Ambrosius – Biographie

Ambrosius, geboren ums fahr 340, wahrscheinlich zu Trier, wo sein Vater, römischer Statthalter in Gallien, seinen Sitz hatte, starb als Bischof in Mailand 597. Er war ein großes Licht der Kirche, voll Glaubens und Heiligen Geistes, dessen Namen in unvergänglichen Ehren steht, und hat auch große Verdienste um den Kirchengesang. Einer alten Sage nach wurde das Te deum laudamus, der ambrosianische Lobgesang Nr. 1, bei Augustins Taufe von ihm und diesem – denn beide wurden erst in ihrem Mannesalter getauft, unverabredet und wechselweise vor der versammelten Gemeinde zu Mailand gesungen, wo Ambrosius Bischof war. Dies kann gelten, neben der richtigeren Nachricht, dass Ambrosius diesen Gesang aus dem Griechischen übersetzt habe. Es wurden ihm dreißig Hymnen zugeschrieben. Er war im Jahre 370 Statthalter zu Mailand, und wurde 374, ehe er getauft war, und ungeachtet seines Widerstrebens und Entfliehens, zum Bischofe gewählt, als ein Kind in der Kirche gerufen haben soll ‚Ambrosius Bischof!‘ welchem Rufe alle Parteien augenblicklich beistimmten. Er war ein Muster eines Bischofes für alle Zeiten, streng gegen sich und furchtlos, selbst Kaisern gegenüber, und starb wahrscheinlich am 4. April 397. Die deutsche Übersetzung des ambrosianischen Lobgesangs ist von Dr. Luther.