unbekannt – Ehr sei dem Vater und dem Sohn

Ehr sei dem Vater und dem Sohn
Und auch dem Heilgen Geiste,
Als es im Anfang war und nun,
Der uns sein Gnade leiste,
Daß wir auf diesem Jammertal von Herzen
Scheuen überall der Welt gottloses Wesen
Und streben nach der neuen Art,
Dazu der Mensch gebildet ward;
Wer das begehrt, sprech Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Ludwig Helmbold, – Nun laßt uns Gott, dem Herren

1) Nun laßt uns Gott, dem Herren,
Danksagen und ihn ehren
Von wegen seiner Gaben,
Die wir empfangen haben.

2) Den Leib, die Seel, das Leben
Hat er allein uns geben,
Dieselben zu bewahren,
Tut er nicht etwas sparen.

3) Nahrung gibt er dem Leibe,
Die Seele muß auch bleiben,
Wiewohl tödliche Wunden
Sind kommen von der Sünden.

4) Ein Arzt ist uns gegeben,
Der selber ist das Leben.
Christus, für uns gestorben,
Der hat das heil erworben.

5) Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl
Dient wider allen Unfall,
Der Heilig Geist im Glauben
Lehrt uns darauf vertrauen.

6) Durch ihn ist uns vergeben
Die Sünd, geschenkt das Leben,
Im Himmel solln wir haben,
O Gott, wie große Gaben.

7) Wir bitten deine Güte,
Wollst uns hinfort behüten,
Uns Große mit den Kleinen,
Du kannst nicht böse meinen.

8) Erhalt uns in der Wahrheit,
Gib ewigliche Freiheit,
Zu preisen deinen Namen
Durch Jesum Christum, Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Michael Dilherr, – Laßt uns mit süßen Weisen

1) Laßt uns mit süßen Weisen
Die Güte Gottes preisen
Und unsers Vaters Segen
Recht dankbarlich erwägen.

2) Den allerärmsten Sündern
Erbeut er sich als Kindern,
Hat ihnen Heil und Frieden
In seinem Sohn beschieden.

3) Auf dem lag alle Sünde
Von jedem Menschenkinde,
Den Tod, den wir verschuldet,
Hat unser Bürg erduldet.

4) Dies lasset uns bedenken,
Wenn uns die Sünden kränken,
Daß er aufs höchste liebet,
Der seinen Sohn uns gibet.

5) Ach gib uns und vermehre,
O Vater, dir zur Ehre,
Was wir vor allem wählen,
Den Schatz für unsre Seelen.

6) Wird diese Bitt erfüllet,
So ist das Herz gestillet,
Wir können hier und droben
Dich froh und dankbar loben.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

David Denicke, – Nun jauchzt dem Herren all Welt

1) Nun jauchzt dem Herren all Welt;
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
Kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
Kommt vor sein heilig Angesicht.

2) Erkennt, daß Gott ist unser Herr,
Der uns erschaffen ihm zur Ehr,
Und nicht wir selbst; durch Gottes Gnad
Ein jeder Mensch sein Leben hat.

3) Er hat uns ferner wohlbedacht
Und uns zu seinem Volk gemacht,
Zu Schafen, die er ist bereit,
Zu führen stets auf grüner Weid.

4) Ihr, die ihr bei ihm wollet sein,
Kommt, geht zu seinen Toren ein
Mit Loben durch der Psalmen Klang,
Zu seinem Vorhof mit Gesang.

5) Dankt unserm Gott, lobsinget ihm,
Lobsinget ihm mit lauter Stimm,
Lobsingt und danket allesamt;
Gott loben, das ist unser Amt.

6) Er ist voll Güt und Freundlichkeit,
Voll Treu und Lieb zu jeder Zeit,
Sein Gnade währet dort und hier
Und seine Wahrheit für und für.

7) Gott Vater in dem höchsten Thron
Und Jesus Christ, sein einger Sohn,
Samt Gott dem werten Heilgen Geist
Sei nun und immerdar gepreist.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Matthäus Appelles von Löwenstern – Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit

1) Nun preiset alle
Gottes Barmherzigkeit!
Lob ihn mit Schalle,
Werteste Christenheit!
Er läßt dich freundlich zu sich laden;
Freue dich, Israel, seiner Gnaden!

2) Der Herr regieret
Über die ganze Welt.
Was sich nur rühret,
Ihm auch zu Füßen fällt.
Viel tausend Engel um ihn schweben,
Psalter und Harfen ihm Ehre geben.

3) Wohlauf, ihr Heiden,
Das Trauern lasset sein!
Zu grünen Weiden
Stellet euch willig ein!
Da läßt er uns sein Wort verkünden,
Machet uns ledig von allen Sünden.

4) Er gibet Speise
Reichlich und überall,
Nach Vaters Weise
Sättigt er allzumal.
Er schaffet früh- und späten Regen,
Füllet uns alle mit seinem Segen.

5) Drum preis und ehre
Seine Barmherzigkeit,
Sein Lob vermehre,
Werteste Christenheit!
Uns soll hinfort kein Unfall schaden;
Freue dich, Israel, seiner Gnaden!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Olearius – Ach, wie groß ist deine Gnade

1) Ach, wie groß ist deine Gnade,
Du getreues Vaterherz,
Daß dich unsre Not und Schmerz,
Daß dich aller Menschen Schade
Hat erbarmet väterlich,
Uns zu helfen ewiglich!

2) Du hast uns so hoch geliebet,
Daß der Mensch soll aller Pein
Frei und ewig selig sein,
Daß dein Sohn sich selbst hingibet
Und beruft uns allzumal
Zu dem großen Abendmahl.

3) Ja, dein werter Geist bezeuget
Durch die Tauf und Abendmahl
Unser Heil im Himmelssaal,
Der die Herzen zu dir neiget,
Weil er uns den Glauben schenkt,
Daß uns Höll und Tod nicht kränkt.

4) Weil die Wahrheit nicht kann lügen,
Will ich dir vertrauen fest,
Weil du keinen nicht verläßt;
Weil dein Wort nicht kann betrügen,
Bleibt mir meine Seligkeit
Unverrückt in Ewigkeit.

5) Lob sei dir für deine Gnade,
Du getreues Vaterherz,
Daß dich meine Not und Schmerz,
Daß dich auch mein Seelenschade
Hat erbarmt so väterlich;
Drum lob ich dich ewiglich.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Cyriakus Günther – Bringt her dem Herren Lob und Ehr

1) Bringt her dem Herren Lob und Ehr
Aus freudigem Gemüte.
Ein jeder Gottes Ruhm vermehr
Und preise seine Güte.
Ach lobet, lobet alle Gott,
Der uns befreiet aus der Not,
Und danket seinem Namen.

2) Lobt Gott, und rühmet allezeit
Die großen Wunderwerke,
Die Majestät und Herrlichkeit,
Die Weisheit, Kraft und Stärke,
Die er beweist in aller Welt
Und dadurch alle Ding erhält,
Drum danket seinen Namen.

3) Lobt Gott, der uns erschaffen hat,
Leib, Seele, Geist und Leben
Aus lauter väterlicher Gnad
Uns allen hat gegeben,
Der uns durch seine Engel schützt
Und täglich gibet, was uns nützt,
Drum danket seinen Namen.

4) Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn,
Der für uns ist gestorben
Und uns die selge Lebenskron
Durch seinen Tod erworben,
Der worden ist der Höllen Gift
Und Frieden hat mit Gott gestift,
Drum danket seinem Namen.

5) Lobt Gott, der in uns durch den Geist
Den Glauben angezündet
Und alles Gute noch verheißt
Und stärket, kräftget, gründet,
Der uns erleuchtet durch sein Wort,
Regiert und treibet fort und fort,
Drum danket seinem Namen.

6) Lobt Gott, der auch das gute Werk,
So in uns angefangen,
Vollführen wird und geben Stärk,
Das Kleinod zu erlangen,
Das er hat allen dargestellt
Und seinen Gläubgen vorbehält,
Drum danket seinem Namen.

7) Lobt Gott, ihr starken Seraphim,
Ihr Fürstentum und Thronen.
Es loben Gott mit heller Stimm,
Die hier auf Erden wohnen.
Lobt Gott, und preist ihn früh und spat.
Ja alles, was nur Odem hat,
Das danke seinem Namen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Ludwig Andreas Gotter – Womit soll ich dich wohl loben

1) Womit soll ich dich wohl loben,
Mächtiger Herr Zebaoth?
Sende mir dazu von oben
Deines Geistes Kraft, mein Gott,
Denn ich kann mit nichts erreichen
Deine Gnad und Liebeszeichen.
Refrain:
Tausend-, tausendmal sei dir,
Großer König, Dank dafür.

2) Herr, entzünde mein Gemüte,
Daß ich deine Wundermacht,
Deine Gnade, True und Güte
Stets erhebe Tag und Nacht.
Denn von deinen Gnadengüssen
Leib und Seele zeugen müssen.
Refrain:

3) Denk ich nur der Sündengassen,
Drauf ich häufte Schuld mit Schuld,
So möcht ich vor Scham erblassen
Vor der Langmut und Geduld,
Womit du, o Gott, mich Armen
Hast getragen mit Erbarmen.
Refrain:

4) Ach ja, wenn ich überlege,
Mit was Lieb und Gütigkeit
Du durch so viel Wunderwege
Mich geführt die Lebenszeit,
So weiß ich kein Ziel zu finden,
Noch den Grund hier zu ergründen.
Refrain:

5) Du, Herr, bist mir nachgelaufen,
Mich zu reißen aus der Blut.
Denn da mit der Sünder Haufen
Ich nur suchte irdisch Gut,
Hießest du auf das mich achten,
Wonach man zuerst soll trachten.
Refrain:

6) O wie hast du meine Seele
Stets gesucht zu dir zu ziehn,
Daß ich aus der Sündenhöhle
Möchte zu den Wunden fliehn,
Die mich ausgesöhnet haben
Und mit Kraft zum Leben laben!
Refrain:

7) Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit
Sind vor deinem Angesicht;
Du, du trittst hervor in Klarheit,
In Gerechtigkeit, Gericht,
Daß man soll aus deinen Werken
Deine Güt und Allmacht merken.
Refrain:

8) Wie du setzest jedem Dinge
Zeit, Zahl, Maß, Gewicht und Ziel,
Damit keinem zu geringe
Möcht geschehen, noch zu viel,
So hab ich auf tausend Weisen
Deine Weisheit auch zu preisen.
Refrain:

9) Bald mit Lieben, bald mit Leiden
Kamst du, Herr, mein Gott, zu mir,
Nur mein Herze zu bereiten,
Sich ganz zu ergeben dir,
Daß mein gänzliches Verlangen
Möcht an deinem Willen hangen.
Refrain:

10) Wie ein Vater nimmt und gibet,
Nach dem’s Kindern nützlich ist,
So hast du mich auch geliebet,
Herr, mein Gott, zu jeder Frist
Und dich meiner angenommen,
Wenns auch gleich aufs höchste kommen.
Refrain:

11) Mich hast du auf Adlersflügeln
Oft getragen väterlich
In den Tälern, auf den Hügeln
Wunderbar errettet mich.
Wenn schien alles zu zerrinnen,
Ward doch deiner Hilf ich innen.
Refrain:

12) Fielen tausend mir zur Seiten
Und zur Rechten zehnmal mehr,
Ließest du mich doch begleiten
Durch der Engel starkes Herr,
Daß den Nöten, die mich drangen,
Ich je dennoch bin entgangen.
Refrain:

13) Vater, du hast mir erzeiget
Lauter Gnad und Gütigkeit,
Und du hast zu mir geneiget,
Jesu, deine Freundlichkeit,
Und durch dich, o Geist der Gnaden,
Werd ich stets noch eingeladen.
Refrain:

14) Tausendmal sei dir gesungen,
Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank,
Daß es mir so wohl gelungen;
Auch laß meines Lebens Gang
Ferner doch durch Jesu Leiten
Nur gehn in die Ewigkeiten.
Da will ich, Herr, für und für ewig,
Ewig danken dir.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Martin Möller – Lob, Ehr und Preis sei unserm Gott

1) Lob, Ehr und Preis sei unserm Gott,
Der uns so hoch liebet hat,
Daß er uns seinen eingen Sohn gesandt
Zum Heil und Gnadenthron.

2) Lob sei dir, o Herr Jesu Christ,
Daß du unsr Bruder worden bist,
Hast uns errettet durch dein Blut
Vons Teufels Strick und Höllenglut.

3) Lob sei dir, o Gott heilger Geist,
Der du der Herzen Tröster heißt
Und zierest sie mit Glauben fein,
Damit wir Gott gefällig sein.

4) Keins Menschen Zung aussprechen kann,
Was du, o Gott, an uns getan.
Drum seufzen wir, o treuer Hort:
Sieh uns, was wir dich bitten, fort.

5) Vater, gedenk der Kinder dein,
Wir trauen ja auf dich allein;
Gib Liebsgsundheit, gut Regiment;
Krieg, Sterben, Teurung von uns wend.

6) Herr Jesu Christ, du starker Held,
Wehr doch dem Fürsten dieser Welt,
Zerstör sein Reich, und schaff uns Ruh,
Auch daß dein Kirche nehme zu.

7) O Tröster wert, Heiliger Geist,
Der du all unsre Schwachheit weißt,
Sei uns mit deiner Hilf bereit,
Daß wir Gott dienen allezeit.

8) O ewige Dreifaltigkeit,
Einger Gott von Ewigkeit,
Leucht uns mit deinem Angesicht,
Hilf, daß wir von dir wanken nicht.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Daniel Herrnschmidt – Lobe den Herren, o meine Seele!

1) Lobe den Herren, o meine Seele!
Ich will ihn loben bis in Tod;
Weil ich noch Stunden auf Erden zähle,
Will ich lobsingen meinem Gott.
Der Leib und Seel gegeben hat,
Werde gepriesen früh und spat.
Halleluja! Halleluja!

2) Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren,
Und kehren um zu ihrem Staub;
Ihre Anschläge sind auch verloren,
Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub.
Weil denn kein Mensch uns helfen kann,
Rufe man Gott um Hilfe an!
Halleluja! Halleluja!

3) Selig, ja selig ist der zu nennen,
Des Hilfe der Gott Jakobs ist,
Welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen
Und hofft getrost auf Jesum Christ.
Wer diesen Herrn zum Beistand hat,
Findet am besten Rat und Tat.
Halleluja! Halleluja!

4) Dieser hat Himmel, Meer und die Erden,
Und was darinnen ist, gemacht.
Alles muß pünktlich erfüllet werden,
Was er uns einmal zugedacht.
Er ist’s, der Herrscher aller Welt,
Welcher uns ewig Glauben hält.
Halleluja! Halleluja!

5) Zeigen sich welche, die Unrecht leiden,
Er ist’s der ihnen Recht verschafft;
Hungrigen will er zur Speis bescheiden,
Was ihnen dient zur Lebenskraft;
Die Hartgebundnen macht er frei,
Und seiner Gnad ist mancherlei.
Halleluja, halleluja!

6) Sehende Augen gibt er den Blinden,
Erhebt die tief gebeuget gehn;
Wo er kann einige Fromme finden
Die läßt er seine Liebe sehn.
Sein Aufsicht ist des Fremden Trutz,
Witwen und Waisen hält er in Schutz.
Halleluja, halleluja!

7) Aber der Gottesvergeßnen Tritte
Kehrt er mit starker Hand zurück,
Daß sie nur machen verkehrte Schritte
Und fallen selbst in ihren Strick.
Der Herr ist König ewiglich,
Zion, dein Gott sorgt stets für dich.
Halleluja, halleluja!

8) Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen
Des, der so große Wunder tut!
Alles, was Odem hat, rufe Amen!
Und bringe Lob mit frohem Mut.
Ihr Kinder Gottes, lobt und preist
Vater und Sohn und Heilgen Geist!
Halleluja! Halleluja!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States