Durchsuchen nach
Schlagwort: Glaubensbekenntnis

Zwick, Johannes – Ich glaub an Gott den Vater mein

Zwick, Johannes – Ich glaub an Gott den Vater mein

1.) Ich glaub an Gott den Vater mein,
Auch sein’n einigen Sohne,
Und hoff, dass ich dadurch soll sein
Erlöst von Sünd‘ und Wahne.
Ich glaub, wie Christus z’Himmel g’fahrn,
Dass er mich werd‘ herab bewahrn,
Bis er mich zu ihm nehme.
Halleluja, Halleluja!

2.) Ich glaub, dass er zur rechten Hand
Des Vaters sitzt mit G’walte,
Er ist’s, der bricht des Teufels Band,
Dass er die Seinen b’halte.
O Herr Gott, o Jesu Christ,
Biet uns die Hand zu aller Frist,
Zieh uns zu dir in‘ Himmel!
Halleluja, Halleluja!

3.) Ich glaub auch, dass er mit der Zeit,
Gleich wie er aufgestiegen,
Werd‘ wiederkommen: Ist nicht weit,
Wiewohl die Stund‘ verschwiegen,
Die Zeichen aber wissen wir,
Vielleicht sind sie verlaufen schier,
Eh dass wir’s recht bedenken.
Halleluja, Halleluja!

4.) Heut hält man’s Fest der Himmelfahrt
Durch Christum, unsern Herren,
Noch halten viel die Widerpart,
Dies‘ Zeit mit Schand‘ verzehren,
Das Hochzeitskleid ha’n sie nicht an,
Sie werden aber denken dran,
Was wir jetzt ha’n gesungen.
Halleluja, Halleluja!

5.) Gott woll, dass unser Herz und Mund
Mit Wahrheit z’sammen stimme
Und g’denken all‘ der letzten Stund,
Was sich derselben zieme,
Dass uns die Wolken tragen auch
Mit Christo in den Himmel hoch,
Hilf Gott, dass wir’s erfahren!
Halleluja, Halleluja!

Zwick, Johannes – Ich glaub in Gott dem Vater mein

Zwick, Johannes – Ich glaub in Gott dem Vater mein

1.) Ich glaub in Gott dem Vater mein,
Schöpfer Himmels und der Erden,
Der unser Vater stets will sein,
Dass wir sein‘ Erben werden.
Allmächtig ist sein‘ göttlich Hand,
Alle Ding‘ sind ihm auch bekannt,
Er sorgt für uns und er regiert,
Was Luft, Wasser und Erd‘ gebiert,
Ohn‘ jenen auch gar nichts geschicht,
Was er nicht hält, wird bald zunicht‘.

2.) Ich glaub in‘ Herren Jesum Christ,
Des Vaters eingebornen Sohn,
Der unser Gott und Heiland ist,
Vom Heil’gen Geist empfangen schon,
Aus Maria ist er geborn.
Ein Jungfrau bleibt sie ewiglich,
Er hat versöhnt des Vaters Zorn
Und gelitten ganz williglich
Der Geiß’lung und Krönung Marter
Unter Pilato, dem Richter.

3.) Ohn‘ Schuld ward er gekreuziget,
Auch getötet und begraben,
Zur Höllen er absteigen tät,
Den Teufel da zu berauben,
Aufstand er von den Toten fröhlich
Am dritten Tag zu rechter Zeit,
Fuhr auf gen Himmel ganz herrlich,
Sitzt zur Rechten an’s Vaters Seit‘,
Wird zu urteilen wiederkommen
Alle Geschlecht‘ Bös‘ und Frommen.

4.) Ich glaub in Gott, den Heil’gen Geist,
Auch ein christliche Gemein‘,
Die er zur Wahrheit reizt und weist
Heil’ge Gemeinschaft hat sie allein.
Bei ihr bleibet er stetiglich,
Lehret sie Gotts recht Erkenntnis.
Der Sünden Ablass auch glaub ich
Und des Fleisches Auferstehnis,
Dazu ein ewiges Leben,
Das woll‘ uns Gott gnädig geben.

– Amen –

Weisse, Michael – WIr glawben jnn Got den Vater,

Weisse, Michael – WIr glawben jnn Got den Vater,

WIr glawben jnn Got den Vater,
allmechtigen Hern unnd schepffer,
Der jmm anbegin lies werden
durch sein wort himmel unnd erden.

Und jnn seinen sohn, Jhesum Christ,
unsern Herren, der jhm gleich ist
Inn der gotheit und herlikeyt,
aus jhm geborn von ewikeit.

Der vom heiligen Geist allein
entpfangen ist Heilig unnd rein,
Vonn Maria mensch geboren,
welch ihr zucht nih hat verloren.

Der auch alle sünd vermieden,
undter Pilato gelieden,
Gekreutziget und gestorben,
darnach begraben ist worden.

Der auch gestigen zur hellenn,
zurstört der altueter stellen,
Am dritten tag ist erstanden
vom tod unnd all seinen banden.

Darnach gen himmel gefaren
als ein König der herscharen,
Wo er sitzt zu Gottes rechten
und herschet allen geschlechtenn.

Von dannen er auch offenbar
am letzten tag mit seiner schar
Ser herlich ernider steigen
richten wirt und nichts verschweigen.

Glauben auch inn heiligen Geist,
von welchem die schriefft allermeist
Und alle weißheyt ist kommen,
den auferwelten zu fromen.

Eine kirch von Got auferkorn
unnd durch seinen Geist newgeborn,
Eine heilige gemeinschafft
unnd ordnung zu Gottes kintschafft.

Vergebung der sünden allein
inn der auserwelten gemein,
Durch geniessung aller gaben,
welch jhr Got schencket von oben.

Auferstendung alles fleisches
am letzten tag des gerichtes,
Wo es von seim gantzen lebenn
rechenschaft wirt müssen geben.

Ewig leben, freud und klarheit
allen auserwelten bereit,
Auch ewige pein der hellen
dem sathan und seinn gesellen.

Hielff Got, das wir durch diesen grund
den newen und gnadreichen bund,
Die summ und ordnung der warheit,
gewiss werden deiner klarheit!

Speratus, Paul – In got gelaub ich das er hat

Speratus, Paul – In got gelaub ich das er hat

Ein gesang Docto. Sperati zu bekennen den glawben auß dem alten vnnd newen Testament gegrundet.

In got
gelaub ich das er hat
auß nicht geschaffen hyml vnd erden.
Kein not
mag mir zu fugen spott
er sycht das er mein bschutzer werde.
Zu aller frist
almechtig ist
sein gwalt mus man bekennen
lest sych eyn vater nennen.
Trotz wer mir thue
der ist mein rwe.
Todt sund vnd hel
keyn vngefel
Widder dysen Gott kan bryngen.
O herre Got
vor frewd mein hertz muß auffspryngen.

Auch ist
mein glaub yn Jesum christ
sein son
vom heyligen geist empfangen.
Gerust widder al sunden list
wolt stan
darumb yst er außgangen.
Von edler art
der yungfraw tzart
Maria hatt geboren
den son Got ausserkoren
das er auch meyn
vnnd yedem seyn
empfencknus vnd
geburt macht gsund.
Solt eyn weg zum vater bawen.
O herre got
wem wolt vor dir ymmer grawen.

Auch das
er lydt dadurch genaß
all welt
am creutz yst willig gestorben.
Nit baß
mocht werden todes haß
abstelt
wan hie ist gnad erworben.
Er ward gelegt
ym grab bedeckt
dadurch al sund begraben
den nutz den solt ich haben.
Sucht nit das seyn
sonder das meyn
erkenn sein gunst
das er vmbsonst.
Solche gnad hatt wöllen tzeygen.
O herre got
nun byn ich gwyß gar dein eygen.

Zu hell
niddergestigen schnell
fur mich
das ich darein nit fare.
Ir stel
zurbrach mit starker schwel
zu sych
nam er der vetter schare.
Sich zu den gwalt dem schlangen kalt
hatt er mit gewalt erstöret
darvmb seyn blut verreret.
Keyn forcht meer sey
vns allen bey
der teuffel kan nit schaden thun.
Wann er yst ewig gefangen
O herre Gott
wem wolt nach dir nit belangen.

Wiewoll der todt hett yhn eynmall
verschlickt
noch kund er yn nit halten.
Gwalts vol am dritten tag nun soll
erquickt
ynn seyn erclerte gstalte.
Ein könig fron
yn seynen thron
ym geist sein volck regiren
das soll mein glawb beruren.
Vnd hangen dran
on abelan
es ist mein trost
mein heyl es kost.
Mit yhm byn ich aufferstanden.
O herre Gott
behut mich von todes banden.

Aufffur
nach warem gottis schwur
von hyn gen hymml an vatters seitten.
Sitzt zur gerechten yn der kur
vernymm ein Kunig yn ewig zeite.
Er stehet fur mich
dasselb glaub ich
sol niemant anders suchen
das mich nit treff der fluchen.
Wer suchet rad
yn seyner nott
dann nur alleyn
vonn Gott muß seyn.
Ewigklich ynn seynem tzoren.
O herre Gott
wem der nit hylfft yst verloren.

Von dan
als ich nit zweyffel hann
er wurdt
am ynngsten tag herkommen.
Muß stan
vor yhn mit seynem thon
herfur der böß vnd auch der fromme.
Todt lebendig
ym augenblick
er wurdt vns alle richten
da hilfft nit außred dichten.
Kompt her zu mir
erwelten yr
ghet weyt dorthyn
den ich feind byn.
Also wurdt er vrteyll felen
O herre Gott
erbarm dich vor dysem stellen.

Glauben muß ych yn heyligen
geyst got
dem vatter gleich vnd sone.
Wer den
yn yhm wurd nit haben
leyd spott
wann des wurd gott nit schonen.
O heyliger geyst
vns gnaden leyst
erweck
leytt vnd erleuchte
durch vnd yn Christo feuchte.
Schaff lebendig
ym gmut heylig
das wir yn dir mit hertzengir.
Gottis grossen namen ehrn.
O herre gott
den glawben woll yn vns mehren.

Das soll
man auch gelawben woll
eyn kirch
ym geyst mus man sye kennen.
Got hold
der genaden reichlich voll
nit furcht
das sye der teuffel trenne.
Heilig gemein
welch hat alleyn
vergebung aller sunde
der fridt yst gottis kynden.
Zu letzt behend
des fleysch vrstend
eyn lebenn frey
das ewig sey
dort yn yener welt voll freuden.
O herre gott
verleych vns auch dyse weyde Amen.

Luther, Martin – Wir glauben all an einen Gott

Luther, Martin – Wir glauben all an einen Gott

Das „Patrem“ zu deutsch

1. Wir glauben all an einen Gott,
Schöpfer Himmels und der Erden,
Der sich zum Vater geben hat,
Daß wir seine Kinder werden.
Er will uns allzeit ernähren,
Leib und Seel auch wohl bewahren,
Allen Unfall will er wehren,
Kein Leid soll uns widerfahren.
Er sorgt für uns, hüt und wacht,
Es steht alles in seiner Macht.

2. Wir glauben auch an Jesum Christ,
Seinen Sohn und unsern Herren,
Der ewig bei dem Vater ist,
Gleicher Gott von Macht und Ehren,
Von Maria, der Jungfrauen,
Ist wahrer Mensch geboren
Durch den heilgen Geist im Glauben
Für uns, die wir warn verloren,
Am Kreuz gestorben und vom Tod
Wieder auferstanden durch Gott.

3. Wir glauben an den heilgen Geist.
Gott mit Vater und dem Sohne,
Der aller Blöden Tröster heißt
Und mit Gaben zieret schone,
Die ganz Christenheit auf Erden
Hält in einem Sinn gar eben,
Hie all Sünd vergeben werden,
Das Fleisch soll auch wieder leben.
Nach diesem Elend ist bereit
Uns ein Leben in Ewigkeit.

Heyden, Sebald – Der christliche Glaub.

Heyden, Sebald – Der christliche Glaub.

in Gesangs weyß gestelt, Durch Sebaldum Heyden.

Im thon des Vatter unser D. Lutheri. 1545

(Einzelner Druck. 4 Blätter in 8°, Münchner öffentliche Bibliothek. Auf dem zweiten Blatt „Thon und Melodey dies Gesangs“. Am Schluß: „Gedruckt zu Nürmberg durch Johann vom Berg und Ulrich Neuber, wonhafft auff dem Newenbaw, bey der Kalckhütten.“)

ICh glaub an den Allmechtigen Got,
den Vatter, der erschaffen hat
Durch sein wort hymel und die erdt,
des gnad uber uns ewig werdt,
Der uns leyb, seel und narung gibt
und uns umb seins Suns willen libt.

Ich glaub an den Herrn JEsum Christ,
der Gottes eyniger Sun ist,
Vom Vatter ewig her geborn,
durch den all ding geschafft sein wordn,
Der uns zum heyl vom hymel kam
und all unser sünd auff sich nam.

Der, wie durch Gabriel geweyst,
entpfangen von dem heylign Geyst,
Auß Maria der Junckfraw zart,
Christ, Got und Mensch geboren ward
Und uns durchs Euangelion
seins Vatters Namen kundt hat thon.

Der sich fur unser missethat
an dem Creutz auffgeopffert hat
Unter Pilato mit gedult,
das er bezalet unser schuld
Unnd uns erlöst auß aller not
durch sein blut und schmelichen todt.

Gestorben und gelegt ins grab,
gestygen inn die Hell hynab,
Des Teuffels werck und gwalt zustört
und ihn mit ketten bunden htt,
Das er nun nicht mehr schaden kan
den, die Christum gehören an.

Am dritten tag vom todt erstand,
den er auch gwaltig uberwandt,
Und darnach auff gehn hymel stig
gantz herrlich mit erlangtem Syg,
Sitzt zur rechten des Vatters sein,
vertrit und schützt die Christlich gmeyn.

Von dann er wider künfftig ist
mit grossem gwalt zur letzten frist,
Zu richten das gantz menschlich gschlecht,
yedem sein lohn zu geben recht,
Den Glaubigen des hymels freud,
den Gotlosen der Hellen leyd.

Ich glaub an Got den heylign Geyst,
der uns die Götlich warheyt weyst,
Der vom Vatter und Sun außgeth
und durch Propheten hat geredt,
Der unserm Geyst auch zeugnuß gibt,
das Gott uns als die Kinder liebt.

Ich glaub ein Christliche Gemeyn,
inn der Christus das haubt will sein,
Bey der er bleybt biß an das endt
durch sein wort und die Sacrament,
Welche durch jn gemeynschafft hat
aller geystlichen gab und gnad.

Ich glaub auch, das all unser sünd
uns durch Christum vergeben sind,
Die wir durch sein fron blut erkaufft
und in seinem Namen getaufft
Mit Gott wider versönet sein
und durch den glauben werden reyn.

Ich glaub, das der verstorbne leyb
nicht allzeyt in dem todt beleyb,
Sonder werdt wider aufferstehn
und inn das ewig leben gehn,
Da wir bey Gott in ewigkeyt
mit Christo werden haben frewd.

Wer disen Glauben warlich hat,
der steht gewiß in Gottes gnad
Und wirdt zu guten wercken feyn
inn lieb und gedult willig sein.
Das gib uns, O Herr Jesu Christ,
der du solchs glaubens grundfest bist!

Wackernagel – Das deutsche Kirchenlied von Martin Luther bis auf Nicolaus Herman und Ambrosius Blaurer

Arndt, Ernst Moritz – Ich weiß, woran ich glaube

Arndt, Ernst Moritz – Ich weiß, woran ich glaube

Ich weiß, woran ich glaube,
Ich weiß, was fest besteht,
Wenn alles hier im Staube
Wie Sand und Staub verweht;
Ich weiß, was ewig bleibet,
Wo alles wankt und fällt,
Wo Wahn die Weisen treibet
Und Trug die Klugen prellt.

Ich weiß, was ewig dauert,
Ich weiß, was nimmer läßt,
Mit Diamanten mauert
Mir´s Gott im Herzen fest.
Ja, Recht mit Edelsteinen
Von allerbester Art
Hat Gott der Herr den Seinen
Des Herzens Burg verwahrt.

Ich kenne wohl die Steine
Die stolze Herzenswehr,
Sie funkeln ja im Scheine
Wie Sterne schön und hehr:
Die Steine sind die Worte,
Die Worte hell und rein,
Wodurch die schwächsten Orte
Gar feste können sein.

Auch kenn´ ich wohl den Meister,
Der mir die Feste baut,
Er heißt der Fürst der Geister,
auf den der Himmel schaut,
Vor dem die Seraphinen
Anbetend niederknien,
Um den die Engel dienen:
Ich weiß und kenne ihn.

Das ist das Licht der Höhe,
Das ist der Jesus Christ,
Der Fels, auf dem ich stehe,
Der diamanten ist,
Der nimmermehr kann wanken,
Der Heiland und der Hort,
Die Leuchte der Gedanken,
Die leuchten hier und dort.

So weiß ich, was ich glaube,
Ich weiß, was fest besteht
Und in dem Erdenstaube
Nicht mit als Staub verweht;
Ich weiß, was in dem Grauen
Des Todes ewig bleibt
Und selbst auf Erdenauen
Schon Himmelsblumen treibt.

Weitere Texte des Autors in der „Glaubensstimme“