Julius Köbner – Jakobs Kampf.

  1. Mor. 32, 24.

 

Schenk‘ mir Jakobs Kräfte,

Schenk‘ mir Jakobs Muth!

Flehn sei mein Geschäfte,

Flehn, das nimmer ruht.

Ich will Dich nicht lassen,

Das ist fest mein Sinn,

Ich will Dich umfassen,

Bis ich selig bin!

 

  1. Scheint es auch, als wändest

Du Dich los von mir,

Und es nicht verständest,

Was ich will von Dir

Ach Du gabst ja Segen

Eh‘ ich noch geweint,

Tratst mir hold entgegen,

Als ich war dein Feind.

 

  1. Segnen und erretten,

Das ist Deine Lust.

Brich des Zweifels Ketten!

Zeig‘ in deiner Brust

Mir die große Liebe,

Die mich glauben heißt,

Mit allmächt’gem Triebe

Mich stets an sich reißt!