Calvin, Jean – Ich grüße dich, der du mein Heiland bist.

Calvin, Jean – Ich grüße dich, der du mein Heiland bist.

Ich grüße dich, der du mein Heiland bist,
Mein wahrer Bräutigam und einz’ger Christ.
Der für mich auf sich nahm
So viele Müh‘ und Gram,
So viele Angst und Pein:
O nimm aus meinem Herzen
All‘ eitle Schmerzen,
All‘ Sorg‘ und Bangesein.
Du bist der König an Erbarmen reich,
Der überall hat sein gewaltig Reich.
So hab‘ bei uns es auch,
Und übe Königsbrauch
Recht voll und ganz.
Erleuchte unsern Sinn,
Regier‘ uns, führ‘ uns hin
Bis in des Himmels Glanz.
Du bist das Leben, draus uns Leben fließt,
Das alle Kraft, all‘ Sein in sich beschließt.
So gib uns Trost und Halt
Gegen des Tods Gewalt,
Dass ohne Bangigkeit
Wir ihn erscheinen sehn,
Und durch sein Dunkel gehn,
Wann kommt die Zeit.
Du bist die Liebe, gründlich tief und wahr,
Die Sanftmut, die nie herb und bitter war,
O lehr‘ uns preisen,
Lieben und erweisen
Deine süße Güte.
Nimm zu dir ein,
Lass eines mit dir sein
Das Herz und das Gemüte.
Du bist des Friedens und der Hoffnung Bund;
In dir allein steht unsres Glaubens Grund.
So heg‘ und nähre
Und stärk‘ und mehre
Auch unser Hoffen,
Dass es viel tiefer geh‘
Als alles Leid und Weh‘,
Das uns betroffen.
Zu dir fleh’n wir, der Eva arme Kinder,
Verbannt, im Elend und der Not der Sünder.
Zu dir seufzen wir,
Vor dich bringen wir,
Womit wir beschwert sind.
Wir suchen Vergeben,
Wir bitten um Leben,
Obwohl wir’s nicht wert sind.
O treuer Mittler, der du uns vertrittst
Beim Vater, als Versöhner für uns bittst;
Wend‘ deines Auges Strahl
Zu uns ins dunkle Tal;
Zeig‘ uns in seinen Höhen
Den Vater und sein Reich,
Und lass mit dir zugleich
Uns sicher dahin gehen.
O Gnadenherr, Erbarmer, Sündenlamm,
Der gläub’gen Seelen holder Bräutigam,
Herr Jesus, unsre Hut,
Des Antichristes Wut
Stell dich entgegen.
Gib uns den Geist,
Der in dein Wort uns weist,
Der Wahrheit Segen.

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