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Schlagwort: Krieg

Behm, Martin – Um Hülf zu Kriegeszeiten.

Behm, Martin – Um Hülf zu Kriegeszeiten.

1. Bedenk doch, o Herr Zebaoth,
Wie steckt dein Kirch in großer Noth,
Weil jetzt bei der betrübten Zeit
Sich hebt viel Unruh, Krieg und Streit.
Der Feind sind viel, groß ist die List,
Man weiß nicht, wem zu trauen ist.

2. Solch Uebel haben wir verdient,
Weil wir nicht fromm gewesen sind,
Dein werthes Wort und Sacrament,
War bei uns übel angewendt,
Dazu ist Sünd und Schand gemein,
Man spürt kein Buß bei Groß und Klein.

3. Dannher merkt man im ganzen Land,
Wie dein Zorn heftig ist entbrannt,
Man sieht viel Zeichen überall,
Auf Erden und ins Himmels Saal.
Die Straf hereinrauscht wie ein Flut,
Viel kommen um ihr Leib und Gut.

4. Herr, steh auf, nimm dich unser an,
Sonst Niemand besser helfen kann,
Erbarm dich deiner lieben Kind,
Vergieb uns alle Schuld und Sünd;
Erhalt dein Wort, dämpf falsche Lehr,
Die irr gehn, durch dein Wort bekehr.

5. Laß dich dein Häuflein nicht allein,
Schütz und errett dein lieb Gemein;
Ein feurig Mauer um uns sei,
Vor Einfall Land und Städt befrei;
Wehr allen, die blutdürstig sind,
Zerstreu sie, wie die Spreu vom Wind.

6. Ihr Tück und List mach offenbar,
Die vor uns sind verborgen gar,
Mit ihrem eignen Strick sie fang,
Daß dein Kirch Fried und Ruh erlang;
So loben wir mit Innigkeit
Dein Güt und Treu in Ewigkeit.

Amen.

Behm, Martin – Wenn man sich rüstet

Behm, Martin – Wenn man sich rüstet

Das walt Gott Vater, meine Kraft,
Und Jesus Christus, meine Macht,
Der heilige Geist, mein beste Stärk,
Mein Beistand sei zu diesem Werk.

Die heilige Dreifaltigkeit,
Gelobt in alle Ewigkeit,
Steh mir mit rechten Segen bei
und unserm Theil den Sieg verleih.

Mein Leib ich rüst und wohl verwahr,
Herr mach ihn frei von aller Gfahr,
Mein Waffen, so ich mit mir trag,
Regier, daß ich den Feind hinschlag.

Du bist mein Wehr, mein Spieß und Schwert,
Halt mich vor deinen Augen werth,
Daß ich getrost vorm Feind besteh
Und ungeschlagen von ihm geh.

Dein Engel widern Feind hinschick,
Der treib sein Waffen all zurück;
Zerbrech sein Arm und alle Macht,
Schlag ihn darnieder in der schlacht.

Doch soll ich bei mein Waffen sterben,
So mach mich zu eim Himmels Erben;
Da gieb mir auch die Herrlichkeit
In alle ewig Ewigkeit.

Amen.