Zwick, Johannes – DEr von dem gsatz gefryet war

Zwick, Johannes – DEr von dem gsatz gefryet war

Ein ander gsang, wie sich Christus dem gsatz underworffen und uns fry gemachet hat.

DEr von dem gsatz gefryet war
und ledig aller sünden,
Hat sich doch underworffen gar
mit andern Adams kinden.

Dahär ouch wir yetz fry vom gsatz
unnd dem nit underworffen,
Dann Christus der ist unser schatz,
uff den wir sicher hoffen.

Das Gottes kind hat ouch sin blut
vergossen zwar gar junge,
Damit uns sölichs käm zu gut
und unns das gsatz nit zwunge.

Wä nun der sun ledig erkennt,
der ist vom gsatz entrunnen,
Darumb wirdt Christus Jesus gnennt,
ders himmelrych hatt gwunnen.

Doch sind wir drumb nit also fry,
das bsünd fry sölte blyben
Und sünden nit mer unrecht sy,
ouch allen mutwill tryben.

Der Herr spricht ja: Din Gott ich bin,
doch solt ufrichtig wandlen;
Din volle gnüge wil ich syn,
doch solt du redlich handlen.

Ach Gott, dz leer uns recht verston,
din geist wölls hertz bescheiden,
Das wir vom bösen mögind lon
und dsünd selbs willig meiden.

Unnd werffind hin der vorhut lüst,
zum opffer dir ergeben,
Ouch syend durch din gnad gerüst,
nach dinem willen zläben.

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