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Schlagwort: Nachfolge

Dora Rappard – Oh, ich möcht so gern

Dora Rappard – Oh, ich möcht so gern

Oh, ich möcht so gern
Gleich meinem Herrn,
Der voll Lieb‘ und Huld uns ist erschienen;
Möchte, so wie er,
Immer mehr und mehr
Nicht mir dienen lassen, sondern dienen.

Etwas Himmelslust
Senkt sich in die Brust,
Wenn man treu ihm folgt im Erdenleben
Und nicht selbstiglich
Freude sucht für sich,
Sondern sinnt, wie man kann Freude geben.

Jesu, nimm mich hin,
Gib mir Deinen Sinn!
Fülle mich mit Deines Geistes Trieben,
Daß ich ungesucht
Bring‘ solch süße Frucht,
Nicht geliebt will werden, sondern lieben!

Philipp Spitta – Bleibt bei dem, der euretwillen

Philipp Spitta – Bleibt bei dem, der euretwillen

Bleibt bei dem, der euretwillen
auf die Erde niederkam,
der, um euern Schmerz zu stillen,
tausend Schmerzen auf sich nahm!
Bleibt bei dem, der einzig bleibet,
wenn auch alles untergeht,
der, wenn alles auch zerstäubet,
siegend überm Staube steht!

Alles schwindet; Herzen brechen,
denen ihr euch hier ergabt,
und der Mund hört auf zu sprechen,
der euch oft mit Trost gelabt;
und der Arm, der euch zum Stabe
und zum Schilde ward, erstarrt,
und das Auge schläft im Grabe,
das euch sorgsam einst bewahrt.

Alles stirbt; das Ird’sche findet
in dem Irdischen sein Grab,
alle Lust der Welt entschwindet,
und das Herz stirbt selbst ihr ab.
Ird’sches Wesen muß verwesen,
ird’sche Flamme muß verglühn,
ird’sche Fessel muß sich lösen,
ird’sche Blüte muß verblühn.

Doch der Herr steht überm Staube
alles Irdischen und spricht:
Stütze dich auf mich und glaube,
hoffe, lieb und fürchte nicht!
Darum bleibt bei dem, der bleibet,
und der geben kann, was bleibt,
der, wenn ihr euch ihm verschreibet,
euch ins Buch des Lebens schreibt!

Friedhelm Traub – Immer!

Friedhelm Traub – Immer!

Singen will ich, immer singen
von des Heilands Wundermacht,
die verstand es, mich zu bringen
an das Licht aus dunkler Nacht,

Danken will ich, immer danken
meinem Retter Jesus Christ.
dessen Treue ohne Wanken,
dessen Liebe ewig ist.

Dienen will ich, immer dienen
meinem hoch gelobten Herrn,
will sein göttlich es Versühnen
froh verkünden nah und fern.

Hören will ich, immer hören
deine Stimme, guter Hirt,
gerne laß ich dich mich lehren,
gern werd‘ ich von dir geführt.

Folgen will ich, immer folgen
dir, dem großen Gottessohn,
bis du auf des Himmels Wolken
niedersteigst von deinem Thron.

Glauben will ich, immer glauben,
trotz des Feindes arger List;
nichts soll mein Vertrauen rauben,
weil du selbst die Wahrheit bist.

Lieben will ich, immer lieben
den, der mich zuerst geliebt,
möchte niemals ihn betrüben,
der mir nichts als Gutes gibt.

Hoffen will ich, immer hoffen
nur auf seine freie Gnad‘.
Steht sein treues Herz mir offen,
ganz genug mein Herze hat.

Philipp Spitta – Glaubensleben

Philipp Spitta – Glaubensleben

Was kann es Schön’res geben,
Und was kann sel’ger seyn,
Als wenn wir unser Leben
Dem Herrn im Glauben weihn?

Wir sind in seiner Nähe,
Und leben immer so,
Als ob das Aug‘ Ihn sähe,
Und sind von Herzen froh.

Wenn auch die Lippen schweigen,
So betet doch das Herz,
Und die Gedanken steigen
Beständig himmelwärts.

An Seiner Liebe laben
Wir uns in aller Still‘,
Man kann Ihn immer haben,
Wenn man Ihn haben will.

Wir spielen Ihm zu Füßen,
Wir Kinder allerwärts,
Und wenn die Thränen fließen,
So flieh’n wir an sein Herz.

Und wenn wir müde werden,
So bringt Er uns zur Ruh,
Und deckt mit kühler Erden
Die müden Kinder zu.

Da schlafen wir geborgen,
In stiller, tiefer Nacht,
Bis er am schönen Morgen
Uns ruft: erwacht! erwacht!

Was weiter wird geschehen,
Das ahnen wir jetzt kaum;
Es wird uns seyn als sähen
Wir Alles wie im Traum.

Philipp Spitta – Des Christen Kreuz

Philipp Spitta – Des Christen Kreuz

Des Christen Schmuck und Ordensband,
Das ist das Kreuz des Herrn;
Und wer erst seinen Werth erkannt,
Der trägt es froh und gern.

Man nimmt’s mit Demuth, trägt’s mit Lust,
Und achtet’s für Gewinn,
Doch trägt man es nicht auf der Brust,
O nein, man trägt es drin.

Und wenn’s auch schmerzt und wenn’s auch drückt,
Bleibt man doch glaubensvoll,
Man weiß ja wohl, wer’s uns geschickt,
Und was es wirken soll.

Man trägt es auch nur kurze Zeit,
Nur als ein Unterpfand
Für das zukünft’ge Ehrenkleid
Im Lieben Vaterland.

Johann Scheffler – Geduldigs Lämmlein, Jesu Christ

Johann Scheffler – Geduldigs Lämmlein, Jesu Christ

1. Geduldigs Lämmlein, Jesu Christ,
Der du all Angst und Plagen,
Alls Ungemach zu jeder Frist
Geduldig hast ertragen,
Verleih mir auch zur Leidenszeit
Geduld und alle Tapferkeit.

2. Du hast gelitten, daß auch ich
Dir folgen soll und leiden,
Daß ich mein Kreuze williglich
Soll tragen auch mit Freuden;
Ach möcht ich doch in Kreuz und Pein
Geduldig wie ein Lämmlein sein.

3. Ich wünsche mir von Herzensgrund,
Dir ähnlich, Herr, zu werden,
Daß ich der Welt zu jeder Stund
Gekreuzigt sei auf Erden;
Doch aber wünsch ich auch dabei,
Daß ich ein Lämmlein Jesu sei.

4. Laß kommen alles Kreuz und Pein,
Laß kommen alle Plagen,
Laß mich veracht, verspottet sein,
Verwundt und hart geschlagen,
Laß aber auch in aller Pein
Mich ein geduldigs Lämmlein sein.

5. Ich weiß, man kann ohn Kreuz und Leid
Zur Freude nicht gelangen,
Weil du in deine Herrlichkeit
Selbst bist durchs Kreuz gegangen.
Wer nicht mit dir leidt Kreuz und Pein,
Kann auch mit dir nicht selig sein.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Eins ist Not, wer hat dies eine

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Eins ist Not, wer hat dies eine

1.) Eins ist Not, wer hat dies eine,
Der allein, der Jesum hat.
Jesum haben, macht alleine
Selig, fröhlich, ruhig, satt.
Wer Jesum erwählet, hat alles erkoren,
Wer Jesum verlieret, hat alles verloren.
Doch findet ihn wieder, wer suchet mit Fleiß,
Und wer ihn behält, der behält auch den Preis.

2.) Herzens-Jesu, leit und führe
Du mich selber bei der Hand!
Dass ich dich nur nicht verliere
Auf dem Weg ins Vaterland.
Hilf, dass ich mich von dir nicht achtlos entferne
In eitler Gesellschaft vergisst man sich gerne.
Gewohnheit macht, dass bald der Eifer entweicht,
Bei unnützen Worten verliert man sich leicht.

3.) Gib, dass ich gleich auf dem Fuße,
Weil es heut heißt, wiederkehr!
Und dich such in wahrer Buße,
Wenn ich etwa dich verlör.
Hilf, dass ich dich suche mit reuenden Schmerzen,
Mit einem geängstet bekümmerten Herzen,
Mit Seufzen und Flehen bei Tag und bei Nacht,
So wie es Maria und Josef gemacht.

4.) Stärke meinen schwachen Glauben,
Dass ich dich recht feste fass.
Dass ich dich mir nicht mehr rauben,
Noch dich aus den Augen lass!
Dass ich dich auf ewig ins Herze mir präge,
Dein Wort in demselben behalt und erwäge,
Dass solches mir Kräfte zum Wachstum dabei
An Alter und Weisheit und Gnade verleih!

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Der Vater siehts: Kind, lass es sein

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Der Vater siehts: Kind, lass es sein

1.) Der Vater siehts: Kind, lass es sein!
Der Vater hört’s: sei still!
Der Vater kommt: Begeg’n ihm fein!
Und höre, was er will!

2.) Er ist der unsichtbare Gott
Und allenthalben nah‘:
Drum halte immer die Gebot!
Denk immer: Er ist da!

3.) Das, was du nicht, wenn er vor dir
Da gegenwärtig stünd‘,
Tun oder reden dürftest hier,
Das lass, du Gottes-Kind!

4.) Hingegen, wenn dich auch Gefahr
Und Not befällt, mein Christ,
So glaube wieder fest und wahr,
Dass dein Gott bei dir ist,

5.) Dass er das, was dich drückt und quält
Und ängstet im Gemüt,
Was dir an Leib und Seele fehlt,
Mit Vateraugen sieht.

6.) Halt dich an ihn im Glauben fest,
Als könntest du ihn schau’n.
Und glaube, dass er nicht verlässt,
Die ihm also vertrauen.

7.) Sprich kindlich zu ihm: siehe hier
Uns Kinder in der Not.
Zu dir, o Vater, fliehen wir,
Im Leben und im Tod.

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Ich halte meinem Jesu still

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Ich halte meinem Jesu still

1.) Ich halte meinem Jesu still:
Er kann mir helfen, wenn er will.
Er sprach kein Wort, das nicht geschah.
Wenn er gebeut, so steht es da.

2.) Sein Nam‘ ist eine Gotteskraft,
Die allen Menschen Heil verschafft.
Sobald der Glaub‘ den Namen nennt,
Hat alles Übel gleich ein End‘.

3.) Der Glaube, der die Kraft versteht,
Die aus von Christo Jesu geht
Und hält der Gnade sich nicht wert,
Dass Jesus in sein Haus einkehrt,

4.) Der wahre Herzensdemut übt
Und seinen Nächsten treulich liebt,
Der stets mit Hilfe bei ihm weilt
und bettelnd hin zu Jesus eilt,

5.) Ein solcher Glaub‘ kann Wunder tun.
Ja, alles wird in einem Nun
Erfüllt, gewährt und ihm erlaubt,
Wie er gebeten und geglaubt.

6.) Herr Jesu, ach verlass mich nicht!
Stärk‘ meines Glaubens Zuversicht
Durch deines Jesus-Namens Macht,
Bis du mich heim zu dir gebracht.

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Jesu, du allein sollst mein Führer sein

Pfeil, Christian Karl Ludwig von – Jesu, du allein sollst mein Führer sein

1.) Jesu, du allein
Sollst mein Führer sein
Zeige mir selbst deine Wege,
Deiner Wahrheit schmale Stege;
Deiner Wahrheit Grund
Ist Dein Wort und Bund.

2.) Gründe, Herr, dabei,
Stete Furcht und Scheu
In mir und in meiner Seelen,
Deinen Weg nicht zu verfehlen!
Deine Furcht bewahr
Mich vor der Gefahr!

3.) Weil du kommen bist,
Was verirret ist,
Wiederum zurecht zu führen
Und kein Schäflein zu verlieren,
Darum fleht Dein Knecht:
Führe mich zurecht!

4.) Guter, treuer Hirt!
Ich bin ganz verirrt,
Ein verlornes Schaf auf Erden,
Führe mich zu Deinen Herden,
Führe mich dahin,
Wo ich bei Dir bin!