Tersteegen, Gerhard – Jauchzet, ihr Himmel!

Tersteegen, Gerhard – Jauchzet, ihr Himmel!

1. Jauchzet, ihr Himmel! Frohlocket, ihr englischen Chöre,
singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehre!
Sehet doch da:
Gott will so freundlich und nah
zu den Verlornen sich kehren.

2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden!
Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden.
Friede und Freud
wird uns verkündiget heut;
freuet euch, Hirten und Herden!

3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget;
sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!
Gott wird ein Kind,
träget und hebet die Sünd;
alles anbetet und schweiget.

4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen?
Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein,
macht euch dem Kinde gemein,
die ihr zum Vater wollt gehen.

5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken?
Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken.
Sollt nicht mein Sinn
innigst sich freuen darin
und sich in Demut versenken?

6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,
dem ich auch wieder mein Herze in Liebe verbinde:
du sollst es sein,
den ich erwähle allein;
ewig entsag ich der Sünde.

7. Süßer Immanuel, werd auch geboren inwendig,
komm doch, mein Heiland, und laß mich nicht länger elendig!
Wohne in mir,
mach mich ganz eines mit dir,
und mich belebe beständig.

8. Menschenfreund Jesu! dich lieb‘ ich, dich will ich erheben;
laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur leben;
gieb mir auch bald,
Jesu, die Kindesgestalt,
an dir alleine zu kleben.

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