Behm, Martin – Wenn man Feierabend macht.

Behm, Martin – Wenn man Feierabend macht.

Gott Lob und Dank, der Tag ist hin,
Dran ich mühsam gewesen bin;
Mein Arbeit hab ich heut verbracht,
Der Feierabend ist gemacht.

Mein Leib ist matt, mein Arm und Bein
Gar müd von großer Arbeit sein,
Der Ruh von Herzen ich begehr,
Daß sich die Mattigkeit nicht mehr.

O Herr, sieh an mein Schweiß und Fleiß,
Mein Thun gereich zu deinem Preis,
Den Menschen auch ersprießlich sei,
Und daß ich hab mein Nutz dabei.

Nun weil ich Feierabend hab,
Daß ich mit Speis und Trank mich lab,
Der sanften Ruh ich auch begehr,
So bitt ich, mir dieselb gewähr.

Wenn ich werd ausgeruhet han,
So geht mein Arbeit wieder an;
Das treib ich, weil dirs so gefällt,
So lang ich leb auf dieser Welt.

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