Unbekannt – Ein schöner Abendreihen

Unbekannt – Ein schöner Abendreihen

Wie steht ihr allhie und wartet mein
Und meint, ich soll euer Vorsinger seyn?
Soll ich denn nun singen, so hört mir zu:
In dem Gesetz ist weder Rast noch Ruh.
Das Gesetz richtet nichts denn Zoren an
Und kein Mensch lebet, der es halten kann.
Nun muß es dennoch erfüllet seyn,
Darum schickt Gott seinen Sohn herein.
Derselbig ist worden unser Schild,
Er hat des Vaters großen Zorn gestillt.
Denn er hat dem Gesetz genug gethan
Vor jedermann, der nur glauben kann.
Es hat ihn kostet sein rosenfarbes Blut,
Am Kreuz trug ers alls uns zu gut.
Des saget Lob und Dank in Ewigkeit,
Daß er uns behüte vor allem Leid. Amen

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