Nicht der Anfang, nur das Ende
Krönt des Christen Glaubensstreit;
Ach, getreuer Gott, vollende
Meinen Lauf in dieser Zeit!
Hab‘ ich einmal dich bekannt,
So verleihe mir Bestand,
Dass ich, bis ich einst erkalte,
Glauben und Gewissen halte!
2. Lass mich einem Felsen gleichen,
Der in Sturm und Fluten steht;
Lass mich nicht zurückeweichen,
Wenn mich Not und Tod umfäht!
Sei mein Anker, der nicht richt,
Sei mein Stern und helles Licht,
Dass ich nicht von dir mich scheide
Und am Glauben Schiffbruch leide!
3. Du bist treu in allen Dingen,
Und dein Wort ist auch getreu.
Lass mich dir ein Herze bringen,
Das getreu und kindlich sei!
Wanket oft mein Fleisch und Blut,
Und entsinket mir der Mut,
So lass doch den rechten Glauben
Nicht aus meinem Herzen rauben!
4. Es ist gut, ein Christ zu werden,
Besser noch, ein Christ zu sein;
Doch den besten Ruhm auf Erden,
Gibt der Herr nur dem allein,
Der ein Christ beständig bleibt
Und bis an sein Ende gläubt;
Und der Himmel wird mit Kronen
Seine Treue dort belohnen.
5. Lass mich halten, was ich habe,
Dass mir nichts die Krone nimmt!
Es ist deines Geistes Gabe,
Dass mein Glaubensdocht noch glimmt.
Lösche nicht den Funken aus,
Mach ein helles Feuer draus;
Lass es ungestöret brennen,
Dich vor aller Welt bekennen!
6. Du hast meinen Grund geleget;
Jesus, der mein Eckstein ist,
Wird durch keine Macht beweget,
Ihn verrücket keine List.
Lass mich fest auf ihm bestehn,
Nimmermehr zu Grunde gehn,
Wenn sich Macht und List bemühen,
Mich von Christo abzuziehen!
7. Jesu, hilf mir dir anhangen,
Wie die Reb‘ am Weinstock hängt1andere: Wie das Schaf am Hirten hängt,
Und im Glauben dich umfangen,
Wie mich deine Gnad‘ umfängt!
Kommt es dann zur letzten Not,
So versiegle mir im Tod,
Was ich hier geglaubt auf Erden,
Und lass es zum Schauen werden!