Zwick, Johannes – Auf diesen Tag bedenken wir

Zwick, Johannes – Auf diesen Tag bedenken wir

1.) Auf diesen Tag bedenken wir,
Dass Christus aufgefahren.
Wir sind zwar noch im Elend hier
Und unter viel Gefahren.
Doch sinkt drum unser Mut nicht hin.
Durch Jesum wissen wir, wohin
Uns unsre Wallfahrt führet.

2.) Das Leben ist ans Licht gebracht:
Uns steht der Himmel offen.
Christus schließt auf mit großer Pracht,
Wir sehn ihm nach und hoffen.
Voll Freude sieht der Christ empor.
Doch säumt er nicht, auch hier zuvor
Des Heilands Pfad zu wandeln.

3.) Wer den nicht geht, wird nimmermehr
Dort seines Heils genießen.
Wer ihm nicht folgt, ach, dem muss er
Den Himmel einst verschließen.
Wer wünscht, zum Himmel einzugehn,
Der lässt in seinen Taten sehn,
Sein Wandel sei im Himmel.

4.) Herr Jesu, hilf, dass wir der Welt
Uns immer mehr entwöhnen!
Stets sorgen, was dem Herrn gefällt,
Zu ihm hinauf uns sehnen!
Du siehest dann auf uns herab,
Von uns lässt deine Treu nicht ab,
Bis wir zusammenkommen.

5.) Dann wird der Tag erst freudenreich,
Wenn Christus wird erscheinen.
Wir ziehen mit ihm in sein Reich,
Gott stillet unser Weinen.
O Wonne, wenn in Ewigkeit
Uns nun das höchste Gut erfreut
Und wir bei Christo wohnen!

6.) Lob sei dem Heiland Jesu Christ,
Dass er für uns gestorben,
Erstanden, aufgefahren ist
Und hat das Heil erworben.
Dass wir nun nicht durch Adams Fall
Verloren werden allzumal,
Sondern den Himmel erben.

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