Ph. Friedrich Hiller – Der zu des Vaters Rechten sitzt

1. Der zu des Vaters Rechten sitzt,
Der bittet für die Seinen;
So sind sie vor dem Zorn beschützt,
Getröstet in dem Weinen,
Befreit von Not,
Erlöst von Tod
Und dürfen nach dem Sterben
Mit ihrem Heiland erben.

2. Herr Jesu, dir gebührt der Ruhm,
Nur du kannst für uns beten;
Du Priester in dem Heiligtum,
Du kannst dein Volk vertreten;
Kein anders Blut
Ist uns zu gut
Zum Opfer je geflossen,
Du hasts für uns vergossen.

3. Daher du die Versöhnung bist
Beim Vater, der Gerechte,
Da, was sonst Mensch heißt,
Sünder ist und Engel deine Knechte;
Du bist der Sohn,
Du hast den Thron,
Und nur in deinem Namen
Ist die Verheißung Amen.

4. Wir ehren dich, wir glauben dir;
Dein Volk, das du erworben,
Jauchzt dir ein Halleluja für,
Weil du für uns gestorben.
Ach bitte du
Nur immerzu
Für uns aus diesem Grunde
Auch in der Todesstunde.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Friedrich Ruopp – Schwing dich auf, mein ganz Gemüte

1) Schwing dich auf, mein ganz Gemüte,
Und geh in den Himmel ein,
Denn es muß des Höchsten Güte
Hier und dort gepriesen sein.
Mit viel tausend tausendmalen
Kann ich ihm das nicht bezahlen,
Was er mir durch Rat uns Tat
Lebenslang erwiesen hat.

2) Herr Gott Vater, lauter Segen
Trieft von deiner milden Hand,
Den du mir auf meinen Wegen
Überall hast zugewandt;
Aus wie viel Bekümmernissen
Hast du mich, mein Gott, gerissen!
Tausend tausendmal sei dir,
Treuer Vater, Dank dafür.

3) O Herr Jesu, Heil und Leben
Ist in deinem Blute mein.
Alle Sünden sind vergeben,
Und ich bin gerecht und rein.
Ja du willst in meiner Seelen
Dir sogar die Wohnung wählen;
Tausend tausendmal sei dir,
Liebster Heiland, Dank dafür.

4) Heilger Geist, an deinen Gaben
Lässest du es mangeln nicht;
Und was wollt ich Größers haben
Als dies gnadenvolle Licht,
Daß ich weiß, an wen ich gläube
Und ein Gotteskind verbleibe;
Tausend tausendmal sei dir,
Werter Tröster, Dank dafür.

5) Ach, daß alle meine Glieder
Lauter Zeugen möchten sein,
Daß ich mich durch Lobelieder
Könnte recht in Gott erfreun,
Und daß lauter Preis und Ehre
Mein beständig Opfer wäre,
Das ihm würde Tag und Nacht
Tausend tausendmal gebracht.

6) Doch du wirst ein schwaches Lallen,
O Gott Vater, Sohn und Geist,
Dir auch lassen wohlgefallen,
Das dich hier auf Erden preist,
Bis ich dich im Himmel oben
Mit den Engeln werde loben;
Ja da lob und preis ich dich
Ohn Aufhören ewiglich.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

L. A. Gotter – O Gott, wir ehren deine Macht

1) Gott, wir ehren deine Macht
Und Gnade zu uns Armen,
Nach welcher du uns wert geacht,
Dich unser zu erbarmen;
Wir sind voll Sünde, du voll Gnad,
Wir tot, du bist das Leben
Und hast nach deinem Gnadenrat
Dich uns zu eigen geben,
O Abgrund aller Liebe.

2) Wir beten dich als Vater an,
Du liebest uns als Kinder,
So hast du dich ja kund getan
Zum Trost der armen Sünder;
Dein Zorn weicht deiner Lieb und Huld,
Dein väterlich Gemüte
Ist voll Erbarmen, voll Geduld,
Voll Langmut, Treu und Güte,
O liebreich Vaterherze.

3) O Jesu, teurer Gottessohn,
Du Licht vom wahren Lichte,
Vor dir, dem rechten Gnadenthron,
Wird Sünd und Tod zu nichte;
Du bist der Grund zur Seligkeit,
Worauf wir Arme hoffen,
Dein Gnadenbrunn steht allezeit
Für unsre Seelen offen,
Du Ausfluß alles Segens.

4) O Geist der Gnaden, wahrer Gott,
Komm, steure dem Verderben,
Laß uns durch Christi Kreuzestod
Der Welt und uns absterben;
Ja schlag das ganze Höllenreich
In unsrer Seel darnieder,
Damit wir Jesu Christo gleich
Und seines Leibes Glieder
Durch deine Gnade bleiben.

5) So ehren wir in einem Thron
Dich, unsern Gott und Vater,
Samt Christo, deinem lieben Sohn,
Als unserm Heilserstatter
Und Gott, den werten Heilgen Geist
Von gleicher Macht und Wesen;
Hilf, der du dreimal heilig heißt,
Daß wir in dir genesen
Und dich dort ewig loben.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

David Denicke – Herr Gott, der du erforschtest mich

1) Herr Gott, der du erforschtest mich
Und kennst mich aus und innen,
Mein Tun und Lassen kommt vor dich,
Sehn, Stehen und Beginnen.
Was ich verborgen denk und dicht,
Siehst du von fern und fehlest nicht,
Du prüfest Herz und Nieren;
Du kannst auch, wenn ich bin allein
Und gerne wollt verborgen sein,
All meine Weg ausspüren.

2) Es ist kein Wort in meinem Mund,
So ich dir könnt verhehlen;
Du, Herr, siehst recht des Herzens Grund,
Was steckt in meiner Seelen;
Du schaffest ja, was ich vollbring,
Wie groß es ist und wie gering,
Ich kanns ohn dich nicht richten;
Wenn aber du durch deine Gnade
Verstand mir gibst, auch Hilf und Rat,
So kann ich alles schlichten.

3) Wie du die Deinen wunderlich,
O Gott, hier pflegst zu führen,
Versteh ich nicht und lasse mich
Bloß deine Gnad regieren.
Wo soll ich hin vor deinem Geist?
Denn du auch die Gedanken weißt,
Es hilft vor dir kein Fliehen.
Führ ich gen Himmel, bist du da,
Auch in der Höll trittst du mir nah,
Kann dir mich nicht entziehen.

4) Nun, großer Gott, weil deine Hand
Mich überall kann finden
Und all mein Tun dir ist bekannt,
So hüt ich mich vor Sünden.
Denn Dunkel ist wie Licht bei dir;
Was himmlisch war, kommt klar herfür,
Ich kann dir nicht entgehen.
Was ich getan, geredt, gedacht,
Das wird vor deinen Thron gebracht,
Da muß ich vor dir stehen.

5) Herr, meine Seel erkennt mit Preis,
Daß du mich hast bereitet,
Und daß ich bin auf dein Geheiß
Ans Tageslicht geleitet;
Durch deine Vorsorg Fleisch und Pein
Und alle Glieder an mir sein,
Dein Aug hat mich erwählet:
Da ich noch ungeboren war,
Hast du schon Stunden, Tag und Jahr
Im Lebenslauf gezählet.

6) Ich danke dir und preise dich
Für solche große Taten,
Und daß du mir so wunderlich
An Leib und Seel geraten.
Sehr köstlich ist dein Werk an mir;
Wenn ich erwach, bin ich bei dir
Und warte deiner Gnaden;
Ich glaube fest, daß meine Sünd
Durch Christum mir vergeben sind,
Daß sie mir nicht mehr schaden.

7) Den Vorsatz gib mir, Herr, dabei,
Daß ich, was bös ist, meide,
Die gottlos Rotte fern mir sei,
Von Frommen mich nicht scheide;
Daß ich nur lieb, was dir gefällt,
Und hasse, was ist von der Welt,
Auch ihren Trotz nicht achte,
Halt dein Gebot, hör gern dein Wort,
Im Glauben und in Hoffnung fort
Das Ewige betrachte.

8) Erforsch mich, Gott, ergründ mein Herz,
Durchsuch all mein Gedanken,
Und siehe, ob ich hinterwärts
Und auf die Seit woll wanken.
Bin ich vielleicht auf bösem Weg,
So führ du mich den rechten Steg,
Der nach dem Himmel weise,
Daß ich vom Sündendienste frei
Und dir, o Herr, gefällig sei,
Bis ich von hinnen reise.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Olearius – Gelobet sei der Herr

1) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, mein Licht, mein Leben,
Mein Schöpfer, der mir hat
Mein Leib und Seel gegeben,
Mein Vater, der mich schützt
Von Mutterleibe an,
Der alle Augenblick
Viel Guts an mir getan!

2) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, mein Heil, mein Leben,
Des Vaters liebster Sohn,
Der sich für mich gegeben,
Der mich erlöset hat
Mit seinem teuren Blut,
Der mir im Glauben schenkt,
Das allerhöchste Gut!

3) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, mein Trost, mein Leben,
Des Vaters werter Geist,
Den mir der Sohn gegeben,
Der mir mein Herz erquickt,
Der mir gibt neue Kraft,
Der mir in aller Not
Rat, Trost und Hilfe schafft!

4) Gelobet sei der Herr,
Mein Gott, der ewig lebet,
Den alles lobet, was
In allen Lüften schwebet!
Gelobet sei der Herr,
Des Name heilig heißt:
Gott Vater, Gott der Sohn
Und Gott der werte Geist.

5) Dem wir das Heilig jetzt
Mit Freuden lassen klingen
Und mit der Engel Schar
Das Heilig! Heilig! singen,
Den herzlich lobt und preist
Die ganze Christenheit.
Gelobet sei mein Gott
In alle Ewigkeit!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Bartholomäus Crasselius – Dir, dir, Jehova will ich singen

1) Dir, dir, Jehova, will ich singen,
Denn wo ist noch ein solcher Gott wie du?
Dir will ich meine Lieder bringen,
Ach, gib mir deines Geistes Kraft dazu,
Daß ich es tu im Namen Jesu Christ,
So wie es dir durch ihn gefällig ist.

2) Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne,
Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir;
Dein Geist in meinem Herzen wohne
Und meine Sinne und Verstand regier,
Daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl
Und dir darob im Herzen sing und spiel.

3) Verleih mir, Höchster, solche Güte,
So wird gewiß mein Singen recht getan,
So klingt es schön in meinem Liede,
So bet ich dich im Geist und Wahrheit an,
So hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,
Daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor.

4) Denn der kann mich bei dir vertreten
Mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind,
Der lehret mich recht gläubig beten,
Gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind
Und ein Miterbe Jesu Christi sei
Daher ich Abba, lieber Vater! schrei.

5) Wenn dies aus meinem Herzen schallet
Durch deines Heilgen Geistes Kraft und Trieb,
So bricht dein Vaterherz und wallet
Ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb,
Daß mirs die Bitte nicht versagen kann,
Die ich nach deinem Willen hab getan.

6) Was mich dein Geist selbst bitten lehret,
Das ist nach deinem Willen eingericht
Und wird gewiß von dir erhöret,
Weil es im Namen deines Sohns geschieht,
Durch welchen ich dein Kind und Erbe bin
Und nehme von dir Gnad um Gnade hin.

7) Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe!
Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit
Und weiß daß all gute Gabe,
Die ich von dir verlange jederzeit,
Die gibst du und tust überschwenglich mehr,
Als ich verstehe, bitte und begehr.

8) Wohl mir ich bitt in Jesu Namen,
Der mich zu deiner Rechten selbst vertritt;
In ihm ist alles Ja und Amen,
Was ich von dir im Geist und Glauben bitt.
Wohl mir, Lob dir jetzt und in Ewigkeit,
Daß du mir schenkest solche Seligkeit!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

unbekannt – Ehr sei dem Vater und dem Sohn

Ehr sei dem Vater und dem Sohn
Und auch dem Heilgen Geiste,
Als es im Anfang war und nun,
Der uns sein Gnade leiste,
Daß wir auf diesem Jammertal von Herzen
Scheuen überall der Welt gottloses Wesen
Und streben nach der neuen Art,
Dazu der Mensch gebildet ward;
Wer das begehrt, sprech Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Ludwig Helmbold, – Nun laßt uns Gott, dem Herren

1) Nun laßt uns Gott, dem Herren,
Danksagen und ihn ehren
Von wegen seiner Gaben,
Die wir empfangen haben.

2) Den Leib, die Seel, das Leben
Hat er allein uns geben,
Dieselben zu bewahren,
Tut er nicht etwas sparen.

3) Nahrung gibt er dem Leibe,
Die Seele muß auch bleiben,
Wiewohl tödliche Wunden
Sind kommen von der Sünden.

4) Ein Arzt ist uns gegeben,
Der selber ist das Leben.
Christus, für uns gestorben,
Der hat das heil erworben.

5) Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl
Dient wider allen Unfall,
Der Heilig Geist im Glauben
Lehrt uns darauf vertrauen.

6) Durch ihn ist uns vergeben
Die Sünd, geschenkt das Leben,
Im Himmel solln wir haben,
O Gott, wie große Gaben.

7) Wir bitten deine Güte,
Wollst uns hinfort behüten,
Uns Große mit den Kleinen,
Du kannst nicht böse meinen.

8) Erhalt uns in der Wahrheit,
Gib ewigliche Freiheit,
Zu preisen deinen Namen
Durch Jesum Christum, Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Johann Michael Dilherr, – Laßt uns mit süßen Weisen

1) Laßt uns mit süßen Weisen
Die Güte Gottes preisen
Und unsers Vaters Segen
Recht dankbarlich erwägen.

2) Den allerärmsten Sündern
Erbeut er sich als Kindern,
Hat ihnen Heil und Frieden
In seinem Sohn beschieden.

3) Auf dem lag alle Sünde
Von jedem Menschenkinde,
Den Tod, den wir verschuldet,
Hat unser Bürg erduldet.

4) Dies lasset uns bedenken,
Wenn uns die Sünden kränken,
Daß er aufs höchste liebet,
Der seinen Sohn uns gibet.

5) Ach gib uns und vermehre,
O Vater, dir zur Ehre,
Was wir vor allem wählen,
Den Schatz für unsre Seelen.

6) Wird diese Bitt erfüllet,
So ist das Herz gestillet,
Wir können hier und droben
Dich froh und dankbar loben.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

David Denicke, – Nun jauchzt dem Herren all Welt

1) Nun jauchzt dem Herren all Welt;
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
Kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
Kommt vor sein heilig Angesicht.

2) Erkennt, daß Gott ist unser Herr,
Der uns erschaffen ihm zur Ehr,
Und nicht wir selbst; durch Gottes Gnad
Ein jeder Mensch sein Leben hat.

3) Er hat uns ferner wohlbedacht
Und uns zu seinem Volk gemacht,
Zu Schafen, die er ist bereit,
Zu führen stets auf grüner Weid.

4) Ihr, die ihr bei ihm wollet sein,
Kommt, geht zu seinen Toren ein
Mit Loben durch der Psalmen Klang,
Zu seinem Vorhof mit Gesang.

5) Dankt unserm Gott, lobsinget ihm,
Lobsinget ihm mit lauter Stimm,
Lobsingt und danket allesamt;
Gott loben, das ist unser Amt.

6) Er ist voll Güt und Freundlichkeit,
Voll Treu und Lieb zu jeder Zeit,
Sein Gnade währet dort und hier
Und seine Wahrheit für und für.

7) Gott Vater in dem höchsten Thron
Und Jesus Christ, sein einger Sohn,
Samt Gott dem werten Heilgen Geist
Sei nun und immerdar gepreist.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States