Christian Knorr von Rosenroth – Biographie

Christian Knorr von Rosenroth wurde 1636 zu Altraudten in Niederschlesien geboren und bezog, nachdem er auf den Schulen zu Fraustadt und Stettin seine Vorbildung empfangen hatte, die Universitäten Leipzig und Wittenberg, wo er sich dem Studium der Chemie und der orientalischen Sprachen widmete. Seine Kenntnisse erwarben ihm die Gunst des Pfalzgrafen Christian August zu Sulzbach, der ihn 1668 zum Geheimen Rat und ersten Minister ernannte. Vom Kaiser Leopold I. wurde er später auch in den Freiherrnstand erhoben. Besonders bemerkenswert ist noch, dass er die ganze Bibel fast auswendig wusste und sich viel mit Abfassung theologischer und namentlich kabbalistischer Schriften beschäftigte. Er starb im Jahre 1689.

Seine Lieder sind 70 an der Zahl, wenn man die Überarbeitungen oder Übersetzungen älterer Originallieder, deren Zahl einige dreißig beträgt, mitrechnet, und zeichnen sich, wie etwa die Lieder eines Johann Scheffler und eines Johannes Frank, durch eine glühende Sehnsucht nach Vereinigung mit Christo aus. Daher ist ihr Grundton herzliche Frömmigkeit und innige Christusliebe.