Eber, Paul – Herr Gott, dich loben alle wir

Eber, Paul – Herr Gott, dich loben alle wir

1. Herr Gott, dich loben alle wir
Und sollen billig danken dir
Für dein Geschöpf der Engel schön,
Die um dich schweb’n vor deinem Thron.

2. Sie glänzen hell und leuchten klar
Und sehen dich ganz offenbar,
Dein‘ Stimm‘ sie hören allezeit
Und sind voll göttlicher Weisheit.

3. Sie feiern auch und schlafen nicht,
Ihr Fleiß ist gar dahin gericht’t,
Daß sie, Herr Christe, um dich sei’n
Und um dein armes Häufelein.

4. Der alte Drach‘ und böse Feind
Vor Neid, Haß und vor Zorne brennt;
Und wie er vormals bracht‘ in Not
Die Welt, führt er sie noch in Tod;

5. Sein Dichten steht allein darauf,
Wie von ihm werd‘ zertrennt dein Hauf‘.
Kirch‘, Wort, Gesetz, all‘ Ehrbarkeit
Zu tilgen, ist er stets bereit.

6. Darum kein‘ Rast noch Ruh‘ er hat,
Brüllt wie ein Löw‘, tracht’t früh und spat,
Legt Garn und Strick, braucht falsche List,
Daß er verderb‘, was christlich ist.

7. Indes wachet der Engel Schar,
Die Christo folgen, immerdar
Und schützet deine Christenheit,
Wehret des Teufels Listigkeit.

8. Am Daniel wir lernen das,
Da er unter den Löwen saß,
Desgleichen auch dem frommen Lot
Der Engel half aus aller Not.

9. Dermaßen auch des Feuers Glut
Verschont und keinen Schaden tut
Den Knaben in der heißen Flamm,
Der Engel ihn zu Hilfe kam.

10. Also schützt Gott noch heutzutag‘
Vor übel und gar mancher Plag‘
Uns durch die lieben Engelein,
Die uns zu Wächtern geben sein.,

11. Darum wir billig loben dich
Und danken dir, Gott, ewiglich,
Wie auch der lieben Engel Schar
Dich preiset heut‘ und immerdar.

12. Und bitten dich, wollst allezeit
Dieselben heißen sein bereit,
Zu schützen deine kleine Herd,
So hält dein göttlich Wort in Wert.

13. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron,
desgleichen Christo, seinem Sohn,
und auch dem Tröster in der Not,
sind drei Person und nur ein Gott

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