Gerhard Tersteegen – Ach Gott, es taugt doch draußen nicht

Ach Gott, es taugt doch draußen nicht;
Man kommt um Ruh‘, um Kraft, um Licht.
Ich brauch zur Not Vernunft und Sinnen,
Doch wohn‘ am liebsten bei dir drinnen.

Ich bin der schlechten Dinge satt;
Man sieht, man hört, man denkt sich matt.
Ach, Mutterherz, drein ich mich senke,
Nimm ein dein Kindlein und es tränke.

Unschuldig sanfter Liebesgrund,
Ach lass mich in dir alle Stund
Hinfort nur eingesunken leben,
Dir kindlich, meinem Gott, ankleben.

Mein schmachtend Herz sich offen hält,
Gleichwie ein ausgedorrtes Feld;
Du Geistestau, du sanfter Regen,
Erquicke mich mit Gnad‘ und Segen.