Sollt‘ ich nicht gelassen sein
In des Kreuzes Nacht und Pein,
Da mich Gottes Gnad‘ und Segen
Will von meinem Unflat fegen?
Jesus hat mich so geliebt,
Da er bis zum Tod betrübt;
Sollt‘ ich ihm nun zu behagen,
Nicht ein kleines Kreuzlein tragen?
Sollt‘ der Ton nicht heißen gut,
Was der Töpfer mit ihm tut?
Will mich Gott im Schmerz begraben
Sollt‘ ich’s anders wollen haben?
Nein, ich, leg‘ mich willenlos,
Wie ein Kind, in Vaters Schoß,
Schließ die Augen, streck die Hände:
Herr, wohlan, dein Werk vollende!
Nur in Gnaden schlage zu,
Nur dein Will‘ sei meine Ruh:
Will das Fleisch gleich immer klagen,
Schau nur, was mein Geist will sagen.
Was dich selbst nicht meint, verzehr
Durch des Leidens Gluth, mein Herr.
Sieh, ich lass‘ mich deinen Händen;
Du wollst mich durchs Kreuz vollenden.
Ach, möcht es noch heut gescheh’n!
Ach, wann werd‘ ich’s endlich seh’n,
Dass ich ganz befreit und reine,
Dir nur lebe, dich nur meine!
Nun, ich geb‘ mich völlig dran;
Hilf, Herr, dass ich leiden kann.
Wie du’s willst am liebsten sehen,
Lass es ewig nur geschehen.