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Schlagwort: Karwoche

Selneccer, Nikolaus – Der König über alle König groß

Selneccer, Nikolaus – Der König über alle König groß

Der König über alle König’ groß
reit’t jetzt herein gar arm und bloß.
O wie in großer Herrlichkeit
wird er kommen zur letzten Zeit.

Qui Jesum Christum nouit wohl
vitam semper sernare soll.
Omnis doctrina puluis ist,
fides manet et sine List.

Fide saluamur, glaubst du das,
habebis bona ohne Maß.
Committe cuncta deinem Gott,
qui te inuat in aller Not.
Wart dein’s Berufs, tunc Spiritus
wird dich erhalten coelitus.

Speratus, Paul – Ein gesang wie Christus zum Tod verkauft und gekaufft wardt, und desselben prophezey und figur

Speratus, Paul – Ein gesang wie Christus zum Tod verkauft und gekaufft wardt, und desselben prophezey und figur

auch ym Thon: Rex Christe factor omnium.

1. Christus, der uns mit seynem blut
das leben thewr erkauffet hat,
ward durch Judam der Juden hend
verkaufft wie Joseph zu dem todt.

2. Drumb dan seyn hauß ist worden wüst,
seyn ampt das nymbt eyn ander an,
seyn nam yn eym glied untergeth,
wy David solchs hat kundt gethan.

3. Der für uns czalt all unser schuld,
und unsers heyls czum höchsten gert,
durch den gemacht all creatur,
verkaufft ist umb geryngen wherd.

4. Der Capphas meynt, Christus todt
yhr czeytlich reych erhalten würd:
für solchen nutz, den er mit sucht,
das widerwertig wirt gespürt.

5. Also schickt allweg Got der herr
gotlosem rath den widersyn,
das endtlich yhn czu schaden kumpt,
das sy yhn achten nutz und gwyn.

6. O herr des eyning vatters wort,
daryn alleyn stet unser heyl,
gib, das dich, allerhöchsten schatz,
keyn gut noch not mach yn uns feyl.

Cosack – Paul Speratus

Speratus, Paul – Der Hymnus Rex Christe factor omnium verdeutscht,

Speratus, Paul – Der Hymnus Rex Christe factor omnium verdeutscht,

den man czu latein yn der marterwuchen singt.

1. Köng Christe, got des vatters wort,
licht, warheit und des lebens pfort,
durch dich, herr, all ding gschaffen sindt,
mach uns mit dir deyns vaters kyndt.

2. Der du hast gwalt hymels und erd,
wolst von eym weyb geboren werd,
uns gleych versucht on alle sund,
das unser armes fleysch trost fünd.

3. Du hast auß lauter gnadt und huldt
den vatter gsönt und czalt die schuldt,
die uff uns heer geerbet hat,
am creutz nambst du die gwalt dem todt.

4. Eym lamm gleych thest nit auf deyn mundt,
heym stellest, der recht richt czur stundt,
deyn blut abwusch die boßheit schweer,
welche dy menschen mehrten seer.

5. Am creutz bewegst dy erd mit gwalt;
Sonn, fürhang und der felsen spalt
czeugten, das du von got gesendt,
als du deyn geyst gabst ynn seyn hend.

6. Der du gesigt yns vatters reych
mit heylgem geyst ytzt wonest gleych,
gib, herr, dir glauben vestiglich,
dem negsten dienen brüderlich.

Cosack – Paul Speratus

Weiße, Michael – Seht heut an, wie der Messias

Weiße, Michael – Seht heut an, wie der Messias

1.) Seht heut an, wie der Messias
Christus auf einem Esel saß,
Und hin reit gen Jerusalem,
Das Ihn annehm‘ ihre Gemein‘.

2.) Welch‘ Ihn danach ohn alle Schuld
Am Ostertag aufopfern sollt‘,
Und zurichten geistlicher Weis
Als ein Osterlamm, uns zur Speis‘.

3.) Weil Er da auf der Straßen war
Begegnet Ihm ein‘ große Schar,
Die nahm Ihn an mit Lob und Preis,
Ehret Ihn ja mancherlei Weis‘.

4.) Sprechend Gebenedeit ist der,
Der uns kommt ein König einher,
In Namen Gottes, wie David,
Preis in der Höh‘, im Himmel Fried!

5.) Gelück und Heil sei Davids Sohn,
Und gebenedeit sei sein Thron,
Lob sei dem König Israel
Und uns unter ihm Fried‘ und Heil!

6.) Mit Zweigen Ihm zu Lob und Ehr‘
Ging um Ihn her ein großer Heer,
Das preiset Ihn ohn‘ Unterlass,
Warf Zweig‘ und Kleider auf die Straß‘.

7.) Das verdross die Schriftklugen sehr,
Den‘ sagt er ‚Ist euch das so schwer?
Ich sag euch, schweiget die Gemein‘,
So preisen mich so bald die Stein‘.‘

8.) Da Er aber die Stadt ansach,
Weinet Er über sie, und sprach
‚Wer dir, das du nicht hast erkannt
Deinen Heimsucher und Heiland!‘

9.) Und Er kam gen Jerusalem,
Dess‘ regt sich die ganze Gemein‘.
Auf das ging Er ins Gottes Haus,
Treibt Wechsler und Hantierer aus.

10.) Dann macht Er viel‘ Kranke gesund,
Und tat auf seinen göttlichen Mund,
Lehret bis am den Abend hin,
Ging danach gen Bethanien.

11.) Am Montag, als Er wiederkam
Und hatt‘ verflucht ein‘ Feigenbaum,
Macht sich an Ihn das gleißend‘ Heer,
Konnt‘ doch nicht dämpfen seine Lehr‘.

12.) Am Dienstag tät’s noch größern Fleiß,
Es hat sein aber wenig Preis,
Denn Jesus strafet’s offenbar
Und vermaledeit’s ganz und gar.

13.) Ging weg, und kam nicht wieder hin,
Sie aber, ganz ergrimmt auf Ihn,
Liefen am Mittwoch früh zum Rat,
Standen mit List nach seinem Tod.

14.) Da kam Judas auf ihren Plan,
Bot ihn‘ sein Herrn und Meister an,
Nahm von ihn‘ dreißig Silberling,
Und tat an Ihm so böse Ding:

15.) Am Donn’rstag in d‘ stille Nacht
Gab er Jesum in ihre Macht,
Welchen sie am Freitag geschlacht
Zum Osterlämmlein ha’n gemacht.

16.) O Lämmlein Gottes, Jesus Christ,
Weil du für uns gestorben bist,
Nimm weg all‘ unser‘ Missetat
Und steh bei uns in aller Not.