Helmbold. Ludwig – Es stehn vor Gottes Throne

Helmbold. Ludwig – Es stehn vor Gottes Throne

1.) Es stehn vor Gottes Throne,
Die unsre Diener sind,
Der in sein’m lieben Sohne
Liebt aller Menschen Kind,
Dass er auch nicht der eines
Veracht‘ will hab’n so kleines,
Als jemals ist geborn.

2.) Sie sehn sein Angesichte
Und haben fleißig Acht,
Was er ihn’n kann ausrichten
Befiehlet Tag und Nacht,
Da sind die lieben Engel
Geschwind, regen die Flügel
Zu fahren hin und her.

3.) Wo Christenleute wohnen
In Häusern groß und klein,
Da sie selber nicht können
Vor Feinden sicher sein,
Wo nicht ein Engelslager
Umher wird aufgeschlagen
In steter Hut und Wacht.

4.) Solches hat Lot erfahren,
Auch Abram und sein Knecht,
Isaak bei vierzig Jahren
Nahm so Rebecca recht.
Jakob sah auf der Leiter
Die Boten Gottes heiter,
Im Traum gehn auf und ab.

5.) Elias war entschlafen,
Ein Engel weckt ihn auf.
Elisa hat zu schaffen,
Viel Engel warten drauf.
Erschienen auch den Hirten
Und große Freude lehrten,
Dass Christus geboren wär.

6.) Bei dieses Kindes Wiegen
Der Joseph schlafen lag,
Ein Feind wollt ihn bekriegen,
Ein Engel es ihm sagt,
Zog fern in fremde Lande,
Das soll in seinem Stande
Glauben ein jeder Christ.

7.) Auch Lazarus, der Arme,
Wenn’s gleich zum Sterben kommt,
Gott, der sich sein erbarmet,
Hat Engel schon bestimmt,
Die ihn gen Himmel bringen.
Dem lasst uns alle singen
Ewiges Lob und Preis.

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