Ringwaldt, Bartholomäus – Ein Gebet nach dem Evangelium am 3. Advent

Im Ton: Es ist das Heil uns kommen her.

O du getreuer Jesu Christ,
Wahr Gott in unserm Fleische,
Der du der recht Messias bist,
Der ganzen Welt verheißen.
Und außer dir kein ander Held
Zu warten steht auf dieser Welt,
Als wol die Juden sagen.

Hilf, daß wir dich als Diener treu
Mit Herz und Mund bekennen,
Und uns von dir kein Lieb noch Scheu
Durch Aergerniß lan trennen,
Sondern stracks bei dem Worte dein
Verharren und drauf schlafen ein,
Wie Sanct Johann der Täufer.

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Ringwaldt, Bartholomäus – Ein Abendsegen

HErr Jesu Christ, ich leg mich nu
Jetzt abermals in meine Ruh,
Auf daß mein Körper habe Rast,
Wie du es ihm verdienet hast.

Ich bitte dich im Geiste dein,
Laß deine Engel bei mir sein,
Mich zu bewahren allgestalt
Vors Teufels Bosheit und Gewalt.

Damit ich wieder Kraft erhol
Auf morgen zu bestellen wohl
In deiner Furcht mit frischem Muth,
Was mein Beruf erfordern thut.

Und weil denn dieser Schlaf bedeut,
Daß ich einmal auf eine Zeit
Mich werde, wenn du, Herr, wirst wolln,
Zu Bett ins Erdreich legen solln.

So hilf mir, Christe, deinem Schaf,
Daß ich alsdann fein sanft entschlaf,
Auch fröhlich wieder aufersteh
Und mit dir in den Himmel geh.

Das hilf mir, HErr, durch deine Kraft,
In dieser armen Pilgerschaft,
So bin ich allethalb genesn
Und gar wohl in der Welt gewesn.

Amen, hierauf befehl ich dir
Alles, was du hast geben mir
Und schlafe auf den Namen dein
Als dein Gliedmaß fröhlich ein. Amen.

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Ringwaldt, Bartholomäus – Fides nostra est victoria

1 Johan. 5.

Wer herzlich gläubet an den Christ,
Des Teufels Ueberwinder ist,
Kehrt sich an keine Tyrannei
Und steht nur stracks der Wahrheit bei.

Der Miethling aber und die Thorn,
So nicht rechtschaffen neu geborn,
Die hinken als die lahmen Hund
Und führen Christum nur im Mund.

Christus ist meine Seligkeit,
Schutz, Beistand und Gerechtigkeit,
Auf den mach ich die Augen zu;
Trotz, der mich überwinden thu!

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Ringwaldt, Bartholomäus – Ein Begräbnißlied der Kirchen Christi zu Frankfurt an der Oder.

HErr Gott, dein Gewalt
Ist über Jung und Alt,
Davor laß uns nicht grauen,
Beweist sich bald,
Macht schwach und ungestalt,
Worauf die Menschen bauen.
Auf eine Stund
Verbleicht Gesicht und Mund,
Du kannst bald alles stillen,
Und ob das Leben gleich vergeht,
So geschiehts nach deinem Willen.

HErr, so dein Hand
Wird über uns gesandt
Durch dein väterlich Heimsuchen,
So gib zu Hand,
daß solches werde bekannt,
Wir nicht dawider fluchen;
Gib Kraft allein,
Den guten Willen dein
Geduldiglich zu tragen,
Daß leiblich Schmerz noch Blödigkeit
Uns von dir nicht abjagen.

HErr, hab Geduld,
Richt nicht nach unsrer Schuld,
Wir müssen sonst verderben;
Gib uns dein Huld
Und Jesu Christi Unschuld,
Durch den wir dein Reich erben.
Denn deine kraft
Solchs alles in uns schafft,
Daß wir hie nicht verzagen.
In Todesnoth laß uns dir, Gott,
Durch JEsum Christum behagen.

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Ringwaldt, Bartholomäus – Ein Morgensegen

Im Ton: Von Gott will ich nicht lassen.

1. O Gott, ich tu dir danken,
Dass du durch deine Güt
Mich hast vors Teufels Wanken
In dieser Nacht behüt,
Also dass er mich fein
hat müssen lassen schlafen
Und mir mit seinen Waffen
Nichts können schädlich sein.

2. Beschütz mich auch auf heute
Vor großer Angst und Not,
Vor Gottsvergessnen Leuten,
Und vor eim schnellen Tod,
Vor Sünden und vor Schand,
Vor Wunden und vor Schlägen
Vor ungerechtem Segen,
Vor Wasser und vor Brand.

3. An meinem Geist mich stärke,
Sowohl auch an dem Leib,
Dass ich meins Amtes Werke
Mit allen Freuden treib
Und tu nach meiner Pflicht,
So viel, als mir befohlen,
Bis dass du mich wirst holen
Zu deinem hellen Licht.

4. Mein Gesichte1Sehen mir verleihe
Bis an mein letztes End
Und gnädig benedeie2segne
Die Arbeit meiner Händ,
Damit ich auch was hab
Für mich in schweren Zeiten,
Und davon armen Leuten
Kann ehren eine Gab.

5. Vor allem mich regiere
Mit deinem Gnadengeist,
Dass ich mein Gdanken führe
Im Himmel allermeist,
Und ja nicht ganz und gar
Sei mit dem Geiz besessen,
Und schändlich mög vergessen
Des lieben Himmels klar.

6. Erhalt mir Leib und Leben,
So lang es dir gefällt,
Und tu mir, HErr, nur geben
Den Schatz in jener Welt,
So gilt mirs alles gleich
Und steh es wohl zufrieden,
Ob ich schon nicht hienieden
Bin vor den Menschen reich.

7. O HErr, hilf mir vollenden
Mein‘ saure Lebenszeit,
Tu mir dein Hülfe senden
Und sei nicht allzuweit,
Wenn ich beim schlafen geh,
Auf dass ich friedlich fahre
Und mit der Christenschare
Zum Leben aufersteh. Amen.

Ringwaldt, Bartholomäus – Der 73. Psalm

Hilf Gott, wie gehts so ungleich zu
In dieser Welt auf Erden!
Der Gottlos hat gut Fried und Ruh
In fröhlichen Geberden,
Ihn überfällt kein‘ Todesfahr,
Lacht und stolziret immerdar
Und weiß von keinem Leide.

Derhalben treibt er Uebermuth
Und thut, was ihn gelüstet,
Verläßt sich auf sein Geld und Gut,
Hoch pranget und sich brüstet,
Vernichtet guter Leute Rath
Und lobet nur sein‘ eigen That,
Läßt ihm sonst nichts gefallen.

Was er redt, das muß köstlich sein,
Als käm es gar von oben;
Wo jemand ihm was spricht darein,
So thut er heftig toben,
Schilt denselbigen, was er kann,
Und nimmt die klugen Heuchler an,
Die sein Gedanken preisen.

Dagegen wird ein frommer Mann,
Sammt allen seinen Gaben,
Der Armuth halben ausgethan
Und muß zu Winkel traben
Und hat daneben alle Tag
Von Gott dem HErrn sein Straf und Plag,
Und muß sich immer leiden.

Daher dächt man, daß der Gerecht
Von dir gleich wär verstoßen,
Der Gottlos aber wär dein Knecht
Und säß dir in dem Schooße.
Aber am End befindt sichs wol,
Was man hievon urtheilen soll,
Und was davon zu halten.

Du setzst die Stolzen auf ein Grund,
Der leichtlich wird zu Schanden;
Eh mans versieht kömmt ihre Stund
Und sind nicht mehr vorhanden,
Gehn wie ein Traum gar schnell dahin,
Und niemand spricht: Der HErr sei ihm
Genädig und barmherzig.

Die Deinen aber thust du fest
Erhalten und bewahren,
Und da sie gleich aus ihrem Nest
Auch einst von hinnen fahren,
So gschiehts doch auf ein‘ ander Weis,
Dem Namen dein zu Lob und Preis
Und ihrer Seel zum Besten.

Darum will ich geduldig sein,
Der stolzen Leut nicht achten,
Mich wie ein Christ verhalten fein,
Mein letztes End betrachten,
Und also schicken meine Sinn,
Als wenn ich morgen sollt von hin
Aus diesem Elend reisen.

Du, Herr, bist mein gewisses Ziel,
Mein Reichthum und mein Segen,
Mag haben wenig oder viel,
Daran ist nichts gelegen,
Wenn ich nur deines Geistes Gab
Zum Trost in meinem Herzen hab,
So hab ich alle Schätze.

Wenn mir gleich Leib und Seel verschmacht,
Und die Welt unterginge,
Jedoch mein Herz nach seiner Macht
An deiner Gnaden hinge;
Denn ich weiß, daß du, Jesu Christ,
Mein Theil, Trost und Erretter bist,
Du wirst mich wol erhalten.

Du, HErr, bist nur die Freude mein,
Sammt deiner reinen Lehre,
Nicht Aecker, Häuser, Korn noch Wein,
Herrngunst, Gewalt und Ehre,
Darin die Welt hoch prangen thut;
Ich aber will in meinem Muth
Mich deines Namens rühmen. Amen.

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Ringwaldt, Bartholomäus – Vom Amte aller frommen Prädicanten

Ihr Prädicanten frommer Art,
Nach Geistes Maß in Gott gelahrt,
Die ihr des Hauses Israel,
Als melden thut Ezechiel,
Auf Erden nach des Amts Bescheid
Gar hoch vereidet Wächter seid
Und sollt das Volk an eurem Ort
Wohl unterweisen mit dem Wort
Des Gsetzes und der Seelen Heil,
Doch jedes fein in seinem Theil,
Als viel die Noth in rechter Maß
An Straf und Trost erfordert das.
Schaut, daß ihr solches fleißig treibt,
Wohl leset, meditirt und schreibt
Und Gottes Geist, der in euch steckt
Mit steter Uebung auferweckt,
Damit dasjenig, was ihr lehrt,
Werd mit Verstand in euch gemehrt,
Und ihr es auch geschickt und ebn
Könnt wieder von der Kanzel gebn.
Darum studiret ja mit Fleiß,
Und sagt in eurem Kirchenkreis,
Daß nur allein die Seligkeit
Steh in Christi Gerechtigkeit.
Verkündigt auch die Buß danebn
Und straft das ärgerliche Lebn
Ohn Unterschied an Arm und Reich
Und seit den Spittelmeistern gleich,
Die in den Stüblein ihren Schwachn
Nicht einerlei Getränke machn,
Sondern eim jeden geben ein,
Was dienet für die Krankheit sein.

Also braucht auch Bescheidenheit
Nach aller Schaf Gelegenheit,
Das eine straft, das ander tröst,
Das dritte bindt, das vierte löst,
Und flößet ihnen Milch und Wein,
Auch Saures, Kalt und Warmes ein,
Darnach ein jede Creatur
Dasselb bedarf zu ihrer Cur.

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Ringwaldt, Bartholomäus – Wend ab deinen Zorn, lieber Gott

1.) Wend ab deinen Zorn,
Lieber Gott, mit Gnaden
Und lass nicht wüten
Deine blut’gen Ruten,
Richt uns nicht streng
Nach unsern Missetaten
Sondern nach Güte!

2.) Denn so du wolltest
Nach Verdienst bestrafen,
Wer könnte deinen Zorn
Und Grimm ertragen?
All’s müsst‘ vergehen,
Was du hast geschaffen,
Vor deinen Plagen.

3.) Vergib, Herr, gnädig
Unsre großen Schulden,
Lass über das Recht
Deine Gnade walten,
Denn du pflegest
Zu schon‘ nach großer Hulde,
Uns zu erhalten.

4.) Sind wir doch arme
Würmlein, Staub und Erden
Mit Erbsünd‘, Schwachheit
Not und Tod beladen:
Warum sollten wir
Gar zu nichte werden
Im Zorn, ohn‘ Gnaden?

5.) Sieh an deines Sohns
Kreuz und bitter Leiden,
Der uns erlöset hat
Mit seinem Blute
Und eröffnen lassen
Sein Herz und Seiten,
Der Welt zu Gute.

6,) Darum, o Vater,
Lass uns nicht verderben,
Dein‘ Gnad‘ und Geist
Durch Christum wollst uns geben.
Mach‘ uns samt ihm
Des Himmelreiches Erben,
Mit dir zu leben.

Ringwaldt, Bartholomäus – Es baut, o Herr, auf dein Geheiß

1.) Es baut, o Herr, auf dein Geheiß
Der Menschen Hand die Erde,
Voll Hoffnung, dass ihr reger Fleiß
Von dir gesegnet werde.
Auf dein Versprechen trauen sie:
„Du sollst dein Brot bei Fleiß und Müh‘,
Solang du lebest, essen.“

2.) Noch immer traf dies Wort auch ein;
Gib ferner deinen Segen,
Dass Saat und Pflanzen wohl gedeihn,
Gib Sonnenschein und Regen.
Der Landmann baut umsonst das Land,
Wenn deine milde Vaterhand
Nicht seine Arbeit segnet.

3.) So kröne denn mit Fruchtbarkeit
Das Land nach deiner Güte,
Und wenn die Aussaat uns gedeiht,
O Vater, so verhüte,
Dass Frost und Sturm und Hagelschlag
Sie nicht zerstörend treffen mag,
Nicht Flut sie überschwemme.

4.) Wir traun auf dich,
O guter Gott, und lassen dich nur walten.
Du kennst am besten unsre Not,
Hast lange Haus gehalten.
So wirst du denn zu deinem Ruhm auch uns,
Dein Volk und Eigentum,
Noch ferner wohl versorgen.

Ringwaldt, Bartholomäus – Allein auf Gott setz dein Vertraun

1.) Allein auf Gott setz dein Vertraun,
Auf Menschenhilf‘ sollst du nicht bau’n,
Gott ist’s allein, der Glauben hält,
Sonst ist kein Glaub‘ mehr in der Welt.

2.) Bewahr dein Ehr‘, hüt‘ dich vor Schand,
Ehr‘ ist fürwahr dein höchstes Pfand,
Wirst du die Schanz einmal versehn,
So ist es um dein‘ Ehr‘ geschehn.

3.) Cläff‘ nicht zu viel, sondern hör mehr,
Das wird dir bringen Lob und Ehr‘.
Mit Schweigen sich verredt niemand,
Sprechen bringt mach’n in Sünd‘ und Schand‘.

4.) Dem Größern weich, acht dich gering,
Dass er dich nicht in Unglück bring‘,
Dem Kleinern auch kein unrecht tu,
So lebst du stets in Fried‘ und Ruh‘.

5.) Erheb‘ dich nicht mit stolzem Mut,
Wenn du bekommen hast groß‘ Gut,
Es ist dir nicht darum gegeben,
Dass du dich dadurch sollst erheben.

6.) Frömmigkeit lass gefallen dir
Viel mehr als Gold, das glaube mir.
Wenn Geld und Gut sich von dir scheidt,
So weicht doch nicht die Frömmigkeit.

7.) Gedenk der Arm’n zu jeder Frist,
Wenn du von Gott gesegnet bist,
Sonst dir das widerfahren kann,
Was Christus sagt vom reichen Mann.

8.) Hat jemand dir was Gut’s getan,
Da sollst du allzeit denken dran,
Es soll dir sein von Herzen Leid,
Wenn’s deinem Nächsten übel geht.

9.) In deiner Jugend sollst du dich
Zur Arbeit halten fleißiglich.
Danach gar schwer die Arbeit ist,
Wenn du zum Alter kommen bist.

10.) Kehr dich auch nicht an Jedermann,
Der dir vor Augen dienen kann:
Nicht alles geht von Herzensgrund,
Was schön und lieblich redt der Mund.

11.) Lass kein‘ Unfall verdrießen dich,
Wenn gleich das Glück geht hinter sich:
Anfang und Ende nicht gleich sein,
Wie solch’s oft gibt der Augenschein.

12.) Mäßig im Zorn sei allezeit,
Um klein‘ Ursach‘ erheb kein streit,
Durch Zorn das Herz so wird verblendt,
Dass man, was Recht ist, nicht erkennt.

13.) Nicht schäm dich, rat ich allermeist,
Dass man dich lehr‘, was du nicht weißt.
Wer etwas kann, den hält man Wert,
Den Ungeschickten niemand begehrt.

14.) O merk, wenn einer führt ein‘ Klag
Vor dir, so sollst du bald der Sach
Nicht glauben, auch nicht richten fort,
Sondern erst hör’n des Andern Wort.

15.) Pracht und Hoffart meid‘ überall,
Dass du nicht kommest gar zu Fall.
Mancher wär ein wohlhab’ner Mann,
Hätt‘ er Hoffart und Pracht gelahn.

16.) Quäl‘ dich in Kreuz und Trübsal nicht,
Setz nur auf Gott dein Zuversicht.
Es mögen dich viel fechten an,
Dem sei Trotz, der’s nicht lassen kann.

17.) Ruf Gott in allen Nöten an,
Er wird gewisslich bei dir stahn:
Er hilft ein’m jeden aus der Not,
Der nur nach seinem Willen tut.

18.) Sieh dich wohl vor, die Zeit ist bos‘,
Die Welt ist falsch und sehr gottlos.
Willst du der Welt viel hangen an,
Ohn‘ Schad und Schand kommst nicht davon.

19.) Tracht stets nach dem, was Recht getan,
Ob’s gleich nicht lobet Jedermann,
Es kann’s doch keiner machen so,
Dass Jedermann’s gefallen tu.

20.) Verlass dich nicht auf irdisch‘ Ding,
All zeitlich Gut achte gering.
Darum der Mensch gar weißlich tut,
Der allein sucht das ew’ge Gut.

21.) Wenn jemand mit dir hadern will,
So rat ich, dass du schweigest still
Und ihm nicht helfest auf die Bahn,
Da er gern wollt‘ ein ursach‘ han‘.

22.) Xerxes verließ sich auf sein Heer,
Darüber ward er g’schlagen sehr.
Wenn du musst Krieg führ’n Gott vertrau,
Sonst allezeit den Frieden bau.

23.) Ye läng’r, je mehr kehr dich zu Gott,
Dass du nicht kriegst des Teufels Spott.
Der Mensch ein solchen Lohn wird han,
Wie er im Leben hat getan.

24.) Zier all‘ dein Tun mit Redlichkeit,
Bedenk zum End‘ den letzten B’scheid,
Denn vor getan und nach gedacht,
Hat manchen in groß‘ Leid gebracht.