Arnold, Gottfried, Sohn des sechsten Schullehrers zu Annaberg im Meißnischen, ist am 5. September 1666 geboren. Nach dem Besuche des Gymnasiums zu Gera und der Universität Wittenberg, wo er, 1686 Magister wurde, übernahm er Hofmeisterstellen zu Dresden und Quedlinburg, 1697 die Lehrstelle der Geschichte zu Gießen, die er ein Jahr hernach wieder niederlegte, und erhielt 1700 die Hofpredigerstelle bei der Herzogin von Sachsen-Eisenach zu Altstädt. Im Jahre 1705 wurde er Inspektor und Pastor zu Werben, und 1707 zu Berleburg, und zugleich kgl. preußischer Historiograph. Am letzten Orte drangen den 20. Mai 1714 Werber während des Abendmahls in die Kirche ein, um einige junge Leute wegzunehmen. Dieses schreckliche Verfahren erschütterte ihn so sehr, dass er darüber in ein hitziges Fieber verfiel, und nach 10 Tagen starb. Außer 130 Liedern hat er viele andere Schriften dem Druck übergeben, z. B. die bekannte Kirchen- und Ketzergeschichte.