Heinrich Albert, ein Mitglied des Königsberger Dichterbundes, wurde am 28.6.1604 zu Lobenstein im Voigtlande geboren. Schon auf der Universität zu Leipzig, wo er die Rechte studieren sollte, beschäftigte er sich viel mit Musik und ging bald darauf nach Dresden, um sich weiter darin auszubilden. Im Jahre 1626 begab er sich nach Königsberg in Preußen und wurde dort sehr bald durch seine schönen Melodien, die er zu geistlichen und weltlichen Liedern komponierte, bekannt und beliebt. Daher erhielt er auch im Jahre 1631 die Stelle eines Organisten an der dortigen Domkirche und trat in besonders innige Freundschaft mit Simon Dach (vergl. Lied Nr. 78.), dessen Lieder er gleichfalls, wie die seinigen, mit schönen Melodien versah. Alle diese Lieder von sich und seinen Freunden, sowie die dazu gehörigen Melodien, gab er in seiner „musikalischen Kürbishütte“ heraus. Den Titel dieser Sammlung entnahm er von einem in seinem Garten gelegenen, mit Kürbissen umrankten Häuschen, wo er sich mit seinen Freunden zu versammeln pflegte, um zu dichten und zu musizieren. Er starb am 6.10.1668 zu Königsberg. Seine geistlichen Lieder zeugen von frommer Andacht, ungeschminkter Redlichkeit und treuer Liebe zu Gott und sind ihrem Stile nach einfach und edel gehalten. Ihre Zahl beträgt mehr als 150.