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Schlagwort: Irrlehre

Selneccer, Nikolaus – Erhalt uns Herr, bei deiner Ehr

Selneccer, Nikolaus – Erhalt uns Herr, bei deiner Ehr

1. Erhalt uns Herr, bei deiner Ehr
und wehr aller Verführer Lehr
Die Jesum Christum deinen Sohn
Wollen stürzen von seinem Thron.

2. Sie lassen ihm sein Allmacht,
Ihr Sinn ist nur dahin gericht
Das sie verkehren seine Wort
und bringen ihren Irrtum fort.

3. Sie lügenstrafen deinen Sohn
der ihn als Gosche hat stet getan,
Ihr Phantasie muß höher sein
denn Göttes Macht und Kraft allein.

4. Dein Wort ist ihn ein schlechter Wahn
kein Glaub noch Lieb liegt ihn daran,
menschlich Vernunft ist ihre Kunst
Dein Wahrheit soll jetzt sein umsunst.

5. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ,
der du Herr aller Herren bist,
Beschirm dein arme Christenheit,
das sie dich Lob in Ewigkeit.

6. Laß uns bei dein Wort bestehen
und allzeit auf deinen Wegen gehen
Du bist Wahrheit, Lob, und Weg,
dein Wort weist uns auf rechten Steg.

7. Du bist der Hirt, Herr Jesu Christ,
all Menschenwitz ja Narrheit ist,
Ohn dein Wort sind wir all verlorn,
durch dein Wort werden wir neu geborn.

8. Laß unseren Mut wanken nicht,
denn aller Menschenkunst verblich,
Dein Wort befielt und bleibt allein,
der Narren Geschütz vergeht gemein.

9. Heiliger Geist, du Tröster werth,
gib deim Volk einerlei Sinn auf Erd,
Daß wir nicht Meister suchen mehr
denn Jesum Christ, sein Wort und Ehr.

10. Mach einig unser Herz und Mut,
der Lehrer und Zuhörer gut,
Daß sie bleiben bei deiner Lehr
und Suchen eigen für eitel Ehr.

11. Gib daß wir alle Witz und Kunst,
all Neid und Hitz, und all Menschen Gunst,
All zeitlich Wohlersgehen fahren lahn
Und gehen allein auf deiner Bahn.

12. Heilige uns in der Wahrheit dein,
dein Wort ist ja die Wahrheit rein,
Steh bei uns in der letzten Not,
gleit uns Leben aus dem Tod.

13. Behüt uns Herr für falscher Lehr,
fürs Turken, Bapts, und Schwermer,
Erhalt uns nur bei deinem Wort
Amen, das gib, O treuer Hort.

Selneccer, Nikolaus – Ach Herr, gieb uns ein rechten Sinn

Selneccer, Nikolaus – Ach Herr, gieb uns ein rechten Sinn

Mel. Erhalt uns Herr bei deinem Wort.

Ach Herr, gieb uns ein rechten Sinn,
Daß wir nirgend gehn anders hin
Denn zu dir und zu deinem Wort
Und fliehn des Teufels Tück und Mord.

Laß uns still sein und hoffen fest,
Es ist ja dies das allerbest:
Wer glaubt an dich, Herr Jesu Christ,
Und leiden kann und duldig ist.

Verleih, daß wir die Predigt dein
Groß achten und gehorsam sein.
Und laß uns weisen mit diem Wort,
Welchs ist des Herzens Trost und Hort.

Wer dir nicht folgt und dein Wort hört,
Der ist an Seel und Leib bethört
Und wird zerschmettert ewiglich.
Behüt uns Herr genädiglich.

Selneccer – Himmelfahrt

Selneccer, Nikolaus – Wir danken dir, Herr Jesu Christ

Selneccer, Nikolaus – Wir danken dir, Herr Jesu Christ

Wider die Rottengeister und falschen Lehrer.

Mel. Erhalt uns Herr bei deinem Wort.

Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
Daß du unser Haupt worden bist,
Hilf daß wir folgen deiner Lehr
Und suchen sonst kein Heiland mehr.

Ach Gott, es geht gar übel zu,
Auf dieser Erd ist keine Ruh;
Viel Secten und groß Schwärmerei
Auf einem Haufen kommt herbei.

Herr Jesu Christ, dein ist die Ehr,
Erhalt dein Wort und heilsam Lehr.
Erweis dein Majestät und Thron,
O Gottes und Marien Sohn.

Straf doch der losen Schwätzer Tand,
Die binden wolln dein rechte Hand,
Daß alle Welt erkenne dich
Und ehr dein Namen ewiglich.

Selneccer – Himmelfahrt

Luther, Martin – Ach Gott, vom Himmel sieh darein

Luther, Martin – Ach Gott, vom Himmel sieh darein

Psalm XII

(Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein)

1. Ach Gott, vom Himmel sieh darein
Und laß dich das erbarmen,
Wie wenig sind der Heiligen dein,
Verlassen sind wir Armen.
Dein Wort man läßt nicht haben wahr,
Der Glaub ist auch verloschen gar
Bei allen Menschenkindern.

2. Sie lehren eitel falsche List,
Was eigen Witz erfindet,
Ihr Herz nicht eines Sinnes ist
In Gottes Wort gegründet.
Der wählet dies, der ander das,
Sie trennen uns ohn alle Maß
Und gleißen schön von außen.

3. Gott wollt ausrotten alle Lahr,
Die falschen Schein uns lehren,
Dazu ihr Zung stolz offenbar
Spricht: Trotz, wer wills uns lehren!
Wir haben Recht und Macht allein,
Was wir setzen, das gilt gemein,
Wer ist, der uns sollt meistern?

4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein,
Die Armen sind verstöret.
Ihr Seufzen dringt zu mir herein,
Ich hab ihr Klag erhöret.
Mein heilsam Wort soll auf den Plan,
Getrost und frisch sie greifen an
Und sein die Kraft der Armen.

5. Das Silber, durchs Feuer siebenmal
Bewähret, wird lauter funden;
Am Gotteswort man warten soll
Desgleichen alle Stunden.
Es will durchs Kreuz bewähret sein,
Da wird sein Kraft erkannt und Schein
Und leucht stark in die Lande.

6. Das wollst du, Gott, bewahren rein
Vor diesem argen Gschlechte
Und laß uns dir befohlen sein,
Daß sichs in uns nicht flechte.
Der gottlos Hauf sich umher findt,
Wo diese lose Leute sind
In deinem Volk erhaben.