Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh?
Wer deckt sie mit schützenden Fittichen zu?
Ach, bietet die Welt keine Freistatt uns an,
Wo Sünde nicht kommen, nicht anfechten kann?
|: Nein, nein, hier ist sie nicht,
Die Heimat der Seele ist droben im Licht! 😐
Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn,
Die Heimat der Seele, so herrlich, so schön.
Jerusalem droben, von Golde gebaut
Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut?
|: Ja, ja, dieses allein
Kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein. 😐
Wie selig die Ruhe bei Jesus im Licht!
Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht;
Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang
Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang.
|: Ruh, Ruh, himmlische Ruh
Im Schoße des Heilands, ich eile ihr zu. 😐
Bei aller Verwirrung und Klage allhier
Ist mir, o mein Heiland, so wohl stets bei Dir!
Im Kreise der Deinen sprichst „Friede!“ Du aus.
Da bin ich mit Deiner Gemeinschaft zu Haus!
|: Heim, heim, ach ja nur heim!
O komme, mein Heiland, und hole mich heim! 😐
Wie freut sich ein jeder, im Himmel zu sein!
Wo viele schon prangen, von Sünden ganz rein,
Die hier schon im Leben mit Jesu verwandt,
Und droben geschmücket mit heil’gem Gewand.
|:Rein, rein, von Sünden rein
Ziehn droben errettet die Seligen ein.:|
Ach, teuerster Jesu, versetze uns bald
Dorthin, wo dir ew’ges Halleluja schallt!
Das Herz in uns brennet von inniger Glut,
Mit himmlischen Zungen zu preisen dein Blut.
|:Still, still!- Wie bald kann’s sein
So holt mich mein Jesus auch zu sich hinein.:|
Drum auf! Liebe Seele, die Heimat ist nah!
Noch wenige Tage, so sind wir schon da.
So kämpfe nun mutig und mach dich bereit,
Schon winket die Krone nach Kampf und nach Streit.
|:Freud‘, Freud‘ ewige Freud‘
Erwartet den Dulder nach Trübsal und Leid.:|