Rebhun, Paulus – Vertrauen auf Gott (Dauid der Prophetisch man)

Rebhun, Paulus – Vertrauen auf Gott (Dauid der Prophetisch man)

Dauid der Prophetisch man
zeigt an
durch Gottes geist gelehret:
Wer sich fest auff Gott erbawt
und trawt,
der wird nicht umbgekeret;
Wie Syon steht er unbewegt,
wird nicht geregt
von starcken winden
Des fleischs, des Teüffels und der welt,
gegn jn sich stelt,
sich nicht mit sunden
von jn lest uberwinden.

Sein haus auff ein felsen hart
verwahrt
ist gwaltig unterfasset,
Wasser, wind kans nicht bewegn
noch regn,
on schad sich alls abstosset.
Gott fürchten ist sein brück und schlos,
kein Teuffels gschos
kan das zersprengen;
Gots wort sein waffen ist und schwert,
damit er wehrt,
last sich nicht drengen,
zu sund und abfal brengen.

Aber wer den Herrn veracht,
nicht tracht
auff seine wort und wege,
Den thut wie ein rhor im teicht
gar leicht
ein kleiner wind bewegen;
Sein haus gepaut ist auff den sand,
hat keinn bestand,
kan sich nicht halten:
Wenn jn ein kleine sund anficht
und nur besticht,
wird er zerspalten
und last die bosheit walten.

Wackernagel – Das deutsche Kirchenlied von Martin Luther bis auf Nicolaus Herman und Ambrosius Blaurer

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