Johann Adam Lehmus – Psalm 97.

Zions Herr und Gott ist König!

Freuet euch

Allzugleich

Willig, unterthänig.

Preist Ihn, Völker dieser Erden!

Auch das Meer

Und sein Heer

Soll ihm dienstbar werden.

 

  1. Wolken, seines Glanzes Hülle,

Decken Ihn,

Und umziehn

Seines Thrones Stille.

Wollt‘ Ihn ein Geschöpf erleben,

Würd‘ es nicht

Vor dem Licht

Seines Strahls vergehen?

 

  1. Von der Gottheit heil’gem Sitze

Drängen sich

Fürchterlich

Donner, Feu’r und Blitze;

Seine Feinde zu bezahlen,

Sendet Er

Weit umher

Mächtige Feuerstrahlen.

 

  1. Zitternd stehn des Erdbaus Gründe,

Wenn Er spricht;

Sein Gewicht,

Weckt die Welt geschwinde.

läßt Er Recht statt Huld ergehen,

Bebt und fällt

Alle Welt

Wer kann da bestehen?

 

  1. Doch Er will nicht immer schelten;

Fort und fort

Geht sein Wort

Aus in alle Welten,

Sünder zu dem Stuhl der Gnaden

Ohne Drohn

Für den Sohn

Segnend einzuladen.

 

  1. Schämt euch, die ihr Bildern dienet!

Kommet her,

Hier ist Der,

Der die Welt versühnet!

Sollten Götzen Hülfe geben?

Todt sind sie;

Können die,

So nur Staub sind, leben?

 

  1. Betet Ihn an, alle Götter!

Zion, komm

Froh und fromm,

Preise deinen Retter!

Kinder Gottes, rühmt Ihn fröhlich!

Denn sein Reich

Heiligt Euch;

Wer Ihm dient, ist selig.

 

  1. Aller Erde Fürsten müssen

Nah und fern

Diesem Herrn

Noch das Scepter küssen.

War der Gottmensch einst verschmähet,

Nun ist Er

Hoch und hehr

Auf den Thron erhöhet!

 

  1. Freunde eures Königs, liebet

Ehr‘ und Zucht

Und verflucht,

Was sein Herz betrübet.

Sein Sinn hilft in allen Zeiten,

Wenn uns Noth,

Höll‘ und Tod

Aengsten und bestreiten.

 

  1. Der Gerechte siegt doch immer;

Bricht die Nacht

Ein mit Macht,

Sieht er Christi Schimmer.

Wenn der Erdbau auch zerstäubet,

Wenn die Welt

Wankt und fällt,

Steht er, glaubt und bleibet!

 

  1. Huldigt Ihm, versöhnte Sünder!

Ziert sein Reich,

Heiligt euch,

Freie Gotteskinder!

Ringt, daß ihr den König rühmet

Fort und fort

Hier und dort,

Wie’s Erlös’ten ziemet!