Philipp Spitta – O Vaterhand, die mich so treu geführet;

Philipp Spitta – O Vaterhand, die mich so treu geführet;

O Vaterhand, die mich so treu geführet;
o Vaterauge, das mich treu bewacht;
o Vaterherz, das meine Bitte rühret,
und das mit ew’ger Liebe mein gedacht!

Du wollest mich denn ferner treulich leiten,
daß ich den graden Weg zum Himmel geh’,
und mich zum ew’gen Leben zubereiten,
es sei durch Lieb’ und Leid, durch Wohl und Weh.

O mein Erlöser, der für mich gestorben,
und der mich Gott erkauft mit seinem Blut,
der mir Vergebung aller Schuld erworben,
daß nun mein Herz im Frieden Gottes ruht!

Du wollest mich denn immer mehr erlösen,
von allen Banden völliger befrein,
bei aller List und aller Macht des Bösen
der Held, durch den ich endlich siege, sein.

0 Heil’ger Geist, der du mit sanftem Triebe
mich strafest, tröstest, treibst und beten lehrst,
der du den Gottesfrieden und die Liebe,
die Hoffnung und den Glauben mir bescherst!

Regiere mich und drücke mir den Stempel
der Gotteskindschaft in die Seele ein,
und laß mich meines Gottes heil’ger Tempel
voll Stille, voll Gebet und Andacht sein!

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