Johann Baptist von Albertini – Jesu! seliger Name du!

Jesu! seliger Name du!
wo ist wohl Heil und Genuss und Ruh
außer dir zu finden?
In Tod und Leben
ist uns kein Name, als du, gegeben
zur Seligkeit.

Jesu! heiliger Name du!
dich trugen Engel den Menschen zu!
Seraphinen lehrten
dich aber Lernen,
Haben, Genuss war der Fremden, Fernen,
der Sünder Teil.

Name! leuchtender Morgenstern!
des neuen Bundes gediegner Kern!
A und O der Schriften
von Gott gegeben!
in dir beisammen ist all ihr Leben
und Fried‘ und Trost.

O Name! köstliche Gabe du
zum neuen Jahre! so kommt, greift zu!
Millionen Sündern
zu ew’gem Lieben
werd‘ er mit blutiger Schrift geschrieben
in’s Herzens Grund!

Johann Baptist von Albertini – Im siebenten Jahre genoss das Gefilde

Im siebenten Jahre genoss das Gefilde
in Israel Ruh, und die Strenge ward Milde:
nach siebenmal sieben erschollen die Töne
der hellen Posaunen an Israels Söhne.

Das Jahr der Erquickung, des Schuldenerlasses,
der Gnade für Recht, der Verwandlung des Hasses
in Liebe war da, um auf selige Zeiten
unendlichen Jubelerlasses zu deuten.

Sie kamen, statt flüchtiger irdischer Klänge
verkündet durch himmlische Friedensgesänge:
vom Geiste gesalbet erschien der Gesandte,
dem’s Herz zu erretten von Ewigkeit brannte.

Zu predigen kam Er aus göttlichem Schoße
das Jahr des Erlasses vom Herren, das große:
nun wird es, von Jahren zu Jahren erneuert,
ohn‘ Ende von Himmel und Erde gefeiert!

Johann Baptist von Albertini – Geh hin in Frieden, altes Jahr

Geh hin in Frieden, altes Jahr –
nimm unsern Dank für deine Milde!
der Herr gebot: da blieb Gefahr
uns Fern, und Segen trank’s Gefilde.
Gebieter
und Hüter
der Deinen! wie heiß
strömt heut aus den Herzen und Lippen Dein Preis!

Steig freundlich nieder, neues Jahr,
um freundlich wieder einst zu scheiden!
der Herr der Zeit, die dich gebar,
führ uns durch deine Freud‘ und Leiben!
bring Frieden
den Müden,
den Traurigen Trost,
den Hungrigen sel’ge, lebendige Kost!

Den leichten Seelen ernsten Sinn,
die Zeitverprassung schnell zu enden,
zum Einigen, was Not ist, bin
sich mit entschlossnem Mut zu wenden!
belebe,
erhebe
hoch über den Tand
der Erde die Herzen zum ewigen Land!