Jedes Herz will etwas lieben;
Liebt’s nicht Jesum, kann’s nicht ruh’n:
Mein Herz, Herr, ist dir verschrieben;
Zu dir will’s, so nimm es nun!
Lass mich alle Welt verhöhnen,
Jesus soll mein Liebster sein:
Schönster unter allen Schönen,
Du gefällst mir nur allein.
Höchst anmutig und holdselig
Ist deins Angesichtes Glanz;
Du bist freundlich, süß und fröhlich,
Lieblich, und die Liebe ganz.
Da ich hasste, warst du günstig,
Gabst für mich dein teures Blut;
Liebst mich auch noch jetzt so brünstig;
Drum lieb ich auch dich, mein Gut.
Ich umfass mit dir dein Leiden,
Deine Armut, deine Schmach;
Ehre, Gut und alle Freuden
Dieser Welt, sind doch nur Plag‘.
Sonst will ich auf nichts mich wenden,
Wär‘ der Vorwand noch so fein,
Nicht die Liebeskraft verschwenden,
Dir gehört sie ganz allein.
Mach‘ dich mehr dem Herzen wichtig,
Täglich lieber, nimmer fern,
Alles Andre wahrlich nichtig,
Dass ich’s mag entbehren gern.
Halt bei dir mein Herz und Liebe,
Dass der Leib nur schwebe hier,
Bis ich, in so reinem Triebe,
Ewig Eines werd‘ mit dir.