Herr, weil du sprichst: „Kommt her zu mir!“
so komm‘ ich auch und ruf zu dir:
lass mich stets folgen dir allein;
gott’sfürchtig; fromm; gehorsam sein;
gib Demut, Wahrheit, Zucht und Fleiß
zu deinem Dienst; Lob; Ehr‘ und Preis!
Tag: 21. Dezember 2025
Johannes Olearius – Herr, öffne mir die Herzenstür,
Herr, öffne mir die Herzenstür,
zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir,
lass mich dein Wort bewahren rein;
lass mich dein Kind und Erbe sein.
2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund,
dein Wort macht Leib und Seel‘ gesund;
dein Wort ist’s; was mein Herz erfreut,
dein Wort gibt Trost und Seligkeit.
3. Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn,
dem heil’gen Geist in Einem Thron!
Der heiligen Dreieinigkeit
sei Lob und Preis in Ewigkeit
Johann Olearius – Herr Jesu Christ! dein teures Blut
Herr Jesu Christ! dein teures Blut
Ist meiner Seele höchstes Gut,
das stärkt, das labt, das macht allein
mein Herz von allen Sünden rein.
2. Dein Blut, mein Schmuck; mein Ehrenkleid;
dein‘ Unschuld und Gerechtigkeit
macht; daß ich kann vor Gott bestehn
und zu der Himmelsfreud‘ eingehn.
3. O Jesu Christe, Gottes Sohn!
mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron,
dein teures Blut; dein Lebenssaft
gibt mir stets neue Lebenskraft.
Herr Jesu! in der letzten Not,
wenn mich schreckt Teufel, Höll‘ und Tod,
so lass ja dies mein Labsal sein:
dein Blut macht mich von Sünden rein.
Olearius, Johannes – Gott Lob, mein Jesus macht mich rein
Gott Lob, mein Jesus macht mich rein
Von allen meinen Sünden,
Was er büßt, muss bezahlet sein,
Nun kann mich nicht mehr binden
Der Sünden Strick, des Teufels Macht;
Drum mein Glaub Höll und Tod verlacht,
Mein Jesus ist mein Leben.
2. Was traur ich denn? Er lebt ja noch,
Der das Gesetz erfüllet,
Der durch den Tod und Kreuzes Joch
Des Vaters Zorn gestillet;
Was er hat, das ist alles mein,
Wie könnt doch größer Reichtum sein,
Als den mir Jesus schenket?
3. Weil Jesus mich von Sünden rein
Durch sein Verdienst will machen,
Dass ich, los aller Qual und Pein,
Nicht fürcht des Todes Rachen,
So tröst mich seine Heiligkeit,
Sein Unschuld, Heil und Seligkeit
Mein Schatz ist und mein Leben.
4. So kann ich auch mit Fried und Freud
Wie Simeon mein Leben
Beschließen, frei von allem Leid
Mich meinem Gott ergeben;
Sobald ich tu mein Augen zu,
So wird mein Tod mein Schlaf und Ruh,
Ich seh des Himmels Freude.
5. Wie werd ich dann so fröhlich sein,
Wenn ich die Welt verlasse,
Wenn Engel mich verklärt und rein
Geführt zur Lebensstraße,
Wenn ich erblickt die Ewigkeit,
Wenn ich erlangt die Seligkeit,
Die mir mein Gott bereitet!
6. Hilf, Gott, dass ich sei stets bereit,
Lass mich nichts von dir wenden,
Bring mich zu deiner Herrlichkeit,
Hilf seliglich vollenden;
Komm bald, hilf mir aus aller Not,
Hilf mir, Herr, durch dein Blut und Tod,
Ja komm, Herr Jesu, Amen.
Olearius, Johannes – Gott Lob! die Woch‘ ist auch dahin
Gott Lob! die Woch‘ ist auch dahin,
drum ich dir billig dankbar bin,
dass ich die Zeit hab‘ überlebt,
und deine Gnad‘ noch ob mir schwebt.
Halleluja!
2. Gott Lob für seine Güt‘ und Treu‘,
die mir ist alle Morgen neu,
der mir beisteht durch seine Kraft,
der mir Trost, Rat und Hülfe schafft.
Halleluja!
3. Was ich verseh’n, vergib, mein Gott!
durch deines Sohn’s Kreuz, Hohn und Spott:
gib ferner Segen, Fried‘ und Freud‘
und dermaleinst die Seligkeit.
Halleluja!
Olearius, Johannes – Gott Lob! die Woch‘ heb‘ ich jetzt an
Gott Lob! die Woch‘ heb‘ ich jetzt an:
Gott Lob! der mir viel Gut’s getan:
Gott Lob für seine Güt und Treu‘,
die mir ist alle Morgen neu:
Halleluja!
2. Hilf, Gott, dass ich auch früh und spat
empfinde Trost, Rat, Hülf und Tat.
Lass all‘ mein Tun gesegnet sein,
erhalt‘ mein Herz im Glauben rein.
Halleluja!
3. Wend‘ ab all‘ Trübsal, Angst und Not,
behüt‘ vor bösem, schnellem Tod!
soll diese Woch‘ die letzte sein,
so lass mich selig schlafen ein.
Halleluja!
4. Ehr‘ sei Gott Vater und dem Sohn,
dem heil’gen Geist in einem Thron,
welch’s ihm auch also sei bereit’t
von nun an bis in Ewigkeit.
Halleluja!
Olearius, Johannes – Gott Lob! die Herbstzeit zeiget sich
Gott Lob! die Herbstzeit zeiget sich,
Gott segnet das Land mildiglich,
was Nahrung bringt, was uns erfreut,
das schenkt uns Gott zu dieser Zeit.
Halleluja!
2. Mein Gott! lass deine Güt und Gnad‘
mich dankbar finden früh und spat,
gib mir, was hier mein Herz erfreut,
gib mir dort deine Seligkeit.
Halleluja!
Johann Olearius – Hab Gott dein Lebenlang, mein Kind
Hab Gott dein Lebenlang, mein Kind,
vor Augen und im Herzen,
und hüte dich vor aller Sünd‘,
sonst kannst du leicht verscherzen
all‘ Wohlfahrt, wenn du wider Gott
und wider sein Wort und Gebot
durch Bosheit wolltest streben.
2. Vielmehr gedenk‘ zu jeder Zeit,
wie du Gott wollest danken
für alle seine Gütigkeit,
dass du ohn‘ alles Wanken
mit Freuden kannst vor seinem Thron
recht kindlich beten, weil sein Sohn
dir selbst das Beten lehret.
3. Drum bitte Gott von Herzensgrund,
dass er dich selbst regiere
und dich ja alle Tag‘ und Stund
auf seinen Wegen führe,
so wird dann, was du fangest an,
nach Gottes Wort sein recht getan
und Alles wohl gelingen.
Johann Olearius – Gott ist und bleibt der Wundermann,
Gott ist und bleibt der Wundermann,
der Viel aus Wenig machen kann;
wer Gott vertraut, dem mangelt’s nicht;
denn Gott weiß wohl, was dir gebricht.
2. Wenn dir wird alle Hülf versagt,
wenn Angst und Not dich drückt und plagt,
so schrei zu ihm: er lässt dich nicht,
weil sein Wort Trost und Hülf verspricht.
3. Wenn er will helfen, muss geschwind
dir dienen Wasser, Luft und Wind,
ein Bröcklein Brot aus Gottes Hand
tut mehr als dein Witz und Verstand.
4. Drum, wenn dein Tun will nirgend fort,
so halt dich fest an Gottes Wort;
trau‘ nur auf ihn, er sorgt für dich
hier zeitlich und dort ewiglich.
Johann Olearius – Gott fährt mit Jauchzen auf
Gott fährt mit Jauchzen auf und mit Posaunen Klange;
Viel tausend Engel sind sein Wagen mit Gesange;
die Wolken heben ihn als Schöpfer hoch empor.
Triumph, Triumph, Triumph! singt ihm der Engel Chor.
2. Der Heiland setzet sich zu seines Vaters Rechten
mit großer Herrlichkeit. O, wohl uns, armen Knechten,
trotz Teufel und der Welt, trotz aller Feinde Macht,
weil er zugegen ist, und mächtig für uns wacht.
3. Wohlan, du brichst die Bahn, du bist uns vorgegangen,
wir sehen dir noch nach, Herr Jesu! mit Verlangen;
lass unser Herz nach dir, mein Schatz! gerichtet sein,
dass wir auch dermaleinst zum Himmel gehen ein.