Matthias Jorissen – Psalm 8.

Unendlicher, Dir, unserm Gott und König,
Ist Erd‘ und Meer und Himmel unterthänig!
Dein Name glänzt auf Erden hoch erhöht.
Am Himmel strahlt, Herr, Deine Majestät!

2. Des Säuglings Mund, des Kindes frohes Lachen
Bringt Dir sein Lob, Du siehst’s mit Wohlgefallen.
Dein Ruhm, der fest hoch aufgeführet steht,
Stürzt jeden Feind, der Deinen Namen schmäh’t.

3. Betracht ich droben in der blauen Ferne
Den schönen Mond, das prächt’ge Heer der Sterne,
Das deine Hand, wie eine Heerde, führt,
So werd‘ ich tief von deiner Macht gerührt.

4. Was ist der Mensch, daß, Herr, Du sein gedenkest!
Des Menschen Sohn, daß Du ihm Gnade schenkest!
Ich sinke hin, wenn ich die Huld betracht,
Womit Du ihn so herrlich hast gemacht.

5. Du setzest ihn ein wenig nach den Engeln,
Noch ringt er hier im Staub mit vielen Mängeln;
Doch schmückst Du ihn, dein liebes Eigenthum,
Und krönst ihn einst mit Majestät und Ruhm!

Jorissen, Matthias – Ps. 128

Wohl dem, der Gott verehret,
Oft betend vom ihm steht,
Auf seine Stimme höret,
In seinen Wegen geht,
Er nähret sich vom Segen,
Der auf der Arbeit ruht,
Gott ist auf seinen Wegen,
Wohl dir, du hast es gut!

Die Gattin, deine Freude,
Wird wie ein Weinstock sein,
Mit Frucht und Zierrath Beide,
Dich und dein Haus, erfreun.
Gleich jungen Oelbaums Sprossen,
Hast du noch jung und frisch
Zu deinen Freudgenossen
Die Kinder um den Tisch.

Seh, wie hier in der Stille
Der Mann, der Gott verehrt,
Genießt des Segens Fülle,
Gott gibt, was er begehrt.
Aus Zion fließt ihm Segen,
Aus Salem Friede zu,
Und Erd‘ und Himmel geben
Sein Lebenlang ihm Ruh.

Wer ganz auf Gott vertrauet,
Ihm bleibet treu gesinnt:
Der sieht sein Haus gebauet,
Von Kind und Kindeskind.
Gott segnet ohn Ermüden
Den, der sich zu ihm kehrt.
Das Volk hab ewgen Frieden,
Das unsern Gott verehrt!