Freder, Johann – Nu ys de angeneme tydt

Freder, Johann – Nu ys de angeneme tydt

NU ys de angeneme tydt,
de dach des Heyls vor ogen steith!
ein Christen dar tho trachte,
Dath he vorgeues nicht de gnad
entfange vnd sick ewich schad,
syn sake hebbe in achte!

Wy möten alle vp de vahrt
vnd Christo werden apenbart,
wenn he sitt dat Gerichte,
Dar wert entfangen yederman
na synem arbeidt ock syn lohn,
dat holdt vor neen gedichte!

Ein Boem, de nicht drecht früchte gut,
wert affgehouwen thor vüres gloedt,
darinne tho vorderuen:
Darum lat ernstlick Bote dar syn,
bekere recht dat herte dyn,
so du Gades Ryck wilt eruen!

Idt werden kamen nicht tho gelick
alle de in dat Hemmelryck,
de seggen Here Here,
Sunder de gern den willen don
des Vaders in des Hemmels thron
tho synem loff vnd ehre.

Dat Licht moth lüchten hell vnde klar
vor allen Lüden apenbar:
de Geloue moth sick bewysen,
Dat se de guden wercke seen,
de ane vordreet van du gescheen
vnd Godt den Vader prysen.

De Jesum Christum angehören
sick laten nicht dat fleesch voruören,
syn willen tho vullbringen:
Im Geist se wandern vnde her gan,
de böß begert ant Crutz slan,
de lüste se bedwingen.

Du most dy stellen nicht gelick
der werlt, des Düuels Brudt vnd Ryck,
sonder vorandert werden,
Vornyet moth syn dyn gemödt,
ydt möthen in dy syn gedödt
de ledemadt vp Erden.

O Godt, dorch Christum dynen Sön
giff dynen Geist! de moth ydt don!
lat en dat in vns wercken!
Dorch en de herten recht bekeer,
im leeuendt vns regeer vnde vör,
mit trost vnde hülp vns stercke!

Dy sy, Godt Vader, loff vnd ehr
vnde dy, O Christe, leue Herr,
dy benedyede Samen,
Vnde dy, O hillige Geist, tho gelick,
vp Erden alse im Hemmelryck
tho ewigen tyden, Amen!

Quelle

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