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Schlagwort: Trinität

Johann Friedrich Ruopp – Schwing dich auf, mein ganz Gemüte

Johann Friedrich Ruopp – Schwing dich auf, mein ganz Gemüte

1) Schwing dich auf, mein ganz Gemüte,
Und geh in den Himmel ein,
Denn es muß des Höchsten Güte
Hier und dort gepriesen sein.
Mit viel tausend tausendmalen
Kann ich ihm das nicht bezahlen,
Was er mir durch Rat uns Tat
Lebenslang erwiesen hat.

2) Herr Gott Vater, lauter Segen
Trieft von deiner milden Hand,
Den du mir auf meinen Wegen
Überall hast zugewandt;
Aus wie viel Bekümmernissen
Hast du mich, mein Gott, gerissen!
Tausend tausendmal sei dir,
Treuer Vater, Dank dafür.

3) O Herr Jesu, Heil und Leben
Ist in deinem Blute mein.
Alle Sünden sind vergeben,
Und ich bin gerecht und rein.
Ja du willst in meiner Seelen
Dir sogar die Wohnung wählen;
Tausend tausendmal sei dir,
Liebster Heiland, Dank dafür.

4) Heilger Geist, an deinen Gaben
Lässest du es mangeln nicht;
Und was wollt ich Größers haben
Als dies gnadenvolle Licht,
Daß ich weiß, an wen ich gläube
Und ein Gotteskind verbleibe;
Tausend tausendmal sei dir,
Werter Tröster, Dank dafür.

5) Ach, daß alle meine Glieder
Lauter Zeugen möchten sein,
Daß ich mich durch Lobelieder
Könnte recht in Gott erfreun,
Und daß lauter Preis und Ehre
Mein beständig Opfer wäre,
Das ihm würde Tag und Nacht
Tausend tausendmal gebracht.

6) Doch du wirst ein schwaches Lallen,
O Gott Vater, Sohn und Geist,
Dir auch lassen wohlgefallen,
Das dich hier auf Erden preist,
Bis ich dich im Himmel oben
Mit den Engeln werde loben;
Ja da lob und preis ich dich
Ohn Aufhören ewiglich.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Peter Uz – Gott ist die Liebe selbst

Johann Peter Uz – Gott ist die Liebe selbst

1) Gott ist die Liebe selbst,
Von dem die Liebesgaben
Als aus dem reinsten Quell
Den ersten Ursprung haben;
Der bleibet fest in Gott,
Wer in der Liebe bleibt,
Und welchen keine Macht
Aus Jesu Wunden treibt.

2) Der Vater liebt die Welt,
Sein väterlich Erbarmen
Schickt den geliebten Sohn
Zu uns verlaßnen Armen,
Und dieser liebet uns,
Drum scheut er keine Not,
Er träget williglich
Sogar den Kreuzestod.

3) Wie reiche Ströme sind
Von dieser Huld geflossen!
Die Liebe Gottes ist
In unser Herz gegossen,
Der werte Heilge Geist
Nimmt selbst die Seele ein,
So daß wir nun sein Haus
Und Tempel worden sein.

4) Nun wer den Heiland liebt,
Der hält sein Wort in Ehren,
Und so verspricht der Herr,
Bei ihm selbst einzukehren;
Was muß für Freud und Lust,
Die göttlich ist, entstehn,
Wenn Vater, Sohn und Geist
In eine Seele gehn!

5) Gott Heilger Geist, lehr uns
Die Liebe Jesu kennen,
Laß unsre Herzen stets
In reiner Liebe brennen,
Und endlich führ uns dort
In jenes Leben ein,
Wo unsre Liebe wird
In dir vollkommen sein.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

L. A. Gotter – O Gott, wir ehren deine Macht

L. A. Gotter – O Gott, wir ehren deine Macht

1) Gott, wir ehren deine Macht
Und Gnade zu uns Armen,
Nach welcher du uns wert geacht,
Dich unser zu erbarmen;
Wir sind voll Sünde, du voll Gnad,
Wir tot, du bist das Leben
Und hast nach deinem Gnadenrat
Dich uns zu eigen geben,
O Abgrund aller Liebe.

2) Wir beten dich als Vater an,
Du liebest uns als Kinder,
So hast du dich ja kund getan
Zum Trost der armen Sünder;
Dein Zorn weicht deiner Lieb und Huld,
Dein väterlich Gemüte
Ist voll Erbarmen, voll Geduld,
Voll Langmut, Treu und Güte,
O liebreich Vaterherze.

3) O Jesu, teurer Gottessohn,
Du Licht vom wahren Lichte,
Vor dir, dem rechten Gnadenthron,
Wird Sünd und Tod zu nichte;
Du bist der Grund zur Seligkeit,
Worauf wir Arme hoffen,
Dein Gnadenbrunn steht allezeit
Für unsre Seelen offen,
Du Ausfluß alles Segens.

4) O Geist der Gnaden, wahrer Gott,
Komm, steure dem Verderben,
Laß uns durch Christi Kreuzestod
Der Welt und uns absterben;
Ja schlag das ganze Höllenreich
In unsrer Seel darnieder,
Damit wir Jesu Christo gleich
Und seines Leibes Glieder
Durch deine Gnade bleiben.

5) So ehren wir in einem Thron
Dich, unsern Gott und Vater,
Samt Christo, deinem lieben Sohn,
Als unserm Heilserstatter
Und Gott, den werten Heilgen Geist
Von gleicher Macht und Wesen;
Hilf, der du dreimal heilig heißt,
Daß wir in dir genesen
Und dich dort ewig loben.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Justus Gesenius – O heiligste Dreifaltigkeit

Justus Gesenius – O heiligste Dreifaltigkeit

1) O heiligste Dreifaltigkeit,
Voll Majestät und Ehren,
Wie kann doch deine Christenheit
Dein Lob genug vermehren?
Du bist sehr hoch und wundersam,
Ganz unbegreiflich ist dein Nam,
Dein Wesen unerforschlich.

2) Wir danken dir, daß deine Gnad,
Auch weil wir hier noch leben,
In deinem Worte so viel
Hat uns offenbar gegeben,
Daß du bist wahrer Gott und heißt
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist,
Dreifaltig und doch einig.

3) O Vater, aller Dinge Quell
Und Ursprung, sei gepreiset
Für alle Wunder, die so hell
Uns deine Macht erweiset.
Du, Vater, hast vor aller Zeit
Den eingen Sohn von Ewigkeit,
Dein Ebenbild, gezeuget.

4) Du hast gemacht den Erdenkreis
Nach deinem Wohlgefallen,
Uns Menschen drauf zu deinem Preis,
Daß wir dein Lob erschallen.
Auch wird durch deines Mundes Wort
Dies alles immer fort und fort
Erhalten und regieret.

5) Drum steh, o Vater, ferner bei uns,
Deinen armen Kindern,
Und alle unsre Schuld verzeih uns
Bußbeflißnen Sündern;
Aus unsern Nöten mannigfalt
Errette uns, und hilf uns bald,
Wie du uns hast versprochen.

6) O Jesu Christe, Gottes Sohn,
Von Ewigkeit geboren,
Uns Menschen auch im Himmelsthron
Zum Mittler auserkoren,
Durch dich geschicht, was nur geschicht,
O wahrer Gott, o wahres Licht
Vom wahren Gott und Lichte.

7) Du bist des Vaters Ebenbild
Und doch vom Himmel kommen;
Als eben war die Zeit erfüllt,
Hast du Fleisch angenommen
Und uns erworben Gottes Huld,
Bezahlet unsre Sünd und Schuld
Durch dein unschuldig Leiden.

8) Nun sitzest du zur rechten Hand
Des Vaters hoch erhoben,
Beherrschest alle Leut und Land
Und dämpfst der Feinde Toben.
Hilf uns, o wahrer Mensch und Gott,
Wir wollen dir für deinen Tod
Und alle Wohltat danken.

9) O Heilger Geist, du werte Kron,
Erleuchter unsrer Sinnen,
Der du vom Vater und dem Sohn
Ausgehest ohn Beginnen,
Du bist allmächtig und ohn End,
Der Vater und der Sohn dich sendt,
Im Glauben uns zu leiten.

10) Herr, du gebierest durch die Tauf
Uns wiederum aufs neue,
Und nachher nimmst du uns auch auf,
Wenn du gibst wahre Reue,
Durch dich wird unsre Hoffnung fest,
Und wenn uns alle Welt verläßt,
Bleibst du bei uns im Herzen.

11) Wir bitten dich demütiglich,
Daß es ja mög durchdringen,
Was wir für Seufzer oft vor dich
In unsrer Not vorbringen,
Und wenn die letzte Stund da ist,
So hilf, daß wir auf Jesum Christ
Getrost und selig sterben.

12) Gott Vater, Sohn und Heilger Geist,
Für alle Gnad und Güte
Sei immerdar von uns gepreist
Mit freudigem Gemüte.
Des Himmels Heer dein Lob erklingt
Und Heilig, Heilig, Heilig singt;
Das tun auch wir auf Erden.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Olearius – Gelobet sei der Herr

Johann Olearius – Gelobet sei der Herr

1) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, mein Licht, mein Leben,
Mein Schöpfer, der mir hat
Mein Leib und Seel gegeben,
Mein Vater, der mich schützt
Von Mutterleibe an,
Der alle Augenblick
Viel Guts an mir getan!

2) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, mein Heil, mein Leben,
Des Vaters liebster Sohn,
Der sich für mich gegeben,
Der mich erlöset hat
Mit seinem teuren Blut,
Der mir im Glauben schenkt,
Das allerhöchste Gut!

3) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, mein Trost, mein Leben,
Des Vaters werter Geist,
Den mir der Sohn gegeben,
Der mir mein Herz erquickt,
Der mir gibt neue Kraft,
Der mir in aller Not
Rat, Trost und Hilfe schafft!

4) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, der ewig lebet,
Den alles lobet, was
In allen Lüften schwebet!
Gelobet sei der Herr,
Des Name heilig heißt:
Gott Vater, Gott der Sohn
Und Gott der werte Geist.

5) Dem wir das Heilig jetzt
Mit Freuden lassen klingen
Und mit der Engel Schar
Das Heilig! Heilig! singen,
Den herzlich lobt und preist
Die ganze Christenheit.
Gelobet sei mein Gott
In alle Ewigkeit!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Tobias Clausnitzer – Wir glauben all an einen Gott

Tobias Clausnitzer – Wir glauben all an einen Gott

1) Wir glauben all an einen Gott,
Vater, Sohn und Heilgen Geist,
Der uns hilft in aller Not,
Den die Schar der Engel preist,
Der durch seine große Kraft
Alles wirket, tut und schafft.

2) Wir glauben auch an Jesum Christ,
Gottes und Marien Sohn,
Der vom Himmel kommen ist
Und uns führt ins Himmels Thron
Und uns durch sein Blut und Tod
Hat erlöst aus aller Not.

3) Wir glauben auch an Heilgen Geist,
Der von beiden gehet aus,
Der uns Trost und Beistand leist
Wider alle Furcht und Graus.
Heilige Dreifaltigkeit,
Sei gepreist zu aller Zeit!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

unbekannt – Ehr sei dem Vater und dem Sohn

unbekannt – Ehr sei dem Vater und dem Sohn

Ehr sei dem Vater und dem Sohn
Und auch dem Heilgen Geiste,
Als es im Anfang war und nun,
Der uns sein Gnade leiste,
Daß wir auf diesem Jammertal von Herzen
Scheuen überall der Welt gottloses Wesen
Und streben nach der neuen Art,
Dazu der Mensch gebildet ward;
Wer das begehrt, sprech Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Martin Möller – Lob, Ehr und Preis sei unserm Gott

Martin Möller – Lob, Ehr und Preis sei unserm Gott

1) Lob, Ehr und Preis sei unserm Gott,
Der uns so hoch liebet hat,
Daß er uns seinen eingen Sohn gesandt
Zum Heil und Gnadenthron.

2) Lob sei dir, o Herr Jesu Christ,
Daß du unsr Bruder worden bist,
Hast uns errettet durch dein Blut
Vons Teufels Strick und Höllenglut.

3) Lob sei dir, o Gott heilger Geist,
Der du der Herzen Tröster heißt
Und zierest sie mit Glauben fein,
Damit wir Gott gefällig sein.

4) Keins Menschen Zung aussprechen kann,
Was du, o Gott, an uns getan.
Drum seufzen wir, o treuer Hort:
Sieh uns, was wir dich bitten, fort.

5) Vater, gedenk der Kinder dein,
Wir trauen ja auf dich allein;
Gib Liebsgsundheit, gut Regiment;
Krieg, Sterben, Teurung von uns wend.

6) Herr Jesu Christ, du starker Held,
Wehr doch dem Fürsten dieser Welt,
Zerstör sein Reich, und schaff uns Ruh,
Auch daß dein Kirche nehme zu.

7) O Tröster wert, Heiliger Geist,
Der du all unsre Schwachheit weißt,
Sei uns mit deiner Hilf bereit,
Daß wir Gott dienen allezeit.

8) O ewige Dreifaltigkeit,
Einger Gott von Ewigkeit,
Leucht uns mit deinem Angesicht,
Hilf, daß wir von dir wanken nicht.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Ringwaldt, Bartholomäus – Ein Gebet nach dem Evangelio am Sonntage nach dem Neujahrstage.

Ringwaldt, Bartholomäus – Ein Gebet nach dem Evangelio am Sonntage nach dem Neujahrstage.

Im Ton: Ein Kindelein so löbelich

O Gott, der du selbständig heißt
In dreierlei Personen,
Gott Vater, Sohn, heiliger Geist,
Und thust anfänglich wohnen
In denen, die du durch die Tauf
Zu Kindern hast genommen auf,
Von uns ja nimmer weiche,
Bis daß du mit Vollkommenheit
In uns wirst wohnen allezeit;
Dort in dem Himmelreiche. Amen.

Bartholomäus Ringwaldt’s geistliche Lieder
herausgegeben von Hermann Wendebourg
Halle
Verlag von Julius Fricke.
1858

Weisse, Michael – Von der Heyligen Dreyfaltigkeyt

Weisse, Michael – Von der Heyligen Dreyfaltigkeyt

O göttliche Dreyfaltigkeyt
inn eyniger selbstendigkeyt,
O Gott inn der Himlischen rhu,
wie wunderlich erscheynestu!

Du schuffest den mensch rein vnd gut
vnd zirest jn nach deinem mut,
Zu deinem bild formirest jn
vnd machest einen Bund mit jm.

Da nu der mensch sampt seiner frucht
der sünden halben war verflucht,
Liessestu, Vater, deinen Son
für jn auff erden busse thun.

Da diser, sein ampt außgericht,
erschein vor deinem angesicht,
Bat er, das du vns allermeist
trösten woltest mit deinem Geyst.

Du warest seiner beth bereit,
begabest menschlich alberkeit,
Richtest dein außerwelten zu,
das sie kömen zu seiner ruh.

Nu gibestu die seligkeit
aus gnad vnd aus barmhertzigkeit
Durch Christi verdinst inn der gab
deines geystes von oben hrab.

Die drey werck vnsrer seligkeyt
preysen dich, o Dreyfaltigkeyt,
Die du nach personen genant
vnd doch nur ein Gott wirst erkant.

Die seel hat edler gaben drey,
vernunfft, willen, gedechtnis frey:
Die weyl sie wird dein bild genant
wirstu gar feyn an jr erkant.

Die sonne, so ausbündig gut,
hat jr werck, das sie mechtig thut,
Sie leuchtet, wermet vnd gibt krafft,
deutet do mit dein aygenschafft!

O liecht Heilig Dreyfaltigkeyt!
erleucht all vnser tunckelheyt,
Erwerm vnser seel, gib krafft,
so wechst dein wort inn vollem safft!

Schein vns mit gnad von deinem thron
vnd enttzünd vns inn deinem Son
Durch des heyligen Geystes kunst
mit deiner allerbesten brunst!

Dir, Got vater, vnd deinem Son,
Aus dir geborn jm höchsten thron,
Des gleichen dem heiligen Geyst,
sey lob vnd preyß inn ewigkeyt. Amen.

Quelle