Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Den heilig, heilig, heilgen Geist

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Den heilig, heilig, heilgen Geist

1.) Den heilig, heilig, heilgen Geist
Kann fleischlichs Aug‘ nicht sehen.
Denn Fleisch ist Fleisch und kann als Tod
Im Geiste nichts verstehen,
Die Sünde liegt im Fleisch verdammt
Und was von Gott nicht selber stammt,
Mag nicht zu Gott gelangen.

2.) Wär‘ auch der große Lehrer nicht
Von Gott zu uns gekommen,
Wir hätten ewig nichts vom Licht
Und Gottes Weg vernommen.
Der sprach: Dies ist der Weg allein,
In Gottes Reich geht niemand ein,
Er sei denn neu geboren!

3.) Gleich wie er Fleisch geboren ward
Vom Fleisch, muss er auf Erden
Nun auch nach geistlich neuer Art,
Vom Geist geboren werden.
Und das geschicht nach Gottes Rat,
Im Heil’gen Geist durch’s Wasserbad
Der Taufe Jesu Christi.

4.) Wie die Geburt aus Gott geschieht,
Kann fleischlich’s Aug‘ nicht sehen
Und wenn es ein Kind Gottes sieht
In Geisteskräften gehen,
So weiß es nicht, woher doch wohl
Dies neue Leben kommen soll,
Noch wo sein Weg hingehet.

5.) Woher? Von oben. Und wohin?
Zu Christo in den Himmel.
Hinauf erhebt der neue Sinn
Sich aus dem Weltgetümmel.
Da, wo des Menschen Sohn hinfuhr,
Gen Himmel steht alleine nur
Sein Sehnen und Verlangen.

6.) Gott Lob dem Vater, Sohn und Geist!
Dass ich auch neugeboren.
So wahr als Gott wahrhaftig heißt,
Geh‘ ich nun nicht verloren.
Ich sehe Jesum Christum an,
Der hat für mich genug getan,
Den Himmel mir erworben.

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