Behm, Martin – Danksagung und Gebet um Gottes Erkenntniß

Behm, Martin – Danksagung und Gebet um Gottes Erkenntniß

Ich preis dich herzlich, Gott, mein Herr,
Dein ist der Himmel, Erd und Meer,
Weil du dein Lehr den hast verborgn,
Die nur um irdisch WEisheit sorgn,
Und lässest sie verkündigen
Den Kindlein und Unmündigen.

Du hast mich zu deim Häuflein bracht,
Mir dein Erkenntniß kund gemacht,
Hast mich zum Erben aufgenommn,
Als ich die Tauf hab überkommn,
In mir entzündt des Glaubens Licht,
Dabei man dich erkennt und sicht.

Solch Kennen bringt Gerechtigkeit,
Die uns durch Christum ist bereit,
Es ist ein Wurzel zu dem Lebn,
Das uns Gott wird im Himmel gebn;
Ohn dies Erkenntniß ist kein Heil,
Ohn dies hat man kein Himmelstheil.

Drum schreibs in mein Herz mit Buchstabn,
Die Kraft und Lebn in sich habn.
Drücks tief hinein, daß ichs behalt,
Daß ich dein nicht vergeß so bald,
Thu auf mein Augen, daß ich seh,
Wie wohl es um dein Häuflein steh.

Erhalt mich fest bei reiner Lehr,
Und dein Erkenntniß in mir mehr,
Von Irrthum und Abgötterei
Dein Geist mein Herz und Mund befrei,
In Finsterniß laß mich nicht bleibn,
Du möchtst mich sonst zur Höllen treibn.

Weil unser Wissen Stückwerk ist,
Der Mensch bald, was er lernt, vergißt,
Drum wollst du micih in Himmel führn
Und mich mit dein Erkenntniß ziern;
Wie ich hier bin von dir erkannt,
So zeig dich mir im Vaterland.

Amen.

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