Tholuck, August – Wen hast Du Dir geladen

Tholuck, August – Wen hast Du Dir geladen

Mel. Herzlich thut mich verlangen.

Wen hast Du Dir geladen,
Mein Heiland, mild und gut,
Zu Deinem Tisch der Gnaden? –
Nicht, die voll Kraft und Muth,
Die Reichen nicht und Satten
Sind Dir willkommen dran; –
Die Kranken und die Matten
Ruffst Du voll Huld heran.

Da darf auch ich es wagen,
Und treten mit heran;
Ich müßte wohl verzagen,
Ging’s nur die Starken an.
Bei Dir, dem guten Hirten,
Stell ich voll Muth mich ein:
Du willst ja den Verirrten
Von Herzen gnädig sein.

Wohlan, im Bußgewande
Wag ich’s und komme auch;
Bei Dir geht’s nicht nach Stande
Und nicht nach Menschenbrauch.
Wen Andrer Thür abweiset,
Läß’st Du zu Deiner ein,
Und wer der Letzte heißet,
Der soll der Erste sein!

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