Jesu, komm doch selbst zu mir
und verbleibe für und für;
komm doch, werter Seelenfreund,
Liebster, den mein Herze meint!
Tausendmal begehr ich Dich,
weil sonst nichts vergnügte mich;
tausendmal schrei ich zu Dir:
Jesu, Jesu, komm zu mir!
Keine Lust ist in der Welt,
die mein Herz zufriedenstellt;
Jesu, nur Dein „Bei mir sein“
nenn ich meine Lust allein.
Aller Engel Glanz und Pracht,
und was ihnen Freude macht,
ist mir, süßer Seelen-Kuss,
ohne dich nichts als Verdruss.
Keinem andern sag ich zu,
dass ich Ihm mein Herz auftu;
Dich alleine lass ich ein,
Dich alleine nenn ich mein.
Dich alleine, Gottes Sohn,
heiß ich meine Kron und Lohn;
Du für mich verwund’tes Lamm
bist allein mein Bräutigam.
O so komm denn, süßes Herz,
und vermindre meinen Schmerz;
Denn ich schreie für und für:
Jesu, Jesu, komm zu mir.
Nun ich warte mit Gedult,
bitte noch um diese Huld,
dass du wollst in Todes-Prein
mir ein süßer Jesus sein.