertzen grund,
loben Gott mit unserm mund,
Wie er seine güt an uns beweist,
so hat er uns auch gespeist,
Wie er Thier und Vögel ernert,
so hat er uns auch beschert,
welchs wir jetzundt haben verzert.

Loben wir jn als seine Knecht,
das sind wir jhm schuldig von recht,
Erkennen, wie er unns hat geliebt,
den Menschen auß genaden gibt,
Das er von bein, fleysch und von haut
artlich ist zusamen gebawt,
das er des tages liecht an schawt.

Als bald der mensch sein leben hat,
seine Kuchen vor ihm stat,
Inn dem leyb der Mutter sein
ist er zu gerichtet fein,
Aber es ist ein kleines kindt,
mangel doch an nirgent es findt,
biß es an die Welte kümpt.

Gott hat die Erden zugericht,
lest an narung mangeln nicht,
Berg und thal die macht er naß,
das dem Vieh auch wechst sein graß,
Auß der Erden Wein und Brodt
schaffet Gott und gibts jm satt,
das der Mensch sein leben hat.

Das Wasser das muß geben Visch,
die lest Gott tragen zu Tisch,
Eyer, von Vögelein gelegt,
werden junge drauß geheckt,
Müssen der Menschen speyse sein,
Hirschen, Bären, Rinder und Schwein
schaffet Gott und gibts allein.

Dancken wir sehr, bitten wir ihn,
das er gebe des Geistes sinn,
Das wir solches recht verstehn,
stets nach seynen geboten gehn,
Seinen Namen machen groß,
inn Christo on unterloß,
so singen wir recht das Gratias.

Amen.

Quelle

Speratus, Paul – Eyn dancksagung nach der predig.

Speratus, Paul – Eyn dancksagung nach der predig.

1. Gelobet sey Got, unser Gott,
das er uns gespeyset hat
mit seynem wort, der seelen brott;
wer gleubt daran, sicht nicht den todt.
Alleluia, Alleluia,
Nun lobet got, alleluia.

2. Gelobet sey Christ, unser trost,
den es hat seyn leben kost,
das uns nicht schat der sunden roßt,
seyn wort ist uns eyn süsser most.
Alleluia, Alleluia.
Nun lobet got alleluia.

3. Gelobet sey der heylig geyst,
ach das er uns gnaden leyst;
die drey wir bitten allermeyst,
mit that der glawb werd wol beweyßt.
Alleluia, Alleluia,
Nun lobet got, alleluia.

Cosack – Paul Speratus

Harms, Claus – Danklied

Harms, Claus – Danklied

Nun danket alle Gott!
dieß ist ein Tag zum Danken.
Die Wolken teilen sich
und unsre Sorgen sanken.
Gewiß, das kam vom Herrn;
verkündiget sein Thun!
Mein Psalm, geh du voran
und lehr uns danken nun.

Nun danket alle Gott!
er hat uns zugemeßen!
Obs hie und da noch fehlt,
wird heute ganz vergeßen.
Die Bitten sind verstummt,
die Seufzer noch viel mehr,
das frohe Herz erscheint
mit Preis, Dank, Lob und Ehr.

Nun danket alle Gott
und keiner bleib zurücke,
Hat jedermann ja teil
an dem erfahrnen Glücke.
Erfreute Brüder kommt
und stellt euch denn zu hauf.
Wir singen unsern Dank
zu dir, o Gott, hinauf!

Nun danket alle Gott!
ihm,Gott, ihm gebt die Ehre!
Wie möcht es um uns stehn,
wenn er nicht kommen wäre!
Du bist es denn allein,
dem unser Opfer flammt.
Wirf, Herz, dich selber drein,
daß höher es noch flammt.

Kraus – Geistliche Lieder im 19. Jahrhundert

Tersteegen, Gerhard – Danke dem Herren, o Seele

Tersteegen, Gerhard – Danke dem Herren, o Seele

1.) Danke dem Herren, o Seele,
Dem Ursprung der Güter.
Der uns erquicket die Leiber
Und stärkt die Gemüter.
Gebet ihm Ehr‘!
Liebet den Gütigen sehr!
Stimmet an dankbare Lieder!

2.) Du hast, o Güte,
Dem Leibe die Notdurft bescheret:
Lass doch die Kräfte im Guten
Nur werden verzehret.
Alles ist dein,
Seelen und Leiber, allein:
Werd auch durch beide geehret.

3.) Lass deinen Lebensgeist
Kräftig und tief uns durchdringen
Und uns ein göttliches Leben
Und Heiligung bringen,
Bis einst wird sein
In uns dein Leben allein.
Jesu, du kannst es vollbringen.

4.) Gütigster Hirte,
Du wollest uns stärken und leiten
Und zu dem himmlischen Mahle
Recht würdig bereiten.
Bleib uns hier nah,
Bis wir dich ewig allda
Schmecken und schauen in Freuden.

Spangenberg, Johannes – Ein Dankliedlein für das Leiden Christi.

Spangenberg, Johannes – Ein Dankliedlein für das Leiden Christi.

Ehr sei dir, Christe, der du leidest Noth,
An dem Stamm des Kreuzes für uns den bittern Tod,
Und herrschest mit dem Vater in der Ewigkeit;
Hilf uns armen Sündern zu der Seligkeit,
Kyrieleison.

Nu ist die Werlet alle zu Gott
Worden froh, daß er uns erlöset hat
Von der Helle mit seinem heilgen Blute.
Er leid so große Marter für unser Schulde.
Kyrieleison.

Mützell – Geistliche Lieder der evangelischen Kirche aus dem sechszehnten Jahrhundert

Waldis, Burcard – Psalm CL.

Waldis, Burcard – Psalm CL.

Ein Lob- und Dankpsalm, daß Gott sein Kirch erhält, den Herren Christum und sein Wort uns geben hat.

Lobt Gott in seinem Heiligthum,
Ihr Christen hie auf Erden,
Sagt ihm Lob, Dank Preis, Ehr und Ruhm,
Sein Wort verbreit muß werden,
Sein Wunderthat, dadurch er hat
Sein Macht uns wollt beweisen,
Sein Herrlichkeit zu preisen,

Daß er Christ, seinen lieben Sohn,
Für unser Sünd hat geben,
Durch den wir Gnad beim Vater han,
Durch seinen Tod das Leben,
Von Sünden fein die Gwissen rein
Fröhlich für Gott zu treten,
Abba zum Vater beten,

Daß solchs sein Wort verkündet werd
Bei allen Menschen Kinden,
Sich vom Anfang zum End der Erd
All Völker zu ihm finden.
Was Athem hat, laß solche Gnad
Mit Lob und Dank erklingen
Und Halleluja singen.

unbekannt – Ein Geistlich Lied und Dancksagung vor das Leiden Christi

unbekannt – Ein Geistlich Lied und Dancksagung vor das Leiden Christi

welche die Kirch in der Charwochen sonst pflegt zu singen.

(Geistlich Lieder und Psalmen rc. durch Joh. Leisentrit. Budissin 1567. 8. L. fol. 96.)

WIr danken dir, lieber HErre,
der bitter Marter dein
Heut und ummer mehre,
das du uns hast aus pein
Erlöst gar mildiglichen:
wir weren verlorn,
Gott Vatter hat entwichen
sein ewigen zorn.
Kyrieeleison.

Christ, König, Schöpffer lobesam,
der reinen Jungfraw kindt,
Wie bitter die Juden gram
auff dich gefallen sind,
Das sie dich haben gefangen
als einen bösen man
mit Schwertern und mit Stangen:
du woltests also han.
Kyrieeleison.

Eya der grossen liebe,
die dich gebunden hat
Gar hart als einen diebe,
mensch und warer Gott!
Du hast uns, Herr, gegeben
mit deinem blut so roth
das Himmelische leben,
danck sey dir, warer Gott.
Kyrieeleison.

Son Gottes in der ewigkeit,
aller welt ein Trost,
Von deines todes bitterkeit
du blut geschwitzet hast,
Das dir gar krefftiglichen
drang durch dein gewand;
du kamst gar mildiglichen
in deiner feinde handt.
Kyrieeleison.

Eya der grossen unthat!
dein Angsicht, HErre, zart
mit speichlen und mit unflat
gar fast geunehrt ward,
Da du für gerichte
gebunden wardest bracht,
da ward vill falsch gedichte
auff dich, Herr, erdacht.
Kyrieeleison.

Der arge Bischoff Annas
der erste Richter was,
Und der schendlich Caiphas,
der auch zu Richten saß,
Von dem du, lieber Herre,
geschlagen wardest sehr,
das solten wir dir dancken
heut und ummer mehr.
Kyrieeleison.

O Du armer Judas,
was hastu gethan,
Das du unsern Herren
also verrathen hast!
Darumb mustu leiden
hellische pein,
Lucipers geselle
mustu ewig sein.
Kyrieeleison.

Hermann, Nikolaus – Danket dem Herrn

Hermann, Nikolaus – Danket dem Herrn

Danket dem herren heut und allezeit,
denn groß ist seine güt und miltigkeit,
alles fleisch er speiset und erhelt,
denn sein geschöpf im wol gefelt.

Wenn über uns sein angesicht uns leucht,
der regen und tau die erd befeucht,
alsdenn wechst alles laub und gras,
sein werk treibt er on unterlaß.

Sobald der herr auftut sein milde hand,
so wechst die fülle in allem land,
daß sich des freuet jederman,
kein mensch noch vieh darf mangel han.

Er hat kein lust zu eim starken helt,
kein pracht noch macht im wolgefellt,
im liebt, daß man in fürcht und traut,
wer auf in hofft, hat wol gebaut.

Billich wirt er von uns gepreist,
daß er uns so reichlichen speist.
o vater, für dein gütigkeit
sagen wir dir dank in ewigkeit.

Ach herr, gib uns ein fruchtbar jar,
den lieben kornbau uns bewar,
für teurung, hunger, seuch und streit
bewar uns, herr, zu diser zeit.

Unser lieber vater du bist,
weil Christus unser bruder ist;
drumb trauen wir allein auf dich
und wollen dich preisen ewiglich.

Ach bleib bei uns, herr Jesu Christ,
weil es nu abent worden ist,
dein wort, o herr, das ewig liecht,
laß ja bei uns ausleschen nicht.

Er, lob und dank mit hohem preis
für disen trank und dise speis,
die uns der lieb und freundliche Got
aus gnaden jezund mitgeteilet hat!

Denn er ist freundlich und sein genad,
sein güt und treu kein ende hat,
der da erneret alles fleisch,
der seim geschöpf sein hülf beweist,

Der alle tier, fleisch und vöglein
mit seiner güt erhelt allein.
wenn der alt rab sein jung verleßt,
so speist sie Got in irem nest.

Er hat kein lust an rosses sterk,
gibt auch gar nicht auf stolze werk;
allein dem ist er lieb und wert,
der auf sein güte wart und ert.

Wir danken dir vater, herr und Got,
daß du uns speisest in hungers not,
durch unsern herren, Jesum Christ,
der unser heiland und erlöser ist.

Amen.

Goedeke/Tittmann – Deutsche Dichter des sechszehnten Jahrhundert

Selneccer, Nikolaus – Danket dem Herrern unserm Gott

Selneccer, Nikolaus – Danket dem Herrern unserm Gott

1. Danket dem Herrern unserm Gott,
dir euch allzeit errettet.
Singt Hallelujah früh und spät,
kommt her, den Herrn anbetet.
Er ist freundlich von großer Güt,
Ewig wird seine Gnade,
er als ein Vater uns dies Zweck
daß uns nichts könne schaden.

2. Er hat euch all zusammen bracht
vom Aufgang und vom Morgen,
Vom Süd, von West, von Mitternacht,
und tut euch all versorgen.
Die In der Wüsten nah und weit
kein Statt noch Herberg gfunden
vertrieben Sie zogen daher,
kein Speis sie haben funden.

3. Hungrig und durstig, bald verschmacht,
zum Herrern herzlich beten:
Er bald sie hört, zu recht auch bracht,
tat sie gewaltlich erretten.
Gab in nach aller Notierung gnug,
daß sie kein Leid mehr schwächte
half Ihnen aus mit guten Sug
und gab in neue Kräfte.

4. Die solln dem Herrern dankbar sein
um seine Güt und Wahrheit,
Daß er gibt Speiß beid groß und klein,
daß sie sich alle freuen,
Daß er dem Nächsten gibt sein Kleid
und Tut die Hungrigen speisen,
uns zu erquicken ist bereit,
Tut all Gnad beweisen.

5. Gefange Leut in Finsternis,
verschuld durch große Sünde,
Da sie Gaben manch Ergernis,
gehaßt und gebunden,
Weil sies Gsetz des höchsten Gott
geschendet hatten, in ihren Not,
taten Sie bald genesen.

6. Die Narren so wurden gestraft
um ihrer Sünde willen,
Daß sie verloren all ihr Kraft,
könnten kein Schmertz nicht stillen,
Es ekelt ihr für Speis und Trank,
sie könnt sie auch niemand retten,
lagen gar matt, warren Totkrank
um ihr groß übertretten.

7. Die Worte all durchs Kreuz glehrt
bei Gott um Gnad zu schreien
Und wenn sich jemand zu Gott bekehrt,
so tritt er bald gediehen:
Er macht sie Gsund, gab ihm sein Wort,
sein Sohn er zu ihn sämtlich,
daß sie nicht sterben in der Not,
erlöst aus schweren banden.

8. Die ihren Handel trieben weit
und auf den Waffen führen,
Mit großem Gfahr auf wilden Meer
und Gottes Macht erfuren:
Ihr Leben an sidnen Faden war,
für großer Angst sie zagen,
da war kein Zorn bei ihr all gar,
ihr Lieb und Güt sie wagen:

9. Da sie schreien zum Herrn Gott
in ihrem Elan bitter,
Daß er dem Meer gebeten woll
und stiller das Unwetter,
Wurden sie bald erhört all,
kamen aus allen Nöten:
darum sie singen Lob und Schall:
das Meer sie lehret beten.

10. Die welchen ihre Wasserquelle,
ihr Bach nicht mögen stieben,
Wird alles dürr, versieget schnell,
daß man nichts kann genießen,
Von Wegen das viel Sünde groß
werden stettigs behangen
Und Sicherheit an unterlaß
fehrt fort nimmt über die Hände:

11. Daher groß Teuerung, Hunger, Klag
entsteht und ist kein Freude,
Niemand sich da ergötzen mag
und ist alles voll Leid.
Wenn man aber zum Herrern schreit,
so gibt er seinen Segen,
das alles Wieder sein gedeiht
gibt Glanz und gnädig Regen.

12. Die mit Tyrannen werden gplättet,
geengstiret und gezwungen,
Und haben kein Rettung noch Macht,
werden gar sehr gedrungen:
Bald so man sich zum Herrn kehrt,
erreitet er die Armen,
den Jurist und Tyrananen verwehrt,
tut sich der sein erbarmen.

13. Solchs werden alle nützen sehen
und dich des hertzlich freuen
Daß soche Ding all sind gesheit,
werden auf Gott vertrauen,
Der solche groß Wohltat tut
allein durck der seinen Namen,
aus lauter Gnad und großer Güt,
des Singen wir fröhlich. Amen.