Knaust, Heinrich – ICh weiß mir ein feins schöns Kindelein

Knaust, Heinrich – ICh weiß mir ein feins schöns Kindelein

ICh weiß mir ein feins schöns Kindelein,
hat mir mein hertz besessen,
Es kan mir ein hertz liebs bildlin sein,
ich kan sein nicht vergessen!
Es gefellt mir auß der massen wol,
sein weiß vnd berd
ist goldes werd,
sein Nam zeigt an, was es thun soll.

Sein Vatter hat mir zugesagt,
es soll mein Heiland werden,
Hat mir mein trawriges hertz erfrewt,
meins Jammers bin ich gnesen.
Die Sünd vergeht durch diß geburt,
dauon wird grecht,
Herr Gott, dein Knecht
vnnd alle Welt mit frewd berürt.

Du ausserweltes Kindelein,
halt mich in deiner hute!
Laß mich deinn armen diener sein,
beweiß mir deine güte!
Zu dir ich schrei stets offt vnd viel
auß Hertzen bgir:
mein höchste zier,
Herr Christ, setz mir ein gnedigs ziel!

Quelle

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