Von allen Dingen ab,
Die nicht mitgeh’n durchs Grab,
Soll meine Seel‘ sich wenden,
Herr, gürte meine Lenden;
Lass mich hinfort auf Erden
Zum wahren Fremdling werden.
Die Welt hat nichts an mir,
Und ich hab‘ nichts allhier
Zu hoffen, zu genießen.
Ich will die Augen schließen:
Ein ewig wahres Wesen,
Kein Traum lässt mich genesen.
Ich tu‘ Verzicht darauf,
Was sonst im Pilgerlauf
Sich mir anpreisen würde,
Es ist nur eine Bürde;
Ich lass sie Andern stehen,
Ich kann also nicht gehen.
Ich bin ein Wandersmann,
Was geht’s den Fremdling an?
Ich reise gern mit Frieden,
Frei, bloß und abgeschieden:
Geld, Ehre, Lust, Vergnügen,
Ich lass euch alle liegen.
Ich kehr von dem auch ab,
Was ich zur Not noch hab‘;
Was mein ist, ist nicht meine,
Gott ist mein Gut alleine,
Mein Teil, mein Trost, mein Leben.
Was such ich noch daneben?
Weg, Herzleid, weg Betrug!
Mein Gott, du bist mir g’nug;
Man hat’s in dir alleine
So wesentlich, so reine,
So ruhig, so inwendig,
Man hat’s in dir beständig.
Mein Ausgang völlig sei,
So wird der Eingang frei,
So komm‘ ich in die Weite,
Und mich in dir ausbreite,
Daheim im Vaterlande.
Zerreiß denn meine Bande.
Verbirg‘ mich tief bei dir,
Dass ich recht einsam hier,
Und dir gemeinsam lebe,
Dir frei und fest anklebe,
Mein Liebstes nirgend schone,
Und stets im Geist nur wohne.
Nun, hin zur Ewigkeit,
Durchs fremde Land der Zeit!
Halt fest, mein treuer Leiter;
Aus mir und Allem weiter
Dein Schäflein heimwärts trage,
Mit dir allein ich’s wage.