Sachs, Hans – Der LVIII. Psalm

Ein gulden kleynot Dauids, hoch zuo singen.

WOlt ir dann nit reden eyn mal
das warhafft und gerechte,
Und richten nach geleicher wal,
jr menschen kinder sechte?
Ewr hertzen geent mit unrecht umb,
ewr hendt sind freuel umb und umb
Gantz nach gotloser arte.

Die gotlosen entpfrembden sich
von muter leyb als langen,
Die lügen reden irren sich,
jr wüten gleycht der schlangen,
Als die Atter zu stopfft jr or,
das sie des zaubrers stimm nit hör,
Der sie kan wol beschweren.

Got jr zeen in dem maul zerbrich,
herr, brich die backen zeene
Der jungen löwen schnelliglich,
so werden sie vergene
Wie wasser, dz fleüsset dahin!
mit jren pfeylen zilens jn,
Aber sie werden feylen.

Sie vergehen, wie ein schneck verschmacht,
wie ein unzeytig früchte
Eins weybes werden sie geacht,
die sunnen sehens nichte:
Ehe man ewr dorn spürt an dem strauch,
wirt sie der zorn weck reissen auch,
Weil sie sind frisch und junge.

Dann wirdt sich frewen der gerecht,
wenn Got solche rach thute,
Und wirt seinen ganck baden schlecht
in des gotlosen plute,
Das die leut werden sagen da:
der grecht wirdt sein geniessen ja,
Got ist Richter auff erden.

Wackernagel – Das deutsche Kirchenlied von Martin Luther bis auf Nicolaus Herman und Ambrosius Blaurer

Krummacher, Friedrich Adolf der Ältere – Die dunklen Schatten fliehen

Die dunklen Schatten fliehen,
Der Morgenhimmel glänzt;
Der Berge Spitzen glühen
Vom jungen Licht umkränzt.
Sey uns gegrüßt, du holdes Licht!
Du säumest, doch verläßst uns nicht.

Das Gute kommt von oben;
Da wohnt des Lichtes Quell!
Wo Morgenstern‘ ihn loben,
da ist es ewig hell.
Wir wandeln hier im dunkeln Thal;
Doch leuchtet uns des Himmels Strahl.

O Vater, sende Segen
Auf deiner Kinder Schaar!
Uns leucht‘ auf dunklen Wegen
Dein Antlitz immerdar.
Erhebe du dein Angesicht,
Verlaß uns nicht, verlaß uns nicht!

Rambach – Anthologie christlicher Gesänge aus allen Jahrhunderten der Kirche

Krummacher, Friedrich Adolf der Ältere – Heil uns! des Vaters Ebenbild.

Heil uns! des Vaters Ebenbild,
Der droben herrlich thronet,
Hat hier auf Erden hehr und mild
Gewandelt und gewohnet;
Und seine Huld und Herrlichkeit
Umhüllt‘ ein schlichtes Pilgerkleid.

Er kam von seines Himmels Höhn,
Die Erde zu erlösen,
Voll Gnad‘ und Wahrheit, wunderschön
Sein Wort, sein Blick, sein Wesen!
Ein stiller Glanz, ein himmlisch Licht
Umfloß sein menschlich Angesicht.

Er gieng im Land‘ umher, sein Herz
Voll Lieb‘ und voll Erbarmen –
Erheiterte den stummen Schmerz,
Und tröstete die Armen;
Er sah die Unschuld freundlich an,
Und Kindlein durften ihm sich nahn.

Ihm gieng, den Säugling in dem Arm,
Die Mutterlieb‘ entgegen;
Frohlockend hüpft‘ ein bunter Schwarm
Von Kindlein an den Wegen;
Und Jesus stand und sah in Ruh
Dem fröhlichen Gewimmel zu.

Da wies ein Jünger sie zurück,
Da standen sie beklommen –
Er aber sprach mit mildem Blick:
O laßt sie zu mir kommen,
Und seyd auch ihr den Kindlein gleich!
Denn ihrer ist das Himmelreich!

Und sieh! die Kindlein säumten nicht,
Und nahten voll Vertrauen.
Er neigete sein Angesicht,
Sie freundlich anzuschauen,
Hob sie empor auf Arm und Knie,
Und segnete und herzte sie.

Und wenn er nun von dannen gieng,
Da flossen manche Thränen,
Und manches trübe Auge hieng
An ihm mit stillem Sehnen,
Und flehete mit frommem Blick:
Ach, kehre bald zu uns zurück!

O du erhabner Kinderfreund,
Einst kommst du herrlich wieder.
Dann blicke, wenn dein Tag erscheint,
Auch segnend auf uns nieder.
Dann leit‘ auch uns an deiner Hand,
Du treuer Hirt, ins Vaterland!

Rambach – Anthologie christlicher Gesänge aus allen Jahrhunderten der Kirche

Krummacher, Friedrich Adolf der Ältere – Lobt den Herrn!

Lobt den Herrn! Er ist die Liebe,
Er verläßt die Seinen nicht.
Blickt auch unser Auge trübe,
Freundlich strahlt sein Angesicht.

Lobt den Herrn! Er ist voll Milde!
Nach des Wetters schwüler Nacht
Glänzen schöner die Gefilde
Und des Regenbogens Pracht!

Lobt den Herrn! Von seinem Regen
Duftet lieblicher die Au,
Und erfüllt von seinem Segen
Steht gebückt die Blum‘ im Thau!

Lobt den Herrn! Auch wenn wir weinen,
Siehet uns sein Angesicht.
Er verlässet nicht die Seinen;
Vater! du verläß’st uns nicht.

Lobt den Herrn! Es fallen Thränen
Auf des Erdenpilgers Pfad!
Aber unter stillem Sehnen
Reift des Himmels ew’ge Saat!

Rambach – Anthologie christlicher Gesänge aus allen Jahrhunderten der Kirche

Scharnschlager, Leupold – Von der Liebe

Ein ander schön Lied, von der Liebe, Liebpolt Schornschlager. Im Thon: Was wolln wir aber heben an, von einem Fürsten Lobesan.

DIe Lieb ist kalt jetzt in der Welt,
Ihr weder Jung noch Alt nachstellt,
Zu grund will sie gantz fahren,
So sie doch ist des Gsetzes End,
Wer die recht wüßt, auch Gott erkendt,
Würd auch bald neu gebohren.

Freundlich ist sie zwar in gedult,
Ohn eyffer nimmt hin alle Schuld
Auff sich mit gantzem Willen;
Sie widerstreit noch zancket nicht,
Bläht sich nit weit, ist Langmuths sitt,
Thut allen Hader stillen.

Hat züchtig Berd, nit schamper redt,
Stellt sich nit schwer, mäßt das Gespött,
Thut auch nit eignes suchen,
Nicht bitter ist, noch zornig gech,
Daß alle Ding zum guten sprech,
Enthält sich alles fluchen.

Des Unrechts freut sie sich gar nit.
Am Argen und auch am Unfried
Hat sie gar kein Gefallen,
Der Warheit gschwindt freut sie sich sehr,
Deckt zu die Sünd, und hält die Lehr
Und Gotts Befehl in allen.

All Ding sie duldt und gern verträgt,
Niemand beschuldt, aber bewegt
All Sach nach rechtem Gmühte,
Sie vertraut all Ding und hoffet alls,
Dult ist ihr ring, streckt dar den Hals,
Daß sie Unfried verhüte.

Gantz nimmermehr die Lieb vergeht,
Hört alls auff sie allein besteht,
Kan uns zur Hochzeit kleiden.
Gott ist die Lieb, die Lieb ist Gott,
Hilfft spath und früh aus aller Noht,
Wer mag uns von dir scheyden?

All Kunst bläht auff, die Lieb nur baut,
Geht alls zu hauff, was sie nit schaut,
Und ordentlich regieret;
O Lieb! O Lieb! mit deiner Hand,
Führ uns mit dir am Liebesband,
Dann falsche verführet, Amen.

Starck, Johann Friedrich – Gebet um ein frommes Herz.

Gieb mir ein frommes Herz, Du Geber aller Gaben!
Das soll mein Reichthum seyn, Den ich begehr‘ zu haben.
Das soll seyn meine Zier, Mein Ruhm und schönster Pracht;
Denn fromm seyn, wird bey Gott Und Menschen hochgeacht’t.

Gieb mir ein frommes Herz In allem meinem Denken.
Wenn sich mein eitler Sinn Auch will zum Bösen lenken,
Ach! schrecke mich doch ab Von der Gottlosen Steg,
Und führe mich, o Gott, Den rechten Himmels-Weg.

Gieb mir ein frommes Herz! Wenn man mich will verführen,
Ach! so laß deinen Geist Mein Herze kräftig rühren.
Gieb, daß ich nimmermehr Auf bös Exempel seh,
Vielmehr, o Jesu! dir, Wie du vorgehst, nachgeh.

Gieb mir ein frommes Herz, Wenn ich viel Böses höre,
Daß die Gewohnheit nicht Mich auch zuletzt bethöre.
Schleuß meine Ohren zu, Gieb deinem Worte Kraft,
Das sagt: Du forderst auch Von Worten Rechenschaft.

Gieb mir ein frommes Herz, Wenn ich die Welt betrachte,
Daß ich die Eitelkeit Und Sündenlust verachte.
Es muß die schnöde Welt Mit ihrer Lust vergeh’n;
Den Frommen aber bleibt Der Himmel offen steh’n.

Gieb mir ein frommes Herz, Daß ich fromm sey und bleibe,
Und nur, was dir gefällt, In meinem Leben treibe.
Heut fromm seyn, morgen bös, Und so in Wankelmuth
Bald Guts, bald Böses thun, Stürzt in die Höllen-Gluth.

Gieb mir ein frommes Herz, Daß ich nicht von dir weiche,
Und daß ich nicht der Welt In ihren Sünden gleiche;
Ich will von ihrem Thun Mich sondern gänzlich ab,
Und in der Frömmigkeit Beharren bis ins Grab.

Gieb mir ein frommes Herz, So wird mirs auch wohl gehen;
Du wirst mein Beystand seyn, Wenn Unglücks-Winde wehen.
Den Frommen ist ja Gnad‘ Und Hülfe zugesagt,
Wenn die verdiente Straf‘ Der Bösen Rotte plagt.

Gieb mir ein frommes Herz! So kann ich selig sterben,
Und als ein Gottes-Kind Das Himmelreich ererben.
Im Himmel wird ja einst Die Frömmigkeit gekrönt,
Die auf der Erden nur Von Bösen wird verhöhnt.

Gieb mir ein frommes Herz! Wenn du mir das wirst geben,
So will ich dankbar seyn In meinem ganzen Leben!
So wird mein Herz und Sinn Sich lenken Himmelwärts;
Drum bitt ich noch einmal: Gieb mir ein frommes Herz!

Rambach – Anthologie christlicher Gesänge aus allen Jahrhunderten

Thomas von Kempen – Canticum de patientia servanda. (Lied von der Geduld).

Adversa mundi tolera
Pro Christi nomine.
Plus nocent saepe prospera
Cum levi flamine.

Quum a multis molestaris,
Nihil perdis, sed lucraris.
Patiendo promereris,
Multa bona consequeris.

Nam Deum honorificas,
Et angelos laetificas,
Coronam tuam duplicas,
Et proximos aedificas.

Labor parvus est et brevis vita,
Merces grandis est, quies infinita.
Toties martyr Dei efficeris,
Quoties pro Deo poenam patieris.

Patiendo fit homo melior,
Auro pulchrior, vitro clarior,
A vitiis purgatior,
Virtutibus perfectior.

Jesu Christo acceptior,
Sanctis quoque fimilior,
Hostibus suis fortior,
Amicis amabilior.

In Domino semper spera,
Age recta, profer vera.
Coram Deo te humilia,
Et gratiam invenies.
Ama pauca et fimplicia,
Et pacem bonam reperies.

Dulde, Christ, des Lebens Leiden,
Dich dem Herren ganz zu weihn.
Besser sind sie oft, als Freuden
Und des Glückes Sonnenschein.

Ob sie noch so schwer dich drücken,
Sind sie doch für dich Gewinn;
Dulden führet zum Entzücken
Und der Schmerz zur Wonne hin.

Duldend lernst du Gott vertrauen,
Und die Sel’gen freun sich dein,
Lernest Andere erbauen,
Und dich selbst dem Himmel weihn.

Wie das Gold bewährt durchs Feuer,
Wird durch Trübsal auch dein Herz.
Besser und von Fehlern freyer
Machet dich des Lebens Schmerz.

Du erlangst bey Jesu Gnade;
Seinen Heil’gen wirst du gleich,
Wirst auf dornenvollem Pfade
Immer mehr an Tugend reich.

Flücht’gem Schmerze folgt die Krone,
Kurzem Kampfe ew’ger Sieg;
Zu der treuen Zeugen Lohne
Führet Gott durch Leiden dich.

Drum in deinem ganzen Leben
Hoff‘ auf ihn, sey fromm und rein.
Hast du hier dich Gott ergeben,
Gehst du dort zur Ruhe ein.

Weisse, Michael – WIr warenn inn grossem leyd

WIr warenn inn grossem leyd
inn Adam all gestorben:
Wer hat uns die seligkeyt
bey Gott wider erworben?
Christus nur alleine,
der sich hie geopffert hat
für Adams Sünd inn Todt.
Heyliger Herre Gott,
Heyliger starcker Gott,
Heyliger barmhertziger Vater
und ewiger Gott!
Danck sey dir gesaget,
das du auß lauter gnad
für uns hie deinen Son
hast lassen busse thun
und uns widerstatten die verlorne Kron.

Wenn Sathan, welt, fleysch und blut
uns an der seel wil tödten,
Wer ist, der uns hülffe thut
inn solchen grossen nöten?
Christus nur alleine,
der sie uberwunden hat
und nu herrschet mit Gott.
Heyliger Herre Gott,
Heyliger starcker Gott,
Heyliger barmhertziger Vater
und ewiger Gott!
Hilff, das wir dich preysen
mit hertzen, mund und that,
inn Christo, deynem Son,
allzeyt deinn willen thun
und ördentlich kempffen nach des lebens kron.

Wenn uns wil der Antichryst
zu seinem irrthumb zwingen,
Wer machts, dz wir seiner gifft
nicht zur verdamniß schlingen?
Christus nur alleine,
der uns seine form und art
durch seyn Wort offenbart.
Heyliger Herre Gott,
Heyliger starcker Gott,
Heyliger barmhertziger Vater
und ewiger Gott!
Hilff, das wir zunemen
und bleyben inn der gnad,
das uns nicht dieser trach
zu sünden verursach
und in deym erkenntniß lehr und krafftloß mach.

Wes ist Himel, erd und meer
und wem ist nichts verborgen?
Wem gebürt preyß, lob und ehr
und wer kan uns versorgen?
Nur der Herr alleine,
der ein Gott von ewigkeyt
ist in Dreyfaltigkeyt. Heyliger Herre Gott,
Heyliger starcker Gott,
Heyliger, Allmechtiger, weyser
und gütiger Gott!
Sey unser beschützer
inn aller angst und not!
o König aller heer,
dir sey preyß, lob und ehr
im Himel und erden nu und immermer.

Weiße, Michael – Wir waren in großem Leid (modernisiert)

1.) Wir waren in großem Leid
In Adam all gestorben.
Wer hat uns die Seligkeit
Bei Gott wieder erworben?
Christus nur alleine,
Der sich hie geopfert hat
Für Adams Sünd‘ und Tod.
Heiliger Herre Gott.
Heiliger, starker Gott,
Heiliger, barmherziger Vater
Und ewiger Gott!
Dank sei dir gesaget,
Dass du aus lauter Gnad‘
Für uns hie deinen Sohn
Hast lassen Buße tun
Und uns wied’rerstatten die verlorne Kron.

2.) Wenn Satan, Welt, Fleisch und Blut
Uns an der Seel‘ will töten,
Wer ist’s, der uns Hilfe tut
In solchen großen Nöten?
Christus nur alleine,
Der sie überwunden hat
Und nun herrschet mit Gott.
Heiliger Herre Gott.
Heiliger, starker Gott,
Heiliger, barmherziger Vater
Und ewiger Gott!
Hilf, dass wir dich preisen
Mit Herzen, Mund und Tat,
In Christo, deinem Sohn,
Allzeit dein’n Willen tun
Und ordentlich kämpfen nach des Lebens Kron‘.

3.) Wenn uns will der Antichrist
Zu seinem Irrtum zwingen,
wer macht’s, dass wir seinen Gift
Nicht zur Verdammnis schlingen?
Christus nur alleine,
Der uns sein Wort offenbart.
Heiliger Herre Gott.
Heiliger, starker Gott,
Heiliger, barmherziger Vater
Und ewiger Gott!
Hilf, dass wir zunehmen
Und bleiben in der Gnad‘,
Dass uns nicht dieser Drach‘
Zu Sünden verursach‘
Und in dein’m Erkenntnis leer und kraftlos mach!

4.) Wess‘ ist Himmels, Erd und Meer
und wem ist nichts verborgen?
Wem gebührt Preis, Lob und Ehr‘
Und wer kann uns versorgen?
Nur der Herr alleine,
Der ein Gott von Ewigkeit
Ist in Dreifaltigkeit.
Heiliger Herre Gott.
Heiliger, starker Gott,
Heiliger, allmächtiger, weiser
Und gütiger Gott!
Sei unser Beschützer
In aller Angst und Not!
O König aller Heer‘,
Dir sei Preis, Lob und Ehr‘
Im Himmel und Erden nun und immer mehr!

Weiße, Michael – O Liecht, Heylig Dreyfaltigkeit

O Liecht, Heylig Dreyfaltigkeit
und Götliche selbstendigkeit,
Du thust vor uns vil wunderwerck,
beweyst da mit dein krafft und sterck.

Der Himel, die erd und das meer
verkünden deine krafft und ehr,
auch zeigen alle berg und thal,
das du ein Herr seyst uberal.

Die Sonne geht uns teglich auff,
der Monet helt auch seinen lauff,
So seind auch alle stern bereit
zu preysen deine herligkeit.

Die thir und vogel aller welt,
auch was sich in dem meer enthelt,
Zeigt uns frey an jm selbest an,
was deine krafft und weyßheit kan.

Du hast den Himel außgestrackt,
mit wasser oben zugedakt,
Gemacht, das er umbs erdreich geht
und in seym lauff nicht stille steht.

Du bist, der alle ding regirt,
den Himel und das erdreych zirt,
So wunderlich, daß auch kein man
erforschen noch außgründen kan.

Wie möcht doch unser blödigkeyt
außgründen deine herrligkeyt,
So wir doch nicht können verstehn
die ding, da mit wir stetz umbgehn.

Wir sehn, was du geschaffen hast,
daß schön ist und nach aller lust:
O wie viel lieblicher bistu,
o Herre Got, in deiner rhu!

Du schleust Himel und erd in dich
und regirest sie wunderlich,
Du bist ein Herr inn ewigkeit
unaußsprechlicher herligkeyt!

O Vater, Son, heyliger Geyst!
dein namen, der Almechtig heyst,
Sey hoch gelobt in ewigkeit!
Amen sprech wir mit innikeit.