Des Herren unsres Gottes Wort
Bleibt ewig und ohn‘ Ende,
Also der Mensch auch hie und dort,
So er aus dem Elende
Im festen Glauben fähret hin,
Alsdann der Tod ist sein Gewinn,
Gott tut sein‘ Engel senden.
Herrn und auch Knecht, Frauen und Mann,
Alt, Jung, Groß und auch Kleine,
Wer nur ruft Gottes Namen an,
Vertrauet ihm alleine,
Dem wird der Tod ein lautrer Schlaf,
Und er des Herren Christi Schaf,
Hört sein‘ Stimm‘ und sonst keine.
Doktor und Schüler alle gleich
Müssen an Todes Reihen:
Der arme Mann und auch der reich‘,
Gelehrte samt den Laien.
Zur letzten Stund hilft gar kein Kunst,
Groß‘ Ehr und Geld ist auch umsunst,
Gott muss allein erfreuen.
Justus ist ein lateinisch Wort
Und heißt auf deutsch: „gerechte“:
Also werden all Christen fort,
Wann sie treulich und schlechte
Im Glauben all‘ ihr Zuversicht
Setzen auf Gott und anders nicht,
Denn er kennt sein Gemächte.
Jonas, der werte Gottesmann,
Drei Tag‘ im Walfisch lage:
Zeiget Christum den Herren an,
Der auch am dritten Tage
Vom Tod erstund durch seine Kraft
Ein Herr der Herren Eigenschaft
Über all menschliche Plage.
Seliger kann der Mensch nicht sein,
Als der bei seinem Leben
Erkennet Gott den Herren sein,
Und lernet auch daneben
Recht sterben bei gesundem Leib,
Und wiss, dass er bei Christo bleibt,
Dem er sich hat ergeben.
Abschied bedeut’t die siebent 1Die letzte Strophe ist ja die siebente – Anspielung auf die sechs Schöpfungstage und den siebenten Tag der Ruhe. Zahl,
Das soll man also merken,
Denn gleich wie Gott ruht dazumal
Von allen seinen Werken,
So kommt der Mensch zu seiner Ruh,
Dass er forthin kein Sünd mehr tu‘:
Gott woll uns ewig stärken!