Browsed by
Schlagwort: Jesus

Philipp Spitta – 0 Jesu, meine Sonne

Philipp Spitta – 0 Jesu, meine Sonne

0 Jesu, meine Sonne,
vor der die Nacht entfleucht;
o Jesu, meine Wonne,
die alle Not verscheucht,
im Herzen klingt mir täglich
der eine helle Ton:
Wie hast du so unsäglich geliebt,
o Gottessohn!

Es faßt mich ein so tiefes,
ein himmlisches Gefühl,
es ist mir stets, als rief’ es:
Hier ist dein einzig Ziel! —
Ja, wenn mir gar nichts bliebe,
ich gäb’ mit frohem Sinn
um Jesu Christi Liebe
auch noch das Letzte hin.

Um diese Perle wäre
mir alles andre feil,
selbst Hab und Gut und Ehre,
mein ganzes Erdenteil.
Wie gerne will ich meiden
das alles, froh und still,
wenn’s von dem Herrn mich scheiden
und ihn mir rauben will!

Ich kenn’ auch gar kein Leben,
von dir, mein Herr, getrennt;
du bist mein einzig Leben
und Lebenselement.
Ich kenne gar kein Sterben,
seitdem ich leb’ in dir;
denn was mich könnt’ verderben:
die Sünde, nahmst du mir.

Ich weiß nichts mehr von Leiden;
denn alles Kreuz und Leid
kann mich von dir nicht scheiden,
du Born der Seligkeit.
Ja, wenn ich dich nur habe,
dann gilt mir alles gleich;
ich bin am Bettelstäbe
noch wie ein König reich.

Ich bin schon hier auf Erden
so selig und so leicht;
und was wird dort erst werden,
wo alle Schwachheit weicht!
Das macht ein selig Sterben,
daß ich als Gnadenlohn
ein Königreich soll erben
und eine ew’ge Krön’.

O lieber Herr, so präg es
recht meinen Sinnen ein;
o lieber Herr, so leg es
mir tief ins Herz hinein:
daß ohne deine Liebe
ich ganz verloren war’
und ohne Hoffnung triebe
auf wüstem Meer umher;

doch daß du mich allmählich
zum Hafen hast gebracht
und mich so überselig
aus Gnaden hast gemacht,
daß ich vor nichts erschrecke,
was andern schrecklich ist,
weil ich es seh’ und schmecke,
daß du mein Heiland bist.

Samuel Gobat – Dein ist das Reich

Samuel Gobat – Dein ist das Reich

Dein ist das Reich, mein König Jesus Christ,
dir ist das Szepter in die Hand gegeben.
Und ob der Erde Fürsten sich erheben,
wir wissen doch, daß du der Herrscher bist.
0 höchste Majestät, wer ist dir gleich?
Dein ist das Reich!

Dein ist die Kraft! O wie erhebt dein Wort
uns, die wir oft mit eigner Schwachheit ringen!
Gib du zum Wollen uns auch das Vollbringen,
du starker Held, du unsres Glaubens Hort!
Wir fassen deine Hand, die Wunder schafft.
Dein ist die Kraft!

Dein ist die Herrlichkeit! Im Glauben sehn
wir schon etwas von deiner lichten Schöne.
Wir hören etwas von dem Lobgetöne
der Sieger, die vor deinem Throne stehn.
O hilf auch uns und mache uns bereit
zur Herrlichkeit!

Von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du,
dreiein’ger Gott! Wir beten an im Staube.
Uns hebt bis an dein Herz empor der Glaube,
und deine große Gnade deckt uns zu.
Lob, Preis und Dank sei deinem großen Namen
ohn’ Ende! Amen!

Friedhelm Traub – Das tatest du für mich

Friedhelm Traub – Das tatest du für mich

Jesus, du kamst für mich
in dieses Tränental
voll Sünde, Not und Qual;
inniglich preis‘ ich dich,
Jesus, du kamst für mich!

Jesus, du littst für mich!
Littest, was ich verdient,
hast meine Schuld gesühnt;
inniglich preis‘ ich dich,
Jesus, du littst für mich!

Jesus, du starbst für mich!
Starbest den bittern Tod,
der mir gerecht gedroht;
inniglich preis‘ ich dich,
Jesus, du starbst für mich!

Jesus, du lebst für mich!
Sorgst vor des Vaters Thron
für deinen armen Sohn;
inniglich preis‘ ich dich,
Jesus, du lebst für mich!

Otto Frommel – An Jesus

Otto Frommel – An Jesus

Nun steige von dem Himmelsthron,
von starken Engeln dicht umstellt,
und schreite als ein Menschensohn
noch einmal durch die dürre Welt!

Und sprich wie einst am Seegestad
noch einmal dein belebend Wort,
und sei mit milder Heilandstat
noch einmal der Elenden Hort.

Aus trüben Augen – fühlst du’s nicht? –
schaut heißes Heimweh nach dir aus,
und Sehnsuchtsruf – vernimmst du’s nicht? –
seufzt auf aus manch zerfallnem Haus.

Komm, lege deine kühle Hand
der Menschheit auf das heiße Herz,
träuf Balsam in der Wunden Brand,
und stille jeden echten Schmerz.

Doch spare auch die Peitsche nicht!
Und – tut es not – zum Schwerte greif,
es ist gar vieles zu Gericht
und Axthieb reif und überreif.

Und steht aufs neu für die der Pfahl
hoch aufgereckt auf Golgatha,
es sind der Treuen diesesmal
mit dir zu bluten manche da.

O steige eilend von dem Thron
und schreite machtvoll durch die Welt:
Wir hören deine Schritte schon
und neigen unsre Stirn, o Held!

Der Weg zum Glück
Ein Hausbuch für die christliche Familie
von Pfarrer Gustav Hofelich
C. Rieger’sche Verlagsanstalt. Stuttgart – München

J. J. Breithaupt – Jesus Christus, Gottes Lamm

J. J. Breithaupt – Jesus Christus, Gottes Lamm

1. Jesus Christus, Gottes Lamm,
Ist für unsre Schuld gestorben,
Hat bezahlt am Kreuzesstamm
Und die Freiheit uns erworben;
Wer die Sünde wohl bereuet,
Wird durch Christi Tod erfreuet.

2. Gott, der selbst die Liebe ist,
Preiset seiner Liebe Wunder,
Daß sein Sohn, der Herre Christ,
Starb für alle Feind und Sünder;
Sind wir durch dies Blut Gerechte,
Trifft der Zorn nicht mehr die Knechte.

3. Ja, so wir versöhnet sind,
Weil der Sohn sich hingegeben,
So wird das erstandne Kind
Noch vielmehr uns durch sein Leben
Selig machen, die er Brüder
Heißt und seines Leibes Glieder.

4. Aber nicht alleine dies,
Sondern weil wir sind im Sohne,
Welcher selbst den Schlangenbiss
Heilet, daß er in uns wohne,
Ei, so rühmen auch wir Sünder,
Daß wir nun sind Gottes Kinder.

5. Hochgelobet, sagen wir,
Vater in dem Himmel oben,
Siehe, wie die Sünd allhier
In uns will noch immer toben.
Wollest, Herr, den Geist uns geben,
Daß wir in dir ewig leben.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Unbekannt – Fünf Brünnlein sind

Unbekannt – Fünf Brünnlein sind

1. Fünf Brünnlein sind,
Daraus mir rinnt
Fried, Freud, Heil, Trost und Lehen;
In Angst und Not
Bis in den Tod
Solche mir Labsal geben.

2. Der Quell du bist,
Herr Jesu Christ,
Die Brünnlein deine Wunden,
Daraus ich mich
Lab inniglich
In heißen Kreuzesstunden.

3. Laß mir stets sein
Das Leiden dein
Ein Regel, Riegel, Speigel,
Daß ich nach dir
Mein Fleisch regier
Und laß ihm nicht den Zügel.

4. O Gottes Lamm,
O Liebesflamm,
O meiner Seelen Freude,
Nimm hin die Sünd,
Das Herz entzünd,
Daß mich von dir nichts scheide.

5. So werde ich
Recht seliglich
Den Lebenslauf vollbringen
Und fröhlich hier,
O Gott, mit dir
Das Vollbracht gläubig singen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Adam Thebesius – O großer Schmerzensmann

Adam Thebesius – O großer Schmerzensmann

1. O großer Schmerzensmann, vom Vater sehr geschlagen,
Herr Jesu, dir sei Dank für alle deine Plagen,
Für deine Seelenangst, für deine Band und Not,
Für deine Geißelung, für deinen bittern Tod.

2. Ach das hat unsre Sünd und Missetat verschuldet,
Was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet.
Ach unsre Sünde bringt dich an das Kreuz hinan.
O unbeflecktes Lamm, was hast du sonst getan?

3. Doch deine Herzenslieb erweiset unserm Herzen,
Wie lieb wir dir gewest. Dein Leiden, Tod und Schmerzen
Hat nun versöhnet Gott den Vater mit der Welt,
Uns seine Gnade bracht, zufrieden ihn gestellt.

4. Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben,
In deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben,
Dein Kreuz ist unser Trost, die Wunden unser Heil,
Dein Blut das Lösegeld, der armen Seelen Teil.

5. O hilf, daß wir uns auch zum Kampf und Leiden wagen
Und unter unsrer Last des Kreuzes nicht verzagen.
Hilf tragen mit Geduld durch deine Dornenkron,
Wenns kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn.

6. Dein Schweiß komm uns zu gut, wenn wir im Schweiße liegen;
Durch deinen Todeskampf laß uns im Tode siegen;
Durch deine Banden, Herr, bind uns, wie dirs gefällt;
Hilf, daß wir kreuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt.

7. Laß deine Wunden sein ein Arznei unsrer Sünden,
Laß uns auf deinen Tod den Trost im Tode gründen.
O Jesu, laß an uns durch dein Kreuz, Tod und Pein
Dein Leiden, Kreuz und Angst ja nicht verloren sein.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Michael Bapzien – Kommt her und schaut, kommt, laßt uns doch von Herzen

Michael Bapzien – Kommt her und schaut, kommt, laßt uns doch von Herzen

1. Kommt her und schaut, kommt, laßt uns doch von Herzen
Betrachten Christi Leiden, Pein und Schmerzen,
Er tritt die Kelter Gottes, wie ich meine,
Wohl recht alleine.

2. Ach seht, wie angst wird ihm von unsern Sünden,
Er muß sich wie ein Wurm am Ölberg winden,
Daß ihm der Todesschweiß, mit dem er ringet,
Blutig ausdringet.

3. Gott selbst fällt hier im Garten zu der Erden,
Ein Engel muß des Trösters Tröster werden,
Die Kreatur muß ihren Schöpfer stärken,
Welchs wohl zu merken.

4. Was wir und Adam hatten übertreten,
Das muß der unschuldigste Herr verbeten,
Den scharfen Zorn, der über uns ergrimmet,
Er hier vernimmet.

5. Der treulos Judas sorglich rennt und laufet,
Den Herren um ein schnödes Geld verkaufet,
Gibt drauf der Rott die Losung durch sein Grüßen
Und falsches Küssen.

6. Die da mit Spieß und Stangen fertig stunden,
Führten ihn mit vor Kaiphas gebunden,
Da er um seine Lehre wird gefraget
Und hart verklaget.

7. In dessen Mund auch kein Betrug gefunden,
Der wird durch falsches Zeugnis überwunden,
Er wird verspott, verspeiet und verhöhnet,
Mit Dorn gekrönet.

8. Er wird gepeitscht mit dicht geflochtnen Riemen,
Der Rücken lag blutrünstig voller Striemen,
Von seinem Haupt, mit Dornen wund gestoßen,
Blutstropfen flossen.

9. Blutig ward er zum Schauspiel umgeführet,
Mit einem Purpur nur zum Spott gezieret,
Höhnisch gegrüßt, man speit ihm ins Gesichte,
Daß ihn vernichte.

10. Er ward verurteilt und ans Kreuz gehenket,
Mit Essig und mit bittrer Gall getränket,
Zuletzt schon, als sein Geist sich von ihm machet,
Ward er verlachet.

11. Wir sollen nicht ihn, sondern uns beklagen.
Ach freilich wir, wir haben ihn geschlagen
Ans Holz, weil Adam von dem Baum den Schaden
Ihn aufgeladen.

12. Ach unsre Sünd, ist Ursach seiner Wunden,
Wir haben ihn mit selbgen angebunden;
Wir hätten ewig, ewig, ewig müssen
Dies alles büßen.

13. Herr Jesu, dir, dir soll man Dank erweisen,
Für die Erlösung soll man stets dich preisen;
Doch kann es keines Menschen Witz ausdenken,
Was dir zu schenken.

14. Nimm dies so lang, was meine Lippen singen,
Bis du mich an der Engel Tor wirst bringen,
Daselbst will ich dein Lob in jenem Leben
Völlig erheben.

15. Hilf, Jesu, daß ich Gott auch meine Seele,
Wie du getan, an meinem End befehle,
Daß ich mag selig auf dein Blut und Namen
Einschlafen. Amen.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Sigismund von Birken – Jesu, deine Passion

Sigismund von Birken – Jesu, deine Passion

1. Jesu, deine Passion
Will ich jetzt bedenken;
Wollest mir vom Himmelsthron
Geist und Andacht schenken.
In dem Bild jetzund erschein,
Jesu, meinem Herzen,
Wie du, unser Heil zu sein,
Littest alle Schmerzen!

2. Meine Seele sehen mach
Deine Angst und Bande,
Deine Speichel, Schläg und Schmach,
Deine Kreuzesschande,
Deine Geißel, Dornenkron,
Speer- und Nägelwunden,
Deinen Tod, o Gottessohn,
Und den Leib voll Schrunden!

3. Doch so laß mich nicht allein
Deine Marter sehen,
Laß mich auch die Ursach fein
Und die Frucht verstehen!
Ach, die Ursach war auch ich,
Ich und meine Sünde;
Diese hat gemartert dich,
Nicht das Heidengsinde.

4. Jesu, lehr bedenken mich
Dies mit Buß und Reue;
Hilf, daß ich mit Sünden dich
Martre nicht aufs neue!
Sollt ich dazu haben Lust
Und nicht wollen meiden,
Was Gott selber büßen mußt
Mit so großem Leiden?

5. Wenn mir meine Sünde will
Machen heiß die Hölle,
Jesu, mein Gewissen still,
Dich ins Mittel stelle!
Dich und deine Passion
Laß mich gläubig fassen;
Liebet mich sein lieber Sohn,
Wie kann Gott mich hassen?

6. Gib auch, Jesu, daß ich gern
Dir das Kreuz nachtrage,
Daß ich Demut von dir lern
Und Geduld in Plage,
Daß ich dir geb Lieb um Lieb!
Indes laß dies Lallen
Besser Dank ich dorten geb,
Jesu, dir gefallen!

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States

Sigmund von Birken – Jesu, frommer Menschenherden

Sigmund von Birken – Jesu, frommer Menschenherden

1. Jesu, frommer Menschenherden
Guter und getreuer Hirt,
Laß mich auch dein Schäflein werden,
Das dein Stab und Stimme führt.
Ach du hast aus Lieb dein Leben
Für die Schafe hingegeben,
Und du gabst es auch für mich,
Laß mich wieder lieben dich.

2. Herden ihre Hirten lieben,
Und ein Hirt liebt seine Herd,
Laß uns auch so Liebe üben,
Du im Himmel, ich auf Erd.
Schallet deine Lieb hernieder,
Soll dir meine schallen wieder;
Wenn du rufst: Ich liebe dich,
Ruft mein Herz: Dich liebe ich.

3. Schafe ihren Hirten kennen,
Dem sie auch sind wohlbekannt,
Laß mich auch nach dir nur rennen,
Wie du kamst zu mir gerannt.
Als des Höllenwolfes Rachen
Eine Beut aus mir wollt machen,
Riefest du: Ich kenne dich.
Ich auch rief: Dich kenne ich.

4. Herden ihre Hirten hören,
Folgen ihrer Stimm allein,
Hirten auch zur Herd sich kehren,
Wenn sie rufen groß und klein.
Laß mich hören, wenn du schreiest,
Laß mich laufen, wenn du dräuest,
Laß mich horchen stets auf dich.
Jesu, höre du auch mich.

5. Höre, Jesu, und erhöre
Meine, deines Schäfleins Stimm,
Mich auch zu dir schreien lehre,
Wenn sich naht des Wolfes Grimm.
Laß mein Schreien dir gefallen,
Deinen Trost hernieder schallen;
Wenn ich bete: Höre mich,
Jesu, sprich: Ich höre dich.

6. Höre, Jesu, und erhöre,
Wenn ich ruf, anklopf und schrei.
Jesu, dich nicht von mir kehre,
Steh mir bald in Gnaden bei.
Ja du hörst, in deinem Namen
Ist ja alles Ja und Amen.
Nun ich glaub und fühle schon
Deinen Trost, o Gottes Sohn.

Quelle: Hymns of the 1912 Lutheran Hymnal for Church, School and Home Evangelical Lutheran Synod of Wisconsin and other States